Sport
Famoser FC Basel schlägt den grossen FCB
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 23.02.2012 138 Kommentare
Basel |
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Bayern München |
86. Stocker
(baz.ch/Newsnet)
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Uli Hoeness
Uli Hoeness, die Funktionärs-Ikone des FC Bayern, meint: «Wir haben heute nicht gut gespielt. Es war aber auch ungemein schwierig auf dem sehr schlechten Platz. Wobei dieser für beide Mannschaften der gleiche war. Ich finde, ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, dennoch gratuliere ich dem FCB zum Sieg. Aber ich glaube, dass wir das im Rückspiel richten werden.»
Und zur Handschlag-Verweigerung von Franck Ribéry bei dessen Auswechslung meint Hoeness: «Wir sollten nicht über solche Dinge sprechen. Wir sind ja nicht im Mädchen-Pensionat. Sprechen wir doch über den Fussball.» (fal) -
Aufbauer Shaqiri
Xherdan Shaqiri, der im Sommer nach München wechseln wird, erklärt: «Wir sind zufrieden mit dem Resultat. Wir hatten eine schwierige Phase zu Beginn, obwohl wir dann die besseren Chancen hatten als der Gegner. Wir mussten defensiv viel arbeiten gegen die Bayern. Aber als Mannschaft haben wir den Sieg erkämpft. Natürlich war es ein spezieller Match für mich. Aber es gibt noch ein Rückspiel...»
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Goalie Sommer
FCB-Goalie Yann Sommer: «Heute hat alles geklappt. Und das Glück ist für einmal auf unserer Seite gestanden. Ich bin stolz und überglücklich. Aber es war kein einfaches Spiel. Wir haben aber gegen die Bayern gezeigt, dass wir läuferisch und konditionell auf der Höhe sind.»
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Zusammenfassung
Der FC Basel sorgt gegen Bayern München für eine weitere Sensation. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League schlägt er den Favoriten 1:0.
Der eingewechselte Valentin Stocker verwandelte in der 86. Minute mit dem Tor des Tages den ausverkauften St.-Jakob-Park – wie schon nach dem 2:1 gegen Manchester United in der Gruppenphase – in ein Tollhaus. Der Schweizer Internationale profitierte von einem glänzenden Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Jacques Zoua und bezwang Bayern-Torhüter Manuel Neuer zwischen den Beinen hindurch zum 1:0.
Es war das spektakuläre Ende einer Partie, die beste Unterhaltung geboten hatte. Der FCB verdiente sich den Sieg gegen den haushohen Favoriten dank einer kämpferisch einwandfreien und solidarischen Leistung. Einem Torerfolg waren die Basler bereits in der ersten Halbzeit zweimal sehr nahe gekommen, als sie jeweils nur die Torumrandung getroffen hatten,
Dass lange Zeit kein Tor fiel, lag an den beiden Goalies Yann Sommer und Manuel Neuer. Vor allem in der ersten halben Stunde boten die beiden Teams den 36'000 Zuschauern ein Spektakel mit mehreren hochkarätigen Torchancen. Marco Streller, Aleksandar Dragovic und Alex Frei hätten den FCB zwischen der 15. und 19. Minute in Führung schiessen müssen. Streller zwang nach einer Flanke von Markus Steinhöfer Bayerns Torhüter Neuer zu dessen ersten Parade des Spiels.
Nach dem anschliessenden Corner musste der deutsche Nationaltorhüter in extremis retten, als er den Kopfball von Dragovic an den Pfosten lenkte und Holger Badstuber den Ball von der Linie drosch. Die grösste Chance bot sich allerdings Alex Frei. Der FCB-Topskorer traf nach herrlicher Vorarbeit von Park mit seiner Direktabnahme die Latte.
Allerdings hätte der FCB zu diesem Zeitpunkt bereits in Rückstand liegen können. Sommer verhinderte in der Startphase mit zwei Glanzparaden gegen Franck Ribéry ein frühes Basler Handicap. Der Basler Nummer 1 zeigte eine brillante Partie und avancierte neben Torschütze Stocker zum Matchwinner. Sommer bewahrte das Heimteam auch nach der Pause gegen Philipp Lahm (68.) und Mario Gomez (72.) vor einem Verlusttreffer. Und von einem Bodycheck von Thomas Müller liess sich der 23-jährige Keeper nur vorübergehend in die Kine zwingen.
