Sport

«Ein ganz spezieller Moment»

Von David Wiederkehr, Sebastian Rieder. Aktualisiert am 11.01.2016 6 Kommentare

Lionel Messi ist zum fünften Mal Fussballer des Jahres: baz.ch/Newsnet berichtete live vom Fifa Ballon d'Or.

1/37 Alle Augen auf den Sieger. Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or. Eine Überraschung ist das nicht, dafür hoch verdient.
Reuters

   

(baz.ch/Newsnet)

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    Lionel Messi wird an der Ballon d'Or-Gala der FIFA im Zürcher Kongresshaus zum Weltfussballer des Jahres 2015 gewählt. Er erhält mit 41,33 Prozent klar mehr Stimmen als Cristiano Ronaldo (27,76).
    Lionel Messi zum fünften Mal Weltfussballer des Jahres Für Messi, der von den Nationaltrainern und -Captains aller FIFA-Mitgliederstaaten sowie ausgelesenen Journalisten seit zehn Jahren immer in die Top 3 gewählt wurde, ist es nach 2009 bis 2012 die fünfte Auszeichnung zum Weltfussballer.

    Cristiano Ronaldo blieb nach zwei Jahren auf dem Thron wegen der titellosen Saison mit Real Madrid und trotz 48 Meisterschaftstoren 2014/15 diesmal wieder die ungeliebte Rolle des ersten Gratulanten. Neymar, Messis Sturmpartner bei Barcelona, war bei seiner Premiere im Kreis der Top 3 gegen die beiden Dominatoren der Szene ohne Chance, er erhielt 7,86 Prozent der Stimmen. In den letzten acht Jahren belegten Messi und Ronaldo einzig 2010 nicht die beiden ersten Plätze, als es Andrés Iniesta auf den zweiten Platz hinter Teamkollege Messi schaffte.

    Messi gewann 2015 mit Barça die Champions League, den spanischen Meistertitel und den Cup. Zudem führte er Argentinien an der Copa America in den Final, wo sich Chile im Penaltyschiessen durchsetzte. In der Meisterschaft steuerte der 28-Jährige 43 Tore zum Titel bei, in der Champions League war er mit zehn Treffern und sechs Vorlagen der Topskorer.

    Bei den Frauen ging der Goldene Ball an die US-Amerikanerin Carli Lloyd. Die 33-jährige Stürmerin führte die USA als Nummer 10 zum dritten WM-Titel und steuerte im Final drei Tore zum Sieg über Japan bei. Sie setzte sich bei der Wahl mit 35,28 Prozent der Stimmen gegen die Deutsche Celia Sasic (12,60) und die Japanerin Aya Miyama (9,88) durch.

    Trainer des Jahres wurde Luis Enrique. Der an der Gala wie der ebenfalls nominierte Bayern-Coach Pep Guardiola abwesende Spanier führte den FC Barcelona gleich in seinem ersten Jahr zum Gewinn des Triples. Der Argentinier Jorge Sampaoli, der mit Chile die Copa America gewann, wurde nur Dritter. Trainerin des Jahres ist die US-Amerikanerin Jill Ellis, die ihr Land in Kanada zum dritten Weltmeistertitel führte. Das Tor des Jahres erzielte der hierzulande unbekannte Wendell Lira. Der Stürmer vollendete 2015 in der brasilianischen Meisterschaft für sein Team Goianésia eine sehenswerte Ballstafette mit einem spektakulären Scherenschlag.

  • Messis Worte zur Ehrung  

    «Es sind viele Jahre vergangen seit der ersten Wahl zum Fussballer des Jahres 2009. Ich bin als Person gewachsen, habe viel gelernt», sagt Messi. Angesprochen auf die Transfergerüchte in der Vergangenheit und einem angeblichen Wechsel nach England, gibt Messi zu, dass er etwas ändern wollte, «aber ich habe es dann ruhig angegangen und bin bei Barça geblieben.»

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  • Ballon d'Or Männer  

    Lionel Messi (41,33 Prozent) setzt sich gegen Cristiano Ronaldo (27,7) und Neymar (7,86) durch und wird zum fünften Mal Fussballer des Jahres. «Das ist ein ganz spezieller Moment für mich. Die vergangenen zwei Jahre war ja Cristiano Ronaldo der Sieger», sagt Messi.

    165 Nationaltrainer, 162 Spielführer von Nationalteams und 171 Medienvertreter beteiligten sich an der Abstimmung zum Ballon d’Or.

