Sport
Die Holländer nehmen die Schweizer nicht ernst
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 11.11.2011
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Er verzichtet unter anderen auch auf seinen besten Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. «Die Partie gegen die Schweiz ist ein Freundschaftsspiel. Da gehe ich kein Risiko ein. Ich habe den Auftrag, die Spieler auch zu schützen», begründet Van Marwijk seine Massnahme. Huntelaar hatte sich mit seinem Bundesligaverein Schalke 04 einen doppelten Nasenbeinbruch zugezogen. Er hatte sich die Verletzung beim Europa-League-Spiel am vergangenen Donnerstag gegen AEK Larnaka zugezogen. Eindrückliche aktuelle Bilder aus Holland beweisen, dass der Torjäger bereits wieder voll im Mannschaftstraining der Holländer steht und mit einer Gesichtsmaske sogar spezielle Kopfballübungen durchzieht. «Ich habe mich an die Maske schon gewöhnt», bestätigt der 23-Jährige. Trotzdem will ihn Hollands Nationaltrainer gegen die Schweiz also schonen. Was verwundert: Denn bereits vier Tage später, am kommenden Dienstag, wird Huntelaar wieder in der holländischen Startelf stehen. Das hat Marwijk bereits angekündigt.
Gegen Deutschland steht Huntelaar wieder in der Startelf
Dann geht es aus der holländischen Optik allerdings nicht gegen die kleine Schweiz, sondern dann spielt Oranje gegen Deutschland. Obwohl es sich dabei ebenfalls um einen Test handelt, sprechen die Holländer nicht mehr von einem Freundschaftsspiel, sondern von einem echten Ernstkampf. Mit gutem Grund. Spiele gegen Deutschland sind für die Niederländer nämlich stets eine Prestigeangelegenheit und werden deshalb als Ernstkämpfe deklariert. Die Deutschen gehören seit jeher zu den Erzrivalen der Holländer. Die 1:2-Niederlage im WM-Final von München 1974 liegt den Holländern nämlich immer noch auf dem Magen. Jeder Sieg gegen die Deutschen ist Balsam auf die Wunden. «Huntelaar hätte der Schweizer Abwehr tatsächlich zusätzliche Probleme bereiten können», sagt Heinz Hermann, mit 117 Länderspielen immer noch Schweizer Rekordinternationaler, gegenüber baz.ch/Newsnet. «Würde Holland am Freitag nicht gegen die Schweiz, sondern gegen Deutschland spielen, würde Huntelaar wohl kaum geschont», mutmasst der Zürcher. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.11.2011, 10:07 Uhr