Mit dem ersten Sieg im vierten Duell mit den Münchnern schuf sich der FC Basel eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel vom Dienstag, 13. März in München. Für den deutschen Rekordmeister war es die erste Niederlage in der laufenden Champions-League-Kampagne. (si) -
Trainer Vogel
FCB-Coach Heiko Vogel sagt: «Defensiv war alles ok. Ich habe in der Pause gesagt, dass wir den Ballbesitz besser ausnützen müssen. Das ist uns auch gelungen. Natürlich habe ich auch Glück gehabt mit den Auswechslungen. Jetzt wollen wir die gute Ausgangslage im Rückspiel vergolden. Meine Mannschaft hat einen unglaublichen Willen, ein Selbstverständnis und ein gesundes Selbstvertrauen.»
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Joker Stocker
Torschütze Valentin Stocker erklärt gegenüber SF: «Das ist ein schon ein besonders schönes Tor. Aber es ist noch nicht fertig, wir haben ja leider noch ein Rückspiel (schmunzelt). Ich habe mir vorgenommen, gestärkt aus meiner Verletzungsphase zurückzukommen. Das ist mir bisher auch gelungen. Aber meine Kraft reich noch nicht für 90 Minuten.»
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Telegramm
Basel - Bayern München 1:0 (0:0)
St.-Jakob-Park. - 36'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Rizzoli. - Tor: 86. Stocker (Zoua) 1:0.
Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic, Park; Shaqiri (83. Zoua), Huggel, Xhaka, Fabian Frei (66. Stocker); Alex Frei (90. Cabral), Streller.
Bayern München: Neuer; Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm; Timoschtschuk, Alaba; Robben, Kroos (89. Olic), Ribéry (71. Müller); Gomez.
Bemerkungen: 16. Neuer lenkt Kopfball von Dragovic an den Pfosten. 19. Lattenschuss Alex Frei. Basel ohne Chipperfield, Yapi (beide verletzt), Kusunga (krank) und Voser (rekonvaleszent), Bayern München ohne Contento, Schweinsteiger und Van Buyten (alle verletzt). Verwarnungen: 63. Abraham. 72. Müller. 83. Rafinha (alle Foul). -
94'
Abpfiff
Aus, das wars! Der FCB schlägt Bayern 1:0, unglaublich!!!!
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93'
Steinhöfer holt gar noch einen Corner heraus.
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92'
Zoua zaubert sich durch die Bayern-Abwehr, wird aber geblockt.
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91'
Der FCB verteidigt mit Mann und Maus gegen die Bayern-Schlussoffensive.
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91'
Die Nachspielzeit beträgt 4 Minuten. Das werden lange 4 Minuten...
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90'
Wechsel
Bayern forciert die Offensive, Basel die Defensive: Alex Frei darf raus, Cabral rein.
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89'
Wechsel
Wechsel von Bayern: Olic ersetzt Kroos.
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88'
Damit haben die beiden eingewechselten Spieler das Tor in Koproduktion erzielt. Das nennt man wohl ein goldenes Händchen von Vogel!
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86'
Tor!
TOOOOOOOOOR! STOCKER trifft auf Pass von Zoua!
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83'
Wechsel
Der «Zauberzwerg» hat sein Soll erfüllt: Jacques Zoua ersetzt Xherdan Shaqiri, der gut gespielt hat.
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83'
Gelbe Karte
Rafinha holt Alex Frei von den Beinen und wird verwarnt.
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82'
Robben schiesst ziemlich uninspiriert von halbrechts weit übers Tor. Ein erster Verzweiflungsschuss?
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81'
Nach einem guten hohen Pass in den Sechzehner von Xhaka wird Alex Frei aus dem Offside zurückgepfiffen.
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80'
Stocker hat Schwung auf links gebracht, holt eine Ecke heraus.
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79'
Badstuber mit einem Einsatz am Rande der Legalität gegen Alex Frei. Dieser revanchiert sich beinahe mit einer Unsportlichkeit.
