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Die Durststrecke des FCZ-Schrecks

Von Marcel Rohr. Aktualisiert am 13.08.2011 3 Kommentare

FCB-Stürmer Marco Streller hat seit 12 Spielen kein Tor mehr geschossen. Doch seine Bilanz gegen die Zürcher macht dem Aescher Mut.

Seit 12 Spielen oder 1105 Minuten hat Marco Streller in der Super League saisonübergreifend kein Tor mehr erzielt.

Seit 12 Spielen oder 1105 Minuten hat Marco Streller in der Super League saisonübergreifend kein Tor mehr erzielt.
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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

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Steilpass von Konditionstrainer Marco Walker, Schuss Marco Streller. Der Ball klatscht aus 18 Metern Entfernung an den Pfosten, von dort an den Hinterkopf von Keeper Massimo Colomba – und ins Tor. Schallendes Gelächter der Mitspieler. Streller jubelt demonstrativ. Colomba hält sich den Kopf und fragt: «Was lacht ihr so blöd?» Und Trainer Thorsten Fink sagt: «Pipi, ich sage dir, das Glück kommt zurück. Letzte Woche wäre dieser Ball nicht reingegangen.» Pipi – das ist der Übername des neuen Captains des FC Basel. Die Szene mag eine von vielen gewesen sein an diesem Morgen auf dem Trainingsplatz, für Fink nicht: «Sie sehen ja, wie seriös Marco im Training arbeitet und wie er die Tore macht.»

Dass Training und Wettkampf jedoch nicht das Gleiche sind, weiss keiner besser als Marco Streller selbst. Der 30-jährige Angreifer blickt auf eine Serie, die er selbst nicht kennt. Seit 12 Spielen oder 1105 Minuten hat der Aescher in der Super League saisonübergreifend kein Tor mehr erzielt. Letztmals jubelte er am 10. April in Bern, als er beim 3:3 gegen YB traf. Es war damals sein erster Match nach dem Rücktritt aus der Nationalelf. Im Rückspiel gegen YB am Ostersamstag fiel der Routinier krankheitshalber aus, sonst stand er stets auf dem Platz. Er sammelte einige Assists, freute sich über den Gewinn des Meistertitels, das gegnerische Tor traf er aber nicht mehr. Für einen Klassemann wie ihn ist das eine lange torlose Zeit. «Stimmt, deshalb fällt es auch auf», sagt Streller. «Aber ich habe immer noch eine sehr, sehr gute Bilanz.»

Ein paar falsche Entscheidungen

Topstürmer orientieren sich üblicherweise an der 0,5-Quote: Jedes zweite Spiel ein Tor ist famos. Die offiziele Super-League-Buchhaltung weist Streller mit 142 Liga-Spielen und 70 Toren aus. Doch auch die Assists sind nicht unerheblich – allein im letzten Meisterjahr waren es deren 14. «Keine Diskussion», sagt der Angreifer nun vor dem Klassiker gegen den FC Zürich (17.45 Uhr, Liveticker auf baz.ch/Newsnet), «ein Stürmer wird an seinen Toren gemessen, also kommen jetzt die Fragen.» Erklären kann er sich die Baisse nicht, aber etwas stellt er klar: «Mit der Captainbinde hat dies nichts zu tun. Sie belastet mich nicht im Geringsten.»

In den ersten vier Spielen hat Streller ein paar falsche Entscheidungen getroffen, als er vor dem gegnerischen Tor stand. Doch schlaflose Nächte hat er deswegen nicht. «Ich weiss, dass es wieder einhängen wird, vielleicht schon gegen den FCZ. Denn ich lebe für den Fussball, arbeite seriös auf die Spiele hin und fühle mich fit.»

Neun Tore gegen den FCZ

Strellers Durststrecke ist nur ein Aspekt vor einem kribbeligen Fussballabend, der sich heute im St.-Jakob-Park ankündigt. Denn der Ex-Nationalstürmer hat auch eine zweite Serie wesentlich mitgeprägt, die in aller Munde ist: Seit zwanzig Matches hat der FC Basel gegen den Erzrivalen aus Zürich nicht mehr verloren. Im Sommer 2007 ist Streller aus Stuttgart zurückgekehrt, im ersten Super-League-Spiel in Rotblau gings gleich gegen den FCZ – und Streller erzielte das 1:0. Dem Siegtor liess der FCZ-Schreck bis heute noch acht weitere Treffer folgen.

Auf ebenfalls acht Volltreffer kommt Strellers Sturmpartner Alex Frei; auch dem 32-jährigen Routinier scheint der FC Zürich besonders zu liegen. In bester Erinnerung ist der letzte Schlagabtausch der beiden Topclubs am 11. Mai. Damals spielten die Zürcher den FC Basel phasenweise an die Wand – und gewannen dennoch nicht, der wilde Kampf ging 2:2 aus. Nicht nur aufgrund dieses Resultates sieht Streller Vorteile: «Besser als der FCZ damals gegen uns spielte, geht fast nicht. Trotzdem gewann er nicht – das spricht für uns.»

Keine Motivationsprobleme

Mit sechs Punkten aus vier Spielen ist der FCB jedoch nicht wunschgemäss in die Saison gestartet. Das 3:3 zuletzt gegen Sion war eine leise Enttäuschung, ausserdem verriet der Meister Abstimmungsprobleme. «Wir hatten schon oft zu Beginn einer Saison etwas Probleme, aber wir werden unseren Rhythmus finden», prophezeit Streller.

Von Motivationsproblemen oder einer Sättigung der Mannschaft nach drei Titeln in zwei Jahren will der Captain nichts wissen: «Unser Ziel ist es, hier in Basel Geschichte zu schreiben. Das ist Motivation genug, für alle.» Selbstbewusste Töne schlägt auch Fink an, wenn er sagt: «Marco wird so viele Tore schiessen, wie wir brauchen, um wieder Meister zu werden. Trifft er gegen den FCZ, wäre dies für ihn bestimmt eine Erlösung.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 13.08.2011, 09:18 Uhr

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3 Kommentare

Peter Habützel

13.08.2011, 10:02 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Fink: „Ich finde, dass meine Spieler gut drauf sind – wir hatten bis jetzt ganz einfach auch starke Gegner, gerade mit dem FC Sion am letzten Wochenende.“ Es gibt keine starke Gegner, es gibt nur ein FCB der sich selber schlägt!
Darum Kämpfe Basel, von der 1. bist zur letzten Minute - Kämpfe FCB
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Stand: 26.05.2012 17:02
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Stand: 25.05.2012 15:24
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