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«Die Spieler haben nicht für den Trainer gespielt»

Von Thomas Niggl, Sascha Rhyner. Aktualisiert am 20.04.2010 6 Kommentare

Die Trennung von Trainer Bernard Challandes ist Fredy Bickel tief unter die Haut gegangen. Es sei eine der schwersten und bittersten Entscheidungen als Sportchef gewesen.

Ein Herz und eine Seele: FCZ-Trainer Bernard Challandes und Sportchef Fredy Bickel feiern den Meistertitel.

Ein Herz und eine Seele: FCZ-Trainer Bernard Challandes und Sportchef Fredy Bickel feiern den Meistertitel.
Bild: Keystone

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«Als ich Bernard am Montagmorgen gemeinsam mit Präsident Ancillo Canepa den Entscheid mitteilte, war das für mich ein gewaltiger und hochemotionaler Augenblick», sagt FCZ-Sportchef Fredy Bickel. Challandes habe seine vorzeitige Freistellung professionell und ruhig zur Kenntnis genommen. Bickel hatte den Romand als Nachfolger von Lucien Favre engagiert. Seither ist zwischen den beiden eine echte Freundschaft entstanden.

«Bernard Challandes ist ein Mensch mit einem feinen und sensiblen Charakter», sagt Bickel. Challandes sei ein loyaler Mensch und ein grosser Fussballfachmann. Er sei taktisch versiert und ein Motivationskünstler. «Mit seinem psychologischen Gespür und Flair für die Menschen hat er bei den Spielern unheimlich viel erreicht», so Bickel. Challandes hatte den FCZ in der letzten Saison zum Meistertitel und erstmals in der Vereinsgeschichte in die Champions League geführt.

«Wir wollten uns ja gar nicht von Challandes trennen»

«Es liegt mir unheimlich viel daran, dass Bernard trotzdem mein Freund bleibt und wir die bereits vereinbarte Wanderung durch den Jura gemeinsam mit Präsident Ancillo Canepa im Sommer durchführen werden», hofft Bickel, der in der Nachfolgeregelung keinen Schnellschuss machen will. Bickel versichert, er habe bisher noch mit keinem einzigen möglichen Kandidaten Kontakt gehabt. «Wir wollten uns eigentlich ja gar nicht von Bernard Challandes trennen», sagt Bickel.

Die Planung der kommenden Saison habe bereits mit Challandes begonnen. Es seien einzig die Resultate, insbesondere die 0:1-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen Schlusslicht Aarau gewesen, die jetzt zu einem blitzartigen Umdenken geführt hätten. «Nach reiflicher Überlegung und genauer Analyse der schwierigen Situation sind wir schliesslich zur Überzeugung gelangt, dass wir handeln müssen», verteidigt sich Bickel.

Bickels Aufforderung an die Spieler

Bei der Medienkonferenz im ersten Stock der Saalsporthalle hatte Bickel feuchte Augen. Es war ihm anzumerken, dass ihm die Trennung sehr nahe geht. «Es ist kein Tag zum Singen», meinte er, als ihn Challandes auf Edith Piaf und das Lied «Je ne regrette rien» ansprach. Die Verantwortung schob der Sportchef nun direkt auf die Spieler. «Sie haben nicht gegen den Trainer gespielt, aber auch nicht für ihn», sagte er unmissverständlich. «Jetzt müssen die Spieler zuerst in den Spiegel schauen.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.04.2010, 13:45 Uhr

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6 Kommentare

marc mueller

20.04.2010, 15:43 Uhr
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... bernard challandes ist ein toller typ und leidenschaftlich guter trainer, darum: danke für alles. challandes weiss aber tief drinnen auch, dass fussball mit veränderung zu tun hat und er nun teil dieser veränderung ist. er hat die spieler wirklich nicht mehr erreicht. andersrum gesagt, die teuren spieler haben sich nicht mehr erreichen lassen. bickel hat recht, sie müssen nun den karren ziehen Antworten


dieter glaettli

20.04.2010, 15:28 Uhr
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der sportchef selbst muss sich an der nase nehmen.....seit dem auswärtsspiel im san siro gegen die ac milan hat der fcz in keiner weiteren partie mehr richtig überzeugen können und der wechsel hätte bereits zur winterpause erfolgen sollen, und mit der meinung, mit magnin werde alles besser, hat man sich gewaltig getäuscht.....ausser fehlpässen in der defensive war bisher nichts zu sehen....leider. Antworten



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