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77'
Bayern spielt sich bis in den Fünfmeterraum vor, doch Abraham blockt Robbens Schuss.
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76'
Shaqiri schickt Streller, doch mit dessen Hereingabe weiss Stocker nichts anzufangen.
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75'
Alles in Ordnung, Sommer steht wieder.
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73'
Gelbe Karte
Wieder eine Glanztat von Sommer, der gegen Gomez rettet. Müller steigt hart gegen Sommer ein und sieht zu Recht Gelb. Sommer muss gepflegt werden.
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72'
Der erste Abschluss von Valentin Stocker, doch der Schuss ist zu schwach.
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71'
Wechsel
Auch Heynckes bringt frisches Blut in den Angriff: Thomas Müller kommt für Ribéry, der nach der Pause abgebaut hat.
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68'
Lahm zieht in die Mitte und schiesst aus 20 Metern. Sommer ist aber immer noch tadellos.
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66'
Wechsel
Vogel reagiert: Valentin Stocker ersetzt Fabian Frei.
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65'
Ein brandgefährlicher Freistoss für Bayern, doch Robben bringt den Ball nicht bis aufs Tor.
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63'
Gelbe Karte
Nachdem Robben Park ausgespielt hat, stoppt Abraham den Holländer mit einem Foul hart an der Strafraumgrenze und wird verwarnt.
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62'
Ein gefährlicher Aufsetzer von Alaba von halbrechts, doch der Ball geht am Tor vorbei.
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62'
Schiedsrichter Rizzoli lässt sehr viel laufen – zu viel nach dem Geschmack des Heimpublikums.
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61'
Ribéry überläuft Huggel, aber Abraham ist zur Stelle.
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60'
Wenig Überraschendes vom Speaker: 36000 Zuschauer, ausverkauftes Haus.
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59'
Neues Schuhwerk für Alex Frei. Der FCB muss kurzfristig auf ihn verzichten.
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58'
Ein kniffliger Zweikampf zwischen Gomez und Dragovic, doch der Penaltypfiff bleibt aus.
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57'
Toni Kroos wirds zu bunt mit der vielbeinigen Basler Verteidigung und schiesst aus der Distanz – daneben.
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55'
Abraham läuft Ribéry den Ball mit Körpereinsatz ab. Doch ein Pfiff kommt nicht, obwohl der Franzose die Hände verwirft.
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51'
Möglichkeit für Fabian Frei, aber Badstuber ist noch etwas schneller als der Thurgauer. Der Pass in die Tiefe kam von Xhaka, der ein gutes Spiel macht.
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49'
Die erste Chance der zweiten Halbzeit gehört dem FCB: Shaqiri flankt auf Streller, doch dessen Kopfball ist zu harmlos.
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46'
Weder Heiko Vogel noch Jupp Heynckes haben einen Wechsel vorgenommen.
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46'
Anpfiff
Und weiter gehts mit dem grossen Duell in der zweiten Halbzeit!
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Pauseninterview
Heiko Vogel: «Ich bin zufrieden, dass wir ohne Gegentor in die Pause gehen. Obwohl, wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Wir müssten unseren Ballbesitz besser ausnützen und natürlich unsere Chancen nutzen. Solche Chancen darf man gegen keinen Gegner auslassen.»
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45'
Abpfiff
Pünktlich wird zum Pausentee gebeten, keine Tore in Halbzeit 1.
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44'
Philipp Lahm hat einen Schiedsrichter-Entscheid korrigiert: Es gibt Abstoss anstatt Corner. Sehr fair vom Münchner Captain.
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42'
Gomez läuft einen Konter selbst fertig, doch schiesst genau auf Sommer.
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40'
Nach einem Beinschuss von Rafinha holt Fabian Frei diesen von den Beinen.
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38'
Nach einer Flanke von Rafinha kommt Gomez ziemlich frei zum Kopfball, trifft ihn aber nicht richtig. Da hat David Abraham nicht aufgepasst.
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37'
Shaqiri und Fabian Frei haben die Seiten getauscht. Nun haben wir das Direktduell Robben gegen Shaqiri!
