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«Du wirst länger spielen als andere»
Von Stefan Kreis, Marbella. Aktualisiert am 12.01.2012 2 Kommentare
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
«Beni ist ein wichtiger Mann für uns und hat in der Vorrunde bewiesen, dass wir ihn brauchen», sagte FCB-Trainer Heiko Vogel nach dem gestrigen Training und verwies auf das Champions-League-Spiel gegen Benfica, als Huggel zum 1:1-Ausgleich traf und seinem FC Basel einen wichtigen Zähler sicherte. Ein Punkt, der Wochen später den Einzug in den Achtelfinal ebnete.
Die Aktion in Lissabon ist mit ein Grund, warum die Verantwortlichen den auslaufenden Vertrag mit dem sechsfachen Schweizer Meister gerne verlängern möchten, denn sie wissen: Wenn Huggel in letzter Zeit gebraucht wurde, war er meist da. Noch wird über finanzielle Details verhandelt, aber vor Beginn der Rückrunde Anfang Februar soll Klarheit herrschen, ob der Vertrag mit dem 34-Jährigen um eine weitere Saison verlängert werden soll. Zurzeit spricht alles dafür, dass Huggel auch im kommenden Jahr ein rotblaues Trikot trägt. Der Spieler selbst traut sich zu, selbst in zwei Jahren noch auf hohem Niveau zu spielen, und spricht im Interview mit der BaZ über seine Zukunft als Trainer und sein Vorbild, Paul Scholes.
Benjamin Huggel, Paul Scholes hat kürzlich mit 37 Jahren sein Comeback für Manchester United gegeben. Können Sie sich vorstellen, in diesem Alter noch für Ihren FCB zu spielen?
Mein Ex-Trainer Christian Gross hat einmal gesagt: ‹Beni, weil du erst mit 20 Jahren Profi geworden bist, wirst du dafür länger spielen als andere.› Ich werde in diesem Jahr 35 Jahre alt und schliesse nicht aus, auch in zwei Jahren noch Leistungen auf hohem Niveau zu bringen. Die Signale der Therapeuten in Bezug auf meine Physis sind alle positiv. Zudem habe ich selbst in der harten Vorbereitungszeit noch immer viel Freude am Fussball.
Werden Sie Ihren im Juli auslaufenden Vertrag beim FCB verlängern?
Ich werde mich noch vor Beginn der Rückrunde mit den Verantwortlichen unterhalten und hoffe, dass wir uns finden werden.
Können Sie sich vorstellen, den Verein zu verlassen?
Rein statuarisch gesehen hätte ich die Möglichkeit, mich mit anderen Clubs zu unterhalten. Aber das mache ich nicht. Der FC Basel ist und bleibt mein einziger Ansprechpartner.
Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist gross. Würden Sie in Zukunft auch eine Reservistenrolle akzeptieren?
Ich habe noch nie in meinem Leben einen Vertrag mit einer integrierten Stammplatzgarantie gehabt, aber ich bin bereit, die Herausforderung anzunehmen und mich auch in der kommenden Saison aufzudrängen. Das wird nicht einfach, denn jeder zentrale Mittelfeldspieler im Kader des FCB wäre bei einem anderen Club aus der Schweiz Stammspieler.
Haben Sie Pläne für die Zeit nach Ihrer aktiven Karriere?
Im Dezember habe ich zusammen mit meinem ehemaligen Teamkollegen Carlos Varela einen Trainerkurs absolviert und eine U18-Auswahl aus dem Tessin trainiert, was mir grosse Freude bereitet hat.
Der erste Schritt, um später eine Profimannschaft zu führen?
Ich weiss noch nicht, ob mein Weg in diese Richtung führt. Die Arbeit mit den jungen Spielern hat mir gefallen. Ich habe ein Flair dafür und glaube, dass ich mit meiner Erfahrung einen Teil dazu beitragen kann, Talente weiterzubringen.
Wären Sie ein Trainer, der Brandreden halten würde?
Ich selbst war nie der Spieler, der verbal wachgerüttelt werden musste. Wenn ein Trainer immer schreit, dann nützt sich das mit der Zeit ab.
Von welchem Trainer haben Sie am meisten profitiert?
Mit Christian Gross hatte ich gute und erfolgreiche Jahre in Basel, aber auch Friedhelm Funkel in Frankfurt oder Thorsten Fink und Heiko Vogel haben Qualitäten. Ich nehme von jedem einfach das Beste mit.
Es heisst, gute Spieler wären meist keine guten Trainer.
Was heisst das jetzt in Bezug auf mich? Wohl etwas dazwischen.
Werden Sie in einem Jahr auf derselben Couch sitzen und Interviews geben?
Vielleicht nicht auf derselben Couch, aber wohl am selben Ort. Ich hoffe es jedenfalls und gehe auch davon aus. (Basler Zeitung)
Erstellt: 12.01.2012, 08:52 Uhr
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2 Kommentare
Huggel ist ein sehr wertvoller Spieler im defensiven Mittelfeld. Daher hoffe ich, dass er einen neuen Vertrag erhaelt. Im Offensivbereich müssen andere Mittelfeldspieler das Spiel ankurbeln. Und nach seiner Karriere hat es vielleicht irgendwo ein Platz im Staff frei für seine Zukunft. Antworten

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