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«Das war dumm und unprofessionell»

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 06.12.2011 6 Kommentare

GC-Torhüter Roman Bürki erklärt gegenüber baz.ch/Newsnet, wie er seine Tätlichkeit im Spiel gegen Thun verarbeitet.

1/4 Schiedsrichter San Fedayi zeigt GC-Keeper Roman Bürki Rot und schickt ihn vom Feld.
Bild: Keystone

   

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Stand: 23.05.2012 22:13

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Der 21-Jährige hatte in der Nachspielzeit, in der 96. Minute, den Thuner Thomas Reinmann mit einem Faustschlag regelrecht niedergestreckt. Ref Fedayi zog Rot und verwies den Sünder nach Konsultation des Linienrichters des Feldes. «Ich habe der Mannschaft mit meinem Verhalten schwer geschadet», sagt die Leihgabe von YB. Dafür gäbe es keine Entschuldigung. GC-Trainer Ciri Sforza hatte sich über die Tätlichkeit seines Torhüters grenzenlos aufgeregt und Bürkis Aussetzer aufs Schärfste kritisiert. Bürki drohen nun bis zu vier Spielsperren. Er muss auch mit internen Sanktionen rechnen.

«Ich muss mich disziplinieren»

«Ich bin von mir selber am meisten enttäuscht», sagt Bürki und beweist mit diesem Statement, dass er absolut kritikfähig ist und Fehler durchaus zugeben kann. Roman Bürki gehört zweifelsohne zu den grossen Talenten im Schweizer Fussball. Er hat die Fähigkeiten, eine grosse Karriere zu machen. Doch dazu muss er sich im Spiel mässigen können. «Ich weiss , dass ich mich disziplinieren und meine Nerven besser unter Kontrolle haben muss», gibt Bürki unumwunden zu. Er werde aus dieser unangenehmen Geschichte die richtigen Lehren ziehen. «Was ich gemacht habe war dumm und unprofessionell. »

«Dann hätte er sogar einen Elfmeter gepfiffen»

Roman Bürki spricht von einem nervenaufreibenden Spiel gegen Thun. «Wir haben uns schwer getan und nicht gut gespielt», sagt er. Zum Sieg habe es ein Geniestreich von Zuber gebraucht. Da seien immer mehr Emotionen aufgekommen. «Als ich den letzten Eckball aus der Luft pflückte, hätte der Ref das Spiel eigentlich schon lange beenden müssen», sagt Bürki. Er habe dann noch einen letzten Konter einleiten und das Spiel schnell machen wollen. Da habe ihn Reinmann zurückgerissen. «Da habe ich völlig falsch reagiert und mich ohne Not zu dieser wirklich Unbeherrschtheit und Tätlichkeit hinreissen lassen», so Bürki. Er habe sich inzwischen bei der ganzen Mannschaft entschuldigt.

Auf mildernde Umstände kann Bürki bei der Disziplinarkommission hoffen. Denn Reimann hatte ihn durch sein Foul zu dieser Reaktion provoziert und wurde deshalb ebenfalls verwarnt. Bürki erklärt sogleich auch, dass die Sache noch viel schlimmer hätte herauskommen können. «Der Ref hatte das Spiel wegen Reimanns Foul unterbrochen. Hätte er das nicht getan, hätte meine Tätlichkeit sogar noch zu einem Elfmeter und möglicherweise zum Thuner Ausgleich geführt.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.12.2011, 12:33 Uhr

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6 Kommentare

Chris Gubser

06.12.2011, 13:39 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Nicht so schlimm Roman, guter Charakter gezeigt mit der Entschuldigung. Das hat jeder in seiner Laufbahn schon einmal erlebt. Solche Erfahrungen lernen einem weiter zu kommen. Weiter Gas geben - es kommt gut. Antworten


oliver brunner

06.12.2011, 14:14 Uhr
Melden 2 Empfehlung

es war eine tätlichkeit, bürki wollte sich recht grob aus dem klammergriff des gegners lösen, der ihn zurückhielt. "...mit einem Faustschlag regelrecht niedergestreckt..." ist hingegen total boulevard. er ist jung und darf auch mal überreagieren, er wird ja dafür bestraft. aber es war kein bewusster angriff, schon gar nicht auf den mann. wer emotionslosen schlafmützenfussball gucken will -> yb,fcz Antworten



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