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36'
Ribéry prüft Sommer mit einem Flachschuss aus 20 Metern. Prüfung bestanden!
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35'
Shaqiri flankt auf Fabian Frei, aber Badstuber hat aufgepasst und blockt den Basler.
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33'
Robben lanciert Rafinha, aber der Brasilianer findet keine Anspielstation mit seinem Rückpass.
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31'
Gomez beschäftigt die Basler Abwehr, doch Park kann ihm den Ball vom Fuss wegschlagen.
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29'
David Alaba zieht aus 20 Metern ab, doch Sommer ist wieder auf dem Posten.
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28'
Ballverhältnis in der ersten halben Stunde: Basel 36, Bayern 64 Prozent.
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27'
Ribéry rutscht ein Zuspiel von Mario Gomez unter der Sohle durch. Zum Glück, sonst wäre er am linken Flügel durch gewesen.
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24'
Nach einem zügigen Angriff über Shaqiri und Alex Frei bleibt Fabian Frei an der Bayern-Abwehr hängen.
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22'
Streller wartet bei einem Konter zu lange mit dem Abspiel auf Alex Frei – Offside. Aber Neuer hätte den Ball ohnehin gehalten.
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19'
Alex Frei donnert den Ball mit links volley an die Latte! Die gute Vorarbeit stammte von Park. Jetzt muss doch das 1:0 bald fallen!
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16'
Der FCB schlägt zurück: Flanke Steinhöfer auf Streller, doch Neuer lenkt den Ball aufs Tor. Dann doppeln die Basler gleich noch mit einem Pfostenschuss nach: Dragovic köpfelt eine Shaqiri-Flanke, aber Neuer lenkt den Ball an den Pfosten.
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15'
Die erste Viertelstunde ist ganz klar an den Favoriten gegangen. Doch werden sich die vergebenen Chancen für Bayern rächen?
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13'
Huggels Pass auf Alex Frei ist zu steil. Manuel Neuer fängt den Ball ab.
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12'
Shaqiri verliert den Ball an Lahm, dieser spielt auf Ribéry, aber wieder ist Sommer zur Stelle. Bis jetzt eine ganz starke Leistung des Basler Torhüters.
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10'
Der FC Basel ist defensiv mittlerweile gut organisiert. Bayern muss oft quer spielen.
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8'
Steinhöfer läuft nach einem langen Pass bis an die Grundlinie durch. Seine Hereingabe erreicht Shaqiri, doch dieser wird geblockt. Das wäre ein Ding, wenn Shaqiri gegen seinen künftigen Arbeitgeber treffen würde!
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7'
Ribéry sucht den Kontakt zu Robben, geht oft auf die rechte Seite. Da muss Fabian Frei hinten aushelfen.
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3'
Bereits die erste Grosschance für Bayern: Robben lanciert Ribéry, der nimmt den Ball mit der Brust an und scheitert am hervorragend reagierenden Yann Sommer. Das wäre ein Fehlstart gewesen...
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1'
Anpfiff
Das Spiel läuft!
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Paul Breitner
«Bei uns zuhause werden viele sagen: Das wird ein lockeres Weiterkommen für den FC Bayern. Von unserer Mannschaft wird nach der Basler Leistung gegen Manchester United kein einziger Spieler den FC Basel unterschätzen. Bayern ist dann Favorit, wenn er eine andere Leistung zeigt, als am letzten Samstag gegen Freiburg.»
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«Wär nit gumpet isch kai Basler», skandiert die Muttenzerkurve schon 20 Minuten vor Anpfiff. Die Kälte kann nicht der Anlass sein, die Temperaturen waren schon tiefer im St. Jakob-Park.
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Franz Beckenbauer
«Xherdan Shaqiri wird sich in München durchsetzen müssen, aber er hat das Zeug dazu.»
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Franz Beckenbauer
Der «Kaiser» im TV-Interview: «Basel ist immer eine Reise wert. Eine wunderschöne Stadt, ein sehr guter Club. Das wird alles andere als ein Selbstläufer für Bayern. Wir müssen eine Erfolgsserie starten, um die Kritik zu beenden.»
