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«Ballack spielt nie mehr für Deutschland»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 01.09.2010 19 Kommentare
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Hat Ballack live gesehen: Fussballexperte Jörg Stiel (Bild: Keystone )
Ballack hatte für die Weltmeisterschaft in Südafrika wegen einer Verletzung Forfait erklären müssen. In seiner Abwesenheit spielte das Team von Jogi Löw ein hervorragendes Turnier und holte sogar Bronze. Philipp Lahm von Bayern München machte stellvertretend für Ballack als Captain einen tadellosen Job und wurde dafür von allen Seiten gelobt.
Nach der WM ging Lahm sogar in die Offensive und stellte auch für die Zukunft seine Ansprüche auf die Kapitänsbinde. Löw hat die Captainfrage nun beantwortet. Ballack darf weiterhin das Amt ausüben, falls zur alten Form und somit in die Nationalmannschaft zurückfindet. Das Spiel am vergangenen Sonntag von Leverkusen gegen Gladbach war für den Regisseur allerdings ein absolutes Desaster. Unter seiner Führung ging das Team von Jupp Heynckes im eigenen Stadion mit 3:6 sang- und klanglos unter.
Stiel sah die Demontage von Ballack
Jörg Stiel, der ehemalige Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, hat bei Gladbach zurzeit ein Mandat inne. Er ist Berater und Dolmetscher für ausländische Spieler, leitet ab und zu auch das Torhütertraining. Der heutige Fussballexperte des Schweizer Sportfernsehens sitzt bei jedem Spiel auf der Gladbacher Bank. Er war auch am Sonntag beim 6:3-Triumph in Leverkusen live dabei, als Ballack nach 63 Minuten ausgewechselt wurde. «Ich habe noch selten ein so gellendes Pfeifkonzert erlebt», schildert Stiel Ballacks Abgang gegenüber baz.ch/Newsnet.
Er sei von den eignen Fans mit Häme überschüttet worden. Ballack sei wie ein geprügelter Hund an Trainer Jupp Heynckes vorbeigeschlichen und habe sich stillschweigend und offensichtlich entsetzt auf die Bank gesetzt. «Das hat ein verdienter Spieler wie Ballack nun wirklich nicht verdient, er hat mir echt leid getan», erklärt Stiel. Ballack werde wohl auch in den nächsten Spielen von Leverkusen von den Fans, die ihn einst gefeiert hätten, gnadenlos ausgepfiffen. Bei Leverkusener Auswärtsspielen werde das noch schlimmer sein. «Die schleichende Demontage Ballacks hat in Deutschland begonnen», ist der Aargauer überzeugt.
Ballack wird resignieren
Der Experte sagt aber auch, dass Ballack den Anforderungen auf höchstem Niveau tatsächlich nicht mehr genüge. «Er war wohl der langsamste Spieler auf dem Rasen und vom Tempo völlig überfordert», berichtet Stiel. Er könne nicht begreifen, dass Ballack mit bald 34 Jahren nicht den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt habe. «Er will offenbar den Streit mit Lahm um die Kapitänsbinde nicht einfach ruhen lassen», mutmasst Stiel.
Trotzdem glaubt er, dass Ballack unter dem Druck der Öffentlichkeit bald resignieren wird. «Ballack wird nie mehr für Deutschland spielen», prophezeit Stiel. Dass Löw Ballack das Vertrauen als Captain ausgesprochen habe, wertet er bloss als ein verfrühtes Abschiedsgeschenk an ein Denkmal. «Löw wollte mit seiner Massnahme Ballack nicht bereits völlig demontieren», sagt der ehemalige Captain der Schweizer Nationalmannschaft. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.09.2010, 12:36 Uhr
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19 Kommentare
Zum Thema Alex Frei: Klar ist er mit vielen "negativen" Eigenschaften im menschlichen Bereich gespickt, jedoch kann er diese Eigenschaften auf dem Platz zu grossem Ehrgeiz, fairer Aggressivität und starker Leidenschaft nutzen. Einen solchen Spieler in den Reihen zu haben, tut jeder Mannschaft gut! (Es dürfen aber nicht zu viele werden) Antworten
Ballack ist sicherlich ein verdienter Spieler. Doch seine Zeit ist abgelaufen. Schlimm ist nur dass er das selber nicht bemerkt hat. Das Publikum ist gnadenlos. Jemand der nicht selber geht wird halt gegangen (ausgepfiffen!). Wieso wird hier von Frei gesprochen? Frei ist sowieso kein Thema mehr seit er gespukt hat und gnadenlos gelogen hat. Keine Vergleiche bitte mit "echten" Stars wie Ballack. Antworten










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