Andy Egli ohne Gratis-Propaganda
Von Ueli Kägi. Aktualisiert am 23.07.2009
Reden ist bei ihm Gold: Der arbeitslose Trainer und TV-Experte Andy Egli verlangt für Interviews zu Nordkorea ein Honorar. (Bild: Keystone)
Die Nordkoreaner haben sich für die Fussball-WM 2010 qualifiziert. Der «Kicker» widmete ihnen deshalb eine Geschichte und rief für ein Interview Andy Egli an. Der ehemalige Schweizer Nationalspieler, Fussballexperte des Schweizer Fernsehens und Trainer mit Uefa-Pro-Lizenz, hatte im Sommer 2008 im Auftrag der Fifa zwei Monate lang Spieler und Trainer in Nordkorea unterrichtet.
Eglis Wissen schaffte es nicht in den «Kicker». Der 51-Jährige wollte die Fragen des Journalisten nur gegen Bezahlung beantworten - Egli hatte seine Nordkorea-Erfahrungen vor einem Jahr schon der «Weltwoche» verkauft und eine spannende Geschichte geschrieben.
Er sei nicht mehr von einem Klub oder Verband bezahlt, sagt Egli, er sei jetzt selbstständiger Unternehmer im Geschäftsbereich Fussball (www.andy-egli.ch) und müsse für sein Einkommen besorgt sein. Seine Argumentation ist irgendwie schon und irgendwie doch nicht nachvollziehbar. Egli hat seine Reise in den nordkoreanischen Fussball als bezahlter Fifa-Mitarbeiter unternommen. Und Egli sagt auch, dass er am liebsten wieder Trainer wäre und eine Mannschaft übernehmen würde. Da hätte ein wenig Gratis-Propaganda im «Kicker» sicher nicht geschadet. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 23.07.2009, 16:14 Uhr
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