Sport
Die besten FCB-Spieler der Saison
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 21.12.2011 7 Kommentare
Umfrage
Wer ist Ihr FCB-Spieler des ersten Halbjahres?
Yann Sommer
Markus Steinhöfer
David Abraham
Aleksandar Dragovic
Radoslav Kovac
Joo Ho Park
Kay Voser
Xherdan Shaqiri
Cabral
Benjamin Huggel
Granit Xhaka
Fabian Frei
Stephan Andrist
Scott Chipperfield
Marco Streller
Alex Frei
Jacques Zoua
Kwang Ryong Pak
2871 Stimmen
Dossiers
Artikel zum Thema
Selten gab es so viele Kandidaten für den besten FCB-Spieler – und das bereits zur Saisonhälfte. Doch wer war der Schlüsselspieler? Wir nennen Ihnen unsere sechs Favoriten in einer nicht ganz einfachen Wahl.
Yann Sommer
Wer war nochmal Franco Costanzo? Natürlich ist das nicht despektierlich gemeint. Der Argentinier hat viel geleistet für den FCB. Entsprechend gross war die Entrüstung in der Fangemeinde des charismatischen Keepers, als bekannt wurde, dass sein Vertrag nicht verlängert würde. Das schwere Erbe trat das Supertalent Yann Sommer an. Dass seit Saisonstart niemand mehr von Costanzo spricht, ist das Verdienst des 22-Jährigen, der die Ausstrahlung eines Routiniers besitzt. Mit einer guten Strafraumbeherrschung, starker Technik und hervorragenden Reflexen hat sich Sommer in die Herzen der Zuschauer und die Notizbücher der Scouts gespielt.
David Abraham
Eigentlich wollte David Abraham nichts als weg. Nicht, dass es dem Argentinier in Basel nicht gefallen würde, aber nach dem Abgang von Franco Costanzo, seines letzten übriggebliebenen Landsmanns beim FCB, fühlte sich der 25-Jährige einsam. Auf seine Leistung wirkte sich das nicht schmälernd aus – im Gegenteil. Der «schnellste Innenverteidiger der Clubgeschichte» (Zitat Bernhard Heusler) war in den letzten Monaten in absoluter Hochform und sorgte – nachdem er kurzfristig Radoslav Kovac weichen musste – zusammen mit dem ebenfalls starken Aleksandar Dragovic für die Stabilisierung der rotblauen Verteidigung. Seine Vertragsverlängerung ist eins der dringendsten Themen der Vereinsführung in der Winterpause.
Xherdan Shaqiri
«Manchester United fehlt ein Spieler wie Shaqiri», sagte ein englischer Journalist nach der Sensation des Jahres. Dies zeigt, in welchen Sphären der Augster im zarten Alter von 20 Jahren schon angekommen ist. Auf dem Feld ist der Nationalspieler aber gar nicht abgehoben. Nach einer brillanten U21-EM sorgte der Wirbelwind mit seinen Dribblings immer wieder für Unruhe in den gegnerischen Reihen – egal, wie die Gegenspieler hiessen. Shaqiri weiss, dass sein nächster Karriereschritt von entscheidender Bedeutung sein kann. Wann er Basel verlassen wird, ist offen. Wahrscheinlich aber im nächsten Sommer.
Fabian Frei
Wäre hier der Aufsteiger des Halbjahres gefragt, Fabian Frei wäre der einzige Kandidat. Nach dem Abstieg mit dem FC St. Gallen spielte der Thurgauer eine starke U21-Europameisterschaft und kehrte mit Selbstvertrauen nach Basel zurück. Durch die Verletzung von Gilles Yapi bekam der 22-Jährige die Chance in der Stammformation und nutzte sie eindrucksvoll. Acht Treffer, davon allein drei in der Champions League, unterstreichen Freis Qualitäten in der Offensive. Daneben glänzt der Mittelfeldspieler aber auch mit grosser Laufbereitschaft und mannschaftsdienlichem Spiel. Bei ihm gilt wie bei Sommer und Shaqiri: Er ist auf dem Radar namhafter Vereine.
Marco Streller
Der 30-Jährige ist in der Form seines Lebens. Ob als Vorbereiter oder Torschütze, ob in der Super League oder in der Champions League, Marco Streller behauptete sich gegen jede Abwehr. In der Super League traf er sieben Mal und bereitete acht Tore vor. In der Champions League erfüllte er sich in Bukarest einen Traum und erzielte seinen ersten Treffer. Im entscheidenden Spiel gegen Manchester United doppelte der Aescher dann gleich nach und steht nun auch in der Königsklasse schon bei vier Skorerpunkten. Doch nicht nur seine Abschlussqualitäten sind herausragend. Auf dem Platz rackert Streller unermüdlich für seine Mitspieler, daneben glänzt er als smarter und bescheidener Interviewpartner. Ein Captain wie aus dem Bilderbuch.
Alex Frei
23 Pflichtspiele, 18 Tore – Alex Frei setzt auch in dieser Saison seine unfassbare Ausbeute fort. Der Mann hat mit 32 Jahren nichts von seinem Torhunger und dem unvergleichlichen Riecher eingebüsst. Mit fünf Treffern in fünf Spielen mischt er sogar in der Champions League ganz vorn mit. Zusammen mit Marco Streller bildet er ein Sturmduo, um das den FCB halb Europa beneidet. Und das Tolle an Frei ist, dass man nicht befürchten muss, ihn an einen Grossclub zu verlieren. «In meiner Karriereplanung ist kein Transfer mehr vorgesehen», sagte der Biel-Benkemer nach dem Coup gegen Manchester United. Also weiter so, Alex Frei! (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.12.2011, 08:10 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
7 Kommentare
Ich nominiere Markus Steinhöfer. Er ist der personifizierte Unterhaltungsgarant. Da er prinzipiell zu spät in der Verteidigung auftaucht - oder überlaufen wird - oder falsch steht - ist in jedem Spiel Spannung und Nervenkitzel garantiert. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann donnert er den Ball an die eigene Querlatte. Kultverdächtig. Steinhöfer - der Freund von Spektakel und Herzinfarkten. Note 6 Antworten

Bitte warten