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«Das ist der grosse Sieg von Lucien Favre»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 30.05.2011
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Der ehemalige Nationalspieler wollte mit der «Initiative Borussia» die Macht an sich reissen und Sportdirektor werden. Präsident Rolf Königs und Sportdirektor Max Eberl sollten gestürzt werden. Doch das Abstimmungsergebnis an der Mitgliederversammlung wurde für Effenberg zum Desaster. Von 4769 Stimmen erhielt der ehemalige Bayern-Star gerade mal 335, 4269 stimmten gegen den Putschisten, 165 enthielten sich. Um an die Macht zu kommen, hätte Effenberg eine Zweidrittelmehrheit gebraucht.
Aufatmen kann auch Gladbachs Trainer Lucien Favre. Seine Chefs, die ihn engagiert haben, machen also weiter. Zwar hatte der Schweizer mit Gladbach die Sensation geschafft und den Verein aus einer schier hoffnungslosen Situation noch vor dem Abstieg bewahrt. Doch auch der Rettungsengel hätte sich bei einer Machtübernahme überhaupt nicht mehr sicher sein können, auch wenn Effenberg die Arbeit des Romand stets gelobt hatte. «Effenberg ist vor allem gescheitert, weil Lucien Favre den Ligaerhalt geschafft hat», sagt der ehemalige Gladbacher Torhüter Jörg Stiel gegenüber baz.ch/Newsnet. Das habe die Situation im Verein entschärft. Bei einem Abstieg wäre möglicherweise der Umbruch möglich gewesen, glaubt Stiel. «Und dann hätte auch Favre über kurz oder lang ein Problem bekommen», mutmasst der Moderator des Fussball-Talks «kick-it » im Schweizer Sportfernsehen.
«Jetzt kann Favre in Ruhe arbeiten»
«So wie es gelaufen ist, ist es einfach nur geil», sagt Stiel. Effenberg habe eine seiner grössten Niederlagen seiner Karriere einstecken müssen. Sportdirektor Max Eberl könne jetzt mit Favre in aller Ruhe die neue Saison planen. «Eberl ist ein hervorragender Sportdirektor», lobt Stiel. Er habe auch stets die richtigen Transfers gemacht. «Die Mannschaft hatte immer Qualität und jetzt mit Favre auch den richtigen Trainer, der eine Philosophie hat», sagt Stiel. Das sei auch das grosse Verdienst von Max Eberl, dem Stiel eine grosse Karriere als Sportdirektor voraussagt. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.05.2011, 12:42 Uhr