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Beim FCB ist alles wie angenommen. Am linken Flügel startet Fabian Frei. Heiko Vogel behält sich Valentin Stocker wohl als Einwechseloption, um gegebenenfalls frischen Wind in die Offensive zu bringen.
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Aufstellung FC Basel
1 Sommer
27 Steinhöfer
19 Abraham
6 Dragovic
3 Park
17 Shaqiri
8 Huggel
34 Xhaka
20 Fabian Frei
9 Streller
13 Alex Frei -
Überraschung in der Startaufstellung der Bayern: Statt Luiz Gustavo spielt Anatoli Timoschtschuk im defensiven Mittelfeld neben dem jungen Österreicher David Alaba. In der Offensive kommt wie angenommen die berühmte Flügelzange mit Franck Ribéry und Arjen Robben zum Einsatz.
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Aufstellung Bayern
1 Neuer
13 Rafinha
17 Boateng
28 Badstuber
21 Lahm
44 Timoschtschuk
27 Alaba
10 Robben
39 Kroos
7 Ribéry
33 Gomez -
Während Xherdan Shaqiri ein kurzer Blick auf den Joggeli-Rasen genügt, verschafft sich Arjen Robben mit grossen Kopfhörern ausgerüstet einen eingehenden Eindruck von der Spielunterlage. Der Holländer dürfte in der Startaufstellung der Bayern stehen.
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Jetzt begeben sich auch die FCB-Spieler in die Katakomben des Stadions.
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Die Bayern-Spieler sind soeben mit dem Car im St. Jakob-Park angekommen und begutachten nun den Rasen.
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Ausgangslage
Die Rollen sind klar verteilt. Daran ändert der kolossale Coup gegen Manchester United wenig. Basel startet auch gegen den FC Bayern aus der Position des krassen Aussenseiters. Die Münchner brillierten seit dem Jahreswechsel zwar kaum je. Aber das internationale Renommee des Bundesligisten ist nicht zu vergleichen mit jenem der Bebbi. Für den deutschen Rekordmeister sind nur die höchsten europäischen Ansprüche gut genug.
Der Achtelfinal soll für Jupp Heynckes' Equipe eine Zwischenstation sein. Die Organisation mit rund 328 Millionen Euro hat bedeutend mehr vor. Der Termin für das Highlight des Jahres ist erst am 19. Mai reserviert: Die Qualifikation fürs Endspiel steht zuoberst im Münchner Wunschprogramm, erst dieser Programmpunkt löst in der Allianz-Arena einen erhöhten Pulsschlag aus.
Aus Sicht der Herausforderer ist die Grössenordnung der beiden Spiele natürlich eine diametral andere: Es geht um mehr Geld (über sechs Millionen Franken) als je zuvor in einem Achtelfinal mit Schweizer Beteiligung. Der FCB steht abermals nahezu global im Zentrum der Beachtung. Bayern ist wie ManU ein Schwergewicht mit weltweiter Ausstrahlung. Basel besitzt die erstklassige Chance, den ohnehin schon beträchtlichen Imagegewinn erneut zu vermehren. Dem besten Schweizer Klub steht eine weitere magische Europacup-Nacht bevor.
Massenandrang in Basel
Im Gegensatz zu den Gästen dreht sich beim FCB die Debatte seit Wochen nahezu nur noch um das wichtigste Heimspiel seit der Klubgründung vor 112 Jahren. Rot-Blau ist ausnahmslos vom Europacup-Fieber erfasst worden. Auch den Spielern ist es zuletzt schwergefallen, sich auf das profane Geschäft zu konzentrieren. Täglich wurden sie zur Aufgabe befragt. Jede Regung auf dem Trainingsplatz registrierten die Beobachter.
Der Triumph gegen Manchester United löste auf jeder Basler Ebene einen Massenandrang aus. Der Stab um Heiko Vogel und die Spieler selber erlebten eine neue Dimension. Das Interesse überstieg den bisherigen Massstab um Längen. Ob die FCB-Vertreter all die positiven, aber auch energieraubenden Begleitumstände gut verarbeitet haben, wird sich nun weisen.
