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Die Wunschlösung rückt näher

Von Marcel Rohr. Aktualisiert am 07.02.2012 33 Kommentare

Der Eindruck verfestigt sich: FCB-Juwel Xherdan Shaqiri wird ab Sommer das Trikot des FC Bayern München tragen.

Da hatte er das Bayern-Trikot schon an. Xherdan Shaqiri am 8. Dezember 2010, nach dem Champions-League-Spiel mit dem FC Basel gegen die Bayern und anschliessendem Leibchentausch.

Da hatte er das Bayern-Trikot schon an. Xherdan Shaqiri am 8. Dezember 2010, nach dem Champions-League-Spiel mit dem FC Basel gegen die Bayern und anschliessendem Leibchentausch.
Bild: Keystone

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Noch sind es die branchenüblichen Floskeln, die zwischen Basel und München herumgereicht werden. «Ich habe mir Basel schon mal angeschaut. Es ist doch klar, dass man da Spieler sieht, die herausragen», sagte Jupp Heynckes, der Trainer der Bayern, gestern Mittag, als er an der Säbener Strasse direkt auf einen Transfer von Xherdan Shaqiri angesprochen wurde, der vom Fachmagazin «kicker» landesweit vermeldet worden war. Und in Basel verwies der Präsident des FCB, Bernhard Heusler, einmal mehr auf die bewährte Clubstrategie, «dass wir erst dann Transfers kommentieren, wenn sie definitiv sind».

So weit ist es im Fall von Xherdan Shaqiri noch nicht ganz, aber der Eindruck verfestigt sich, dass der FC Basel vor einem hervorragenden Transfergeschäft steht, bei dem nur noch Details geklärt werden müssen. Der viel umworbene Nationalspieler der Rotblauen wird im Sommer zum deutschen Rekordmeister wechseln und dort einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnen. Für die Dienste des 20-Jährigen dürften die Bayern rund 14 Millionen Franken Ablöse aufwerfen. Kein Wunder, arbeitet man im St.-Jakob-Park seit bald einem Jahr an dieser Wunschlösung.

Eingefädelt wurde diese spektakuläre Personalie vor langer Zeit. Im September 2010 hatten sich die Wege von Shaqiri und den Bayern erstmals gekreuzt – in der Champions League, als die Schweizer zu Hause unglücklich mit 1:2 verloren. «Wenn ich jetzt etwas sage, heisst es sofort, ich hätte Interesse an Shaqiri», sagte der damalige FCB-Trainer Louis van Gaal im Joggeli, «das gäbe viel Druck für den Jungen. Deshalb ist es besser, ich halte den Mund.»

FCB und FCB halten dicht

Dieses aussagekräftige Nicht-Statement über den Spieler, der zuvor im rechten Mittelfeld geglänzt hatte, befeuerte ein erstes Mal die Gerüchteküche. Dabei hatte die Scouting-Abteilung der Deutschen das aufstrebende Talent der Basler längst auf ihrem Radar. Konkrete Gespräche zwischen Bayerns Präsident Uli Hoeness (60) und Heusler wegen Shaqiri fanden dann erst viel später, im Frühling 2011, statt. Seither waren immer wieder Spekulationen zu lesen, doch beide Seiten hielten dicht und tun dies bis heute.

Dies war auch mit ein Grund, warum die Technikkommission des FCB Anfang Januar ganz gelassen reagierte, als Galatasaray Istanbul oder Zenit St. Petersburg anklopften und konkrete Offerten abgaben. Sie wusste immer, was der Spieler will. Wie sagte doch Xherdan Shaqiri im BaZ-Interview Mitte Mai 2011: «Wenn ich ins Ausland wechsle, dann zu einem Topclub, wo ich die Sprache beherrsche. Für meine Integration ist dies ein wichtiger Faktor.»

Shaqiri ist nach Alain Sutter (1994/95) und Ciriaco Sforza (1995/96 und 2000/02) der dritte Profi mit Schweizer Pass, der versuchen wird, sich im Starensemble einen Platz zu erobern. Die Vorzeichen sind günstig. Zwar haben die Bayern mit Franck Ribéry und Arjen Robben zwei hochbezahlte Extrakönner auf den Flügeln unter Vertrag, doch beide sind enorm verletzungsanfällig. Als Alternative bietet sich dem Schweizer auch die rechte oder linke Abwehrseite an, wo Jupp Heynckes mit Neuzugang Rafinha nicht zufrieden ist. Die Beidfüssigkeit ist eine der grossen Stärken Shaqiris.

Ein Deal mit lauter Gewinnern

Zusätzliche Brisanz erfährt der Wechsel natürlich durch die Tatsache, dass sich die beiden Clubs am 22. Februar und 13. März in der Champions League wieder gegenüberstehen. Gut möglich, dass erst unmittelbar vor oder nach diesen beiden Achtelfinal-Spielen Vollzug gemeldet wird.

Ein heisser Kandidat auf der Shaqiri-Position im rechten Mittelfeld ist trotz aller Treuebekenntnisse David Degen, der Heimwehbasler und Zwillingsbruder von FCB-Aussenverteidiger Philipp. Der anstehende Rekord-Transfergewinn garantiert im Budget des FC Basel noch mehr Luft und eröffnet damit glänzende Perspektiven für den notwendigen Umbau der Mannschaft, mit dem im Sommer gerechnet werden muss. Im Shaqiri-Deal gibt es nur Gewinner. (Basler Zeitung)

Erstellt: 07.02.2012, 07:40 Uhr

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33 Kommentare

klaus dahler

07.02.2012, 11:57 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Nicht immer ist der "absolute Betrag" entscheidend. Der FC Basel pflegt hervorragende Beziehungen zum FC Bayern. Diese Beziehung zu pflegen, ist weit gewinnbringender, als die Zitrone auszupressen. Antworten


benedikt kata

07.02.2012, 08:53 Uhr
Melden 15 Empfehlung

eine win-win situation fuer alle parteien. bayern muenchen ist seit jahrzehnten ein top club in europa, wirtschaftlich absolut stabil und auch bekannt fuer die foerderung junger spieler. shaq wird seine einsaetze bekommen und sachte an die neue herausforderung herangefuehrt. 14 mio chf entsprechen dem marktwert und basel wird evt. an einem spaeteren verkauf noch partizipieren. glueckwunsch!!! Antworten



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EndeSchweiz - Deutschland5:3
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Playoff
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Stand: 26.05.2012 20:56
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Stand: 26.05.2012 17:02
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Stand: 27.05.2012 07:42
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Stand: 25.05.2012 14:45
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Roland Garros
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Stand: 25.05.2012 15:24
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