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«Der Ref hatte eine rot-blaue Brille an»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 07.03.2011 93 Kommentare
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«Eigentlich ist der Montag stets mein einziger freier Tag in der Woche», sagt der Zürcher gegenüber baz.ch/Newsnet. Geniessen könne er ihn aber diesmal nicht wirklich. Bickel ist emotional immer noch unter Strom. Auch er weiss, dass bei sieben Punkten Rückstand auf Leader Basel der Titel vorerst in weite Ferne gerückt ist.
«Ja, ich bin immer noch hässig», sagt er spontan. Der Sportchef geht mit seiner eigenen Mannschaft, aber auch mit Schiedsrichter Stephan Studer ins Gericht. Bickel betreibt Ursachenforschung. «Eigentlich haben wir über weite Strecken sehr gut gespielt», bedauert er. Im gleichen Atemzug streicht er aber auch das Unvermögen der eigenen Mannschaft heraus. Da gebe es überhaupt nichts zu beschönigen. Dem Team fehle ganz eindeutig ein Spieler mit dem sogenannten Killerinstinkt. «Vor dem Basler Ausgleich hätten wir mit drei Toren in Führung liegen müssen», sagt Bickel und nennt als Paradebeispiel für Effizienz den Basler Alex Frei, der zwei Tore erzielt hatte.
«Das Foul an Mehmedi war ein klarer Penalty»
Der FCZ habe dann aber auch noch viel Pech gehabt, räumt Bickel ein. «Torschütze Chermiti wurde übel, weil er offenbar etwas Schlechtes gegessen hatte. Er musste schon nach 25 Minuten durch Alphonse ersetzt werden», so Bickel. Alphonse und Béda habe man dann auch noch verletzungsbedingt vorzeitig aus dem Spiel nehmen müssen. Bickel spricht von eigenem Unvermögen und von Pech. Aber auch von Schiedsrichter Studer. «Im Zweifelsfall hat er eindeutig für Basel gepfiffen», sagt Bickel. Der Ref habe in diesem Spiel durch eine rot-blaue Brille seine Entscheidungen gefällt und den FCZ benachteiligt. «Er hat uns einen Elfmeter verweigert und hätte zudem noch zwei Basler vorzeitig des Feldes verweisen müssen», ärgert er sich.
«Das Foul von Cabral an Mehmedi war ein klarer Elfmeter», sagt er. Der Ref habe dann Mehmedi für eine angebliche Schwalbe auch noch verwarnt. Bickel nennt noch weitere Beispiele. «Als Schönbächler alleine in den Stafraum hätte ziehen können, wurde er von einem Basler gestossen und um eine grosse Chance gebracht», so Bickel. Das sei ebenfalls eine klare rote Karte gewesen. «In einer weiteren Szene wurde Schönbächler wieder von Cabral auf dem direkten Weg zum Tor gefoult und regelrecht zurückgerissen», ereifert er sich weiter. In dieser Szene hätte der Ref ebenfalls auf Rot entscheiden können. «Aber eben. Er pfiff im Zeifelsfall für den Angeklagten.» Basels Trainer Thorsten Fink habe sehr wohl gewusst, weshalb er Cabral zur Halbzeit ausgewechselt hat.
Weshalb schont Bickel Guatelli?
Bickel ärgert sich zu Recht. Er hätte sich aber auch über seinen eigenen Torhüter Andrea Guatelli aufregen können. Obwohl der Italiener bei zwei Toren nicht gerade vorteilhaft ausgesehen hatte, wollte Bickel ein gutes Spiel Guatellis gesehen haben. Doch bei dieser Beurteilung liegt er ebenso falsch, wie Studer bei manchen seiner Entscheidungen.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.03.2011, 11:03 Uhr
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93 Kommentare
@Mike Müller: Besonders gut lassen sich die gefällten Offside-Entscheidungen im TV nachkontrollieren. Dann würde es nämlich 5:1 stehen. Das ist matchentscheidend! Ich würde empfehlen, nächstes Mal wieder mal einen Einwurf 38m weiter vorne auszuführen.... Antworten

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