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«Diese Liga ist der helle Wahnsinn, sie spielt total verrückt»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.11.2011 25 Kommentare
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Leader St. Gallen musste nach 12 Runden die erste Niederlage einstecken. Die Ostschweizer, in der vergangenen Saison die Absteiger aus der Super League, kassierten im eigenen Stadion eine 0:1-Pleite gegen Chiasso, das Überraschungsteam der Liga. Trainer Raimondo Ponte liegt mit den Tessinern inzwischen auf dem 4. Tabellenrang. Der ehemalige Erfolgstrainer des FC Zürich blickt auf einen denkwürdigen Match in St. Gallen zurück. In der 72. Minute war es beim Stand von 1:0 für die Gäste zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen. St. Gallens Spieler Nushi und Chiassos Masseur Vinci gerieten sich in die Haare. Daraufhin wurden sie von Ref Damien Carrel des Feldes verwiesen.
«Unser Masseur ist aufs Feld gerannt, um einen unserer Spieler nach einem Foul zu pflegen», schildert Ponte gegenüber baz.ch/Newsnet. Da sei Nushi kurz durchgedreht und habe sich dem Chiasso-Pfleger in den Weg gestellt. Da sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, bedauert Ponte. «Nushi wollte verhindern, dass unser Masseur eingreift», mutmasst Ponte. Er habe eine Pflege wohl nicht für nötig gehalten. «Er war offenbar der Ansicht, unser Spieler würde simulieren und wolle nur Zeit schinden», so Ponte. Bei Nushi hätten die Nerven blank gelegen.
«Der Ref wollte nicht, dass wir das Spiel gewinnen»
Ponte geht auch mit dem Schiedsrichter hart ins Gericht, was für einen Siegertrainer eigentlich ungewöhnlich ist. «Bei der besagten Szene hat er unseren Spieler verwarnt, aber doch einen Freistoss für uns gepfiffen», sagt Ponte. Das sage eigentlich ja schon alles über die Leistung des Ref aus. Von den fünf gegen Chiasso ausgesprochenen Verwarnungen seien vier geradezu lächerlich gewesen. Zudem habe der Ref Chiasso zwei Elfmeter verweigert. «Er wollte offenbar partout nicht, dass wir das Spiel gewinnen», drückt es Ponte drastisch aus. Geärgert hat sich der Zürcher auch über die Berichterstattung des Fernsehens. «Da wurden nur St. Galler Chancen gezeigt. Unsere Konterchancen und die zwei verweigerten Elfmeter hat man einfach ignoriert.»
«Jeder schlägt jeden»
«Diese Liga ist der helle Wahnsinn, sie spielt total verrückt», sagt Wohlens Trainer Urs Schönenberger gebenüber baz.ch/Newsnet. Es sei grausam, jeder schlage jeden, meint der ehemalige Spitzenfussballer und verweist sogleich auf das letzte Spiel der vergangene Runde, als der Zweitletzte Delsberg den Drittplatzierten Wil gleich mit 4:0 schlug. Urs Schönenberger, einst der Baumeister des Thuner Märchen in der Champions League, ist nach einem guten Saisonstart mit seiner Mannschaft mittlerweile auf einen Abstiegsrang abgerutscht.
«Sonst weiss ich nicht, ob ich im Januar noch einen Job habe
«Wenn man in dieser Liga auf dem 6. Tabellenrang ein Spiel verliert, dann riskierst du sogleich unter den Strich zu fallen», sagt der Zürcher. Sein Team habe zurzeit die Seuche. «In Kriens haben wir das Spiel dominiert und schliesslich doch noch mit 1:4 verloren», sagt er. Das erste Krienser Führungstor sei mitten in die Wohler Dominanz gefallen. «Foschini schoss aus 35 Metern aufs Tor. Und das Leder senkte sich unhaltbar in unsere Maschen», bedauert er. Schönenberger spricht von Existenzangst pur. Das gelte nicht bloss für die Vereine, sondern auch für die involvierten Trainer. «Vor der Winterpause sind noch drei Runden zu spielen», sagt Schönenberger. Da müsse er wieder zum Erfolg zurückkehren. «Sonst weiss ich nicht, ob ich im Januar noch einen Job habe», sagt er. Er kenne die Mechanismen des Geschäfts.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.11.2011, 11:29 Uhr
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25 Kommentare
Interessant, seitdem St. Gallen abgestiegen ist, scheint diese Liga für das Schweizer Fernsehen plötzlich wieder ein Thema zu sein! Ja der Einfluss der Herren Hüppi ist da nicht zu unterschätzen! Nach dem erwarteten Aufstieg der St. Galler wird sich das SF wieder durch Nichtberichterstattung "auszeichnen". Nicht einmal die Resultate der CHL werden eingeblendet, das wäre in DE und I undenkbar! Antworten
Die Liga und ihre Schiedsrichter werden mit allen Mitteln versuchen, dass der FC St. Gallen wieder aufsteigt, alleine wegen des Stadions. Tessiner Clubs sind eher unbeliebt. Die ganze Sache ist nur eine Angelegenheit des Geldes, von Fussball verstehen diese SFV-Korruptlinge sowieso nichts. Und das SF DRS berichtet seit jeher immer einseitig für den Stärkeren. Antworten

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