Ein ganz so unbeschwerter Auftritt ist wohl kaum mehr möglich. Europäische Nobodys sind sie längst keine mehr. Mit dem Aussenseiterbonus dürfen die Bebbi jedenfalls nicht mehr kalkulieren. In München haben sie die Qualitäten der Schweizer schon vor dem ersten Anspiel erkannt. Das Out Manchesters hat auch die Prominenz von der «Säbener Strasse» aufgeschreckt: «Das soll eine Warnung sein», verlangt Trainer Jupp Heynckes.
Rummenigges Ansprache
Bayerns Gentleman an der Linie unterschätzt das Format des Widersachers nicht: «Basel steht nicht umsonst im Achtelfinal der Champions League. In der Gruppenphase haben sie eine wunderbare Haltung demonstriert.» Die Organisation und Zusammenstellung des Teams von Heiko Vogel hat «ihm imponiert». Und Mario Gomez, der Topskorer der Bayern, legte pflichtbewusst nach: «95 Prozent genügen nicht. Wenn man es ein bisschen lockerer angeht, erlebt man ein blaues Wunder.»
Die Anspannung im Kreis der Münchner war auch bei ihrem kurzen Auftritt vor den Medien spürbar. Der «sehr holprige Start» (Heynckes) zur Rückrunde mit nur zwei Siegen, aber mehreren Enttäuschungen (1:3 in Mönchengladbach und 0:0 in Freiburg) haben die Tonlage bereits verschärft. Der VR-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hat das Team am Montag in einer offenbar ziemlich dezidierten Ansprache an die Vorstellungen der Führungsetage erinnert.
Vor allem das torlose Remis in Freiburg beschleunigte die allgemeine Unzufriedenheit. Rummenigges Auftritt im Auditorium der Bayern-Zentrale dürfte Wirkung zeigen; zumal Heynckes den Appell seines Vorgesetzten begrüsste. Die Gefahr, dass auch nur ein einziger Professional die Aufgabe in Basel unterschätzen könnte, halten die Kommentatoren im Süden Deutschlands jedenfalls für gering.
Basler auf neuer Flughöhe
Für Münchner Verhältnisse ist die Situation zwar bereits «alarmierend», aber die Klagen werden auf einem hohen Niveau formuliert. Heynckes Team ist in der Liga nach wie vor (in Reichweite Dortmunds) an dritter Stelle klassiert. Im Cup stehen sie im Halbfinal. Und in der Champions League hat der FCB mehrfach brilliert und sich ohne das geringste Problem für die Top 16 qualifiziert. «Keiner sollte Bayern unterschätzen», warnte Heynckes allzu verwegene Optimisten deshalb.
Der Ausfall von Bastian Schweinsteiger tut den Bayern weh. Aber das Kader ist erstklassig besetzt. «Spielerisch sind sie auch ohne Schweinsteiger eine Klasse besser als Manchester United», ist Granit Xhaka überzeugt. Er ortet die Gefahr in den Couloirs: «Die beiden Flügel sind extrem gefährlich - vor allem Ribéry. Er ist in absoluter Topform.»
Aber in Ehrfurcht erstarrt der Basler Jungstar nicht. «Schon gegen ManU hatten doch von zehn neuneinhalb gedacht, wir würden chancenlos rausfliegen.» An die Gruppen-Spiele 2010 gegen München erinnert er sich noch genau. «Zuhause (1:2) führten wir lange. Im Rückspiel (0:3) vergaben wir am Anfang drei hundertprozentige Chancen.» Das werde ihnen kein zweites Mal mehr passieren, verspricht der 19-Jährige.
Mit seiner Meinung steht Xhaka nicht exklusiv da. Die Bebbi haben in einer weiteren europäischen Kampagne wertvolle Erfahrungen gemacht. Die junge Garde um Xherdan Shaqiri, Fabian Frei, Xhaka oder Aleksandar Dragovic tritt mittlerweile in prekären Situationen cleverer auf. Und wer sich in Manchester von einem 0:2-Rückstand nach 15 Minuten nicht aus dem Konzept bringen lässt, der darf von sich behaupten, auf eine neue Flughöhe aufgestiegen zu sein. (si)
Erstellt: 22.02.2012, 23:59 Uhr
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