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Der neue König
Von Christoph Kieslich. Aktualisiert am 14.05.2011 6 Kommentare
Die Torschu?tzenkönige der Schweiz seit 1991.
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Diese Prognose darf man mit weniger Risiko als in der Meisterschaftsfrage wagen: Platz 1 in der Torschützenliste der Super League ist Alex Frei nicht mehr zu nehmen. Zehn Tore mehr als der Zweitplatzierte, Dauerbrenner Mauro Lustrinelli im Trikot der AC Bellinzona, hat Frei erzielt. Seine Laufbahndaten hat er damit bereits drei Runden vor Schluss um eine neue Bestmarke erweitert: Noch nie traf er so häufig in einer Meisterschaft. Letzte Saison, der ersten nach der Rückkehr aus der Bundesliga in die Schweiz, waren es 15 Frei-Tore.
Mit seinen aktuell 24 Goals reiht sich der Biel-Benkener bereits ein in die Liste der gefährlichsten Stürmer der Super League und Nationalliga A. Bis 1980 zurückgehend (Claudio Sulser schoss in der Saison 79/80 für die Grasshoppers 25 Tore), haben in 31 Spielzeiten nur acht Spieler mehr als 24 Tore erzielt. Mit der Torjägerkrone wird Frei 2011 seinen Namen verewigen in den Statistiken des Schweizer Fussballs, wo er als Rekordtorschütze der Nationalmannschaft (42 Tore in 84 Länderspielen) bereits einen Platz besetzt, den ihm so schnell keiner streitig machen wird.
Flaute im Herbst
In 32 Super-League-Einsätzen dieser Saison hat Frei im Schnitt 0,8 Tore erzielt, die gleiche Quote, die er im ersten Jahr in Rotblau erreichte (15 Tore in 19 Spielen). Zehn seiner aktuell 24 Treffer markierte Frei vor der Winterpause. Bemerkenswert ist die Flaute zwischen dem 12. September (und dem 1:2-Anschlusstreffer beim 2:2 in Bern) und dem 4. Dezember (als er bei FCB–YB für das 1:1 und den 3:1-Siegtreffer sorgte), als Frei in acht Spielen ohne Torerfolg blieb. In dieser Zeit erzielte er allerdings drei Tore in den sechs Gruppenspielen der Champions League.
Was Alex Frei seit Jahresbeginn aneinandergereiht hat und was in den beiden Toren zum 2:2 in Zürich am Mittwoch gipfelte, ist ausserordentlich. In 15 Spielen traf er 14-mal, nur zweimal gegen den FC Sion (1:0-Heimsieg durch Xherdan Shaqiris Tor und 0:3-Auswärtsniederlage) hatte Frei Ladehemmung. Und beim 4:0-Sieg in Bellinzona fehlte er Gelb-gesperrt.
Vier Doppelpacks und ein Hattrick
20 seiner 24 Tore hat Frei aus dem Spiel heraus erzielt. Es war lediglich ein Penalty dabei, den er zum 4:0 beim 4:1-Heimsieg über Xamax im August verwandelte. Nur einen weiteren Elfmeter erhielt der FCB in dieser Saison zugesprochen (Fwayo Tembo traf beim 3:3 in Bern). Dazu kommen drei Freistosstore, die allesamt schön anzusehen waren und von denen der aus rund 30 Metern getretene Ball zum 2:1-Auswärtssieg bei den Grasshoppers der spektakulärste war. Vier Doppelpacks erzielte Frei – und gegen Xamax traf er sogar dreimal.
Das sind alles überragende Leistungsdaten, sein Trainer betrachtet – bei aller Bewunderung – das Phänomen Frei aber auch nüchtern: «Er macht das, was ich von einem Führungsspieler erwarte: das Heft in die Hand zu nehmen», sagte Thorsten Fink nach dem Spitzenkampf in Zürich und Freis Saisontoren Nummer 23 und 24. Der Rechtsfuss Frei trifft mit links wie mit rechts, selten mit dem Kopf, und er verkörpert schlicht das, was man im Fussball unter einem Stürmer versteht, der den Riecher dafür besitzt, wo er stehen muss, wohin er sich absetzen muss, und der im entscheidenden Augenblick Ruhe und Schusstechnik besitzt. Und: «Er lässt seinen Worten Taten folgen», meint Fink anerkennend.
Ein Duo als Segen
Für den FCB-Trainer ist es ein Segen, gleich zwei Stürmer von grossem Format zu haben: «Streller und Frei passen perfekt zusammen», sagt Fink, «mal trifft der eine, mal der andere.» Abgesehen davon, dass sich Streller und Frei auch einige Assists teilen, sieht das so aus: Vergangene Saison schoss Streller 21 Tore und Frei 15. In dieser Saison steht Streller bei zehn Toren, wobei ihm nach der Winterpause nur noch zwei Treffer geglückt sind und er jetzt schon seit sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartet. Vergangene Saison erzielte das Duo 36 von 90 FCB-Toren, aktuell beträgt sein Anteil sogar 50 Prozent an der Gesamtzahl von 68 Toren.
Am Sonntag wird der FC Thun versuchen, die Kreise von Frei und Co. zu stören. Murat Yakin ist das bereits einmal gelungen bei seinem ersten Auftritt als Trainer im Joggeli und dem 3:1-Auswärtssieg. «Es ist Konzentration und ein Stück Cleverness der Verteidiger nötig, um einen Stürmer wie Alex Frei erst gar nicht an den Ball kommen zu lassen», sagt der 36-jährige Yakin, der mit dem bald 32-jährigen Frei drei Jahre lang in der Nationalmannschaft zusammen gespielt hat: «Denn wenn er den Ball im Strafraum hat, passiert meistens etwas.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 14.05.2011, 11:48 Uhr
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6 Kommentare
Ich will ja nicht unken aber wenn man sieht von wo die letzten 3 Torkönige herkommen und dass dann doch nicht gereicht um den Titel zu holen, hoffe ich doch dass auch noch ein paar andere Bebbis noch ein paar Tore machen und irgend jemand den Bus vor unser Tor parkiert Antworten

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