Basler müssen leider draussen bleiben

Das gabs noch nie im Fussball: Einreiseverbot für Basler in St-Etienne.

Schönes Städtchen, aber nicht für Basler: St-Etienne mit Kathedrale. Foto: FC Georgio/commons.wikimedia.org

Schönes Städtchen, aber nicht für Basler: St-Etienne mit Kathedrale. Foto: FC Georgio/commons.wikimedia.org

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Es ist eine Anordnung, die man so nicht jeden Tag liest. Besser: die man kaum je gelesen hat, als es um Fussball ging. Nicht nur sind beim Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals des FC Basel in St-Etienne in einer Woche keine Auswärtsfans im Stadion des französischen Erstligisten zugelassen, Basler Anhängern ist gar der Aufenthalt in der gesamten Stadt verboten.

Dies diktierten die Behörden der Präfektur Loire und begründeten es mit Sicherheitsbedenken nach den Terroranschlägen in Paris vor knapp drei Monaten – wegen des daraufhin im ganzen Land verhängten Ausnahme­zustands haben sie diese Kompetenz. Bei einem Treffen wurden die Clubs informiert, der FCB erhielt daraufhin ein Kontingent zugeteilt. Es gilt auch für Journalisten aus der Schweiz. Genauso wie der Schweizer Meister hat auch die Uefa keinen Einfluss auf diesen Entscheid.

Denn: Eine «Lex Basel» ist er nicht – das Département de la Loire tut sich generell schwer mit Fussballfans. So wurde schon Anhängern von PSG und Marseille die Anreise in die 170'000-Einwohner-Stadt untersagt. Angeblich sind Teile der lokalen Polizei wegen des Ausnahmezustands anderweitig eingesetzt und sähen sich mit einer grossen Gruppe Fussballfans überfordert.

Anders handhabt es Paris. Während in St-Etienne Nulltoleranz herrscht, sind übermorgen Samstag Gästefans uneingeschränkt im Stade de France zugelassen, wenn Frankreichs Rugby-Nationalteam im Six-Nations-Turnier Irland empfängt. Genauso dürfen am kommenden Dienstag Chelsea-Anhänger ihre Lieblinge auswärts bei PSG unterstützen – obschon einige von ihnen bei ihrem letzten Besuch negativ aufgefallen sind. Auch in Marseille hat man keine Bedenken: Fans aus Bilbao sind im Vélodrome willkommen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.02.2016, 23:28 Uhr

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