Aus dem Hintergrund ins Licht

Medienunternehmer Bernhard Burgeners Name stand bislang selten in der Zeitung. Das wird sich ändern, wenn er Präsident des FC Basel wird.

FCB-Fan und Multi-Millionär. Der Baselbieter Bernhard Burgener ist mit der Region eng verbunden.

FCB-Fan und Multi-Millionär. Der Baselbieter Bernhard Burgener ist mit der Region eng verbunden. Bild: Roland Schmid

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Die Zukunftslösung mit einem Präsidenten, der Bernhard Burgener heisst, ist naheliegend. In Allschwil aufgewachsen und in Zeiningen zu Hause, hat er zeit seines Lebens in der Region gewirkt. Als Medienunternehmer, der es zum Multimillionär gebracht hat, verfügt er über einen finanziellen Hintergrund, der es ihm nicht nur erlaubt, die Holding-Aktien des FC Basel zu übernehmen, sondern auch Sicherheit zu bieten, falls dies je Thema sein sollte.

Wenn es etwas gibt, das weniger ins Bild passt, das der 59-jährige Verwaltungsratspräsident der Highlight Communications AG bisher von sich zeichnete, dann ist es sein Umgang mit der Öffentlichkeit. Burgener war stets der Mann, der im Hintergrund die Fäden zog und sich hütete, dass sein Name ständig in der Zeitung steht.

Dass er als Präsident der Team Holding AG die Uefa Champions League oder den Concours d’Eurovision vermarktet, er Filme wie «Das Parfüm» mitfinanzierte, er von 2008 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG war? Man nahm es mal zur Kenntnis, er äusserte sich auch ab und an zu sich und seinem Imperium. Aber er tat es stets so dosiert, dass sein Gesicht nicht in Erinnerung blieb, er einer breiten Öffentlichkeit unbekannt ist. Oder wie er einmal in der Weltwoche sagte: «Mein Ziel lautet eigentlich: nie in der Zeitung zu kommen.»

Das wird sich als Präsident des FCB nun ändern. Umso stärker, als er auch auf operativer Ebene tätig sein wird. Burgener tritt vom Hintergrund ins Licht, er steht ab sofort in der Öffentlichkeit und auch unter Beobachtung.

Warum er das tut? In einem Interview mit der BaZ sagte er vor sechseinhalb Jahren: «Wenn mich etwas interessiert, dann mache ich es mit viel Herzblut.» Die Frage, ob er dieses für den FCB mitbringt, stellt sich nicht: Er ist bekennender Fan des Clubs, sass bis 1996 sogar im Vorstand. Über seinen Führungsstil sagte er einmal: «Ich suche für jeden Job jemanden, der diesen besser erledigen kann als ich.» Es wird spannend zu beobachten sein, was das für den FC Basel der Zukunft bedeutet. (Basler Zeitung)

Erstellt: 20.02.2017, 07:17 Uhr

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