  • Ballon d'Or Frauen  

    Die US-Amerikanerin Carli Lloyd ist neu Weltfussballerin des Jahres.



  • Die besten Bilder der Gala  

    1/37 Alle Augen auf den Sieger. Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or. Eine Überraschung ist das nicht, dafür hoch verdient.
    Reuters

       

  • Das Tor des Jahres  

    Wendell Lira gewinnt den Puskas-Preis mit diesem Tor.




  • Neymar  

    Neymar kommt mit Hut und einem Ratschlag für die Kinder dieser Welt: «Glaubt an eure Träume und macht sie wahr.»

  • Leona Lewis  

    Die stimmgewaltige Leona Lewis lockert den Abend mit einem ihrer Hits auf.

  • Ronaldo  

    Cristiano Ronaldo schreitet ins Rampenlicht und wird zu seiner Zukunft gefragt. «Ich bin immer noch jung», sagt der 30-jährige Portugiese, «ich möchte noch lange spielen und die Menschen glücklich machen.»

  • Trainer des Jahres  

    Barças Coach Luis Enrique setzt sich gegen Bayern Pep Guardiola und Chiles
    Jorge Sampaoli durch und wird Trainer des Jahres im Männerfussball.

  • Die Fifa-Elf 2015  

    Das perfekte Team steht auf der Bühne. Nur Goalie Manuel Neuer fehlt. Er weilt mit den Bayern in Katar.

  • Selfie  

    Ronaldo, Messi und Neymar betreten die Bühne. Der Moderator James Nesbitt lässt sich die einmalige Gelegenheit nicht nehmen und knipst ein Selfie. Die besten drei Fussballer werden von den besten Fussballerinnen flankiert. Carli Lloyd (USA), Celia Sasic (De), Aya Miyama (Jap).

  • Kate Abdo  

    Die charmante und stets routinierte Kate Abdo führt an der Seit von James Nesbitt durch die Gala.

  • Intro  

    Ein Cello-Duett startet die Show mit einer elektrisierenden Version von Thunderstruck, einem der grössten Hits der Rockband AC/DC.

  • Die Stars auf dem Teppich  

    1/37 Alle Augen auf den Sieger. Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or. Eine Überraschung ist das nicht, dafür hoch verdient.
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  • Eröffnung Ballon d'Or  

    Issa Hayatou, der interimistische Präsident der Fifa, eröffnet die Gala und sagt: «Der heutige Abend wird die Jugendlicher dieser Welt inspirieren und motivieren auch eine Karriere im Fussball anzustreben.»

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  • Umfrage  

    Umfrage

    Wer wird Weltfussballer 2015?





  • Ende des Defilées  

    18 Uhr, alle VIP sind da – inklusive Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar. Und sie alle vergnügen sich nun abseits der TV-Kameras bei einem Cocktail. Der rote Teppich ist verlassen, nur die Fans harren noch aus.

  • Breitner  

    Auch Paul Breitner ist da. Und zwar mit offiziellem Auftrag: Wie die Fifa bekannt gab, vertritt er als Bayern-Vertreter Pep Guardiola sowie die abwesenden Spieler.

    Und nein: Das ist kein Scherz.

  • Roter Teppich  

    Mehrere Tausend Zuschauer stehen Spalier, während die Fussballprominenz ins Kongresshaus paradiert. Als einer der Ersten kam Issa Hayatou, der Übergangspräsident, den aber die allerwenigsten der meist jugendlichen Fans kannten. Auch Präsidentschaftskandidat Jérôme Champagne ist bereits da – und äusserst charmant: Vor dem Einlass erkundigte er sich gar nach dem Wohlbefinden des Securitas-Angestellten.

    Real-Verteidiger Sergio Ramos und seine Angetraute, die Journalistin Sara Carbonero, machen wie immer eine gute Falle. Während Juventus-Star Paul Pogba mit einem auffälligen weissen Kamm aufwartet. Und mit modischem Schal kommt der einstige Weltmeister Christian Karembeu daher. Jeder von ihnen nimmt sich ausgiebig Zeit, den Fans Autogramme zu schreiben. Diese haben es sich verdient: Einige von ihnen warten seit frühmorgens.

  • Roter Teppich ohne Blatter  

    Hier beginnt der rote Teppich des Kongresshauses – bis 18 Uhr werden hier die Prominenten des Weltfussballes und weitere mehr oder weniger wichtige Persönlichkeiten hinwegschweben.

    Eine einst recht wichtige Person der Fifa wird dabei fehlen: Sepp Blatter. Die pompöse Gala in Zürich war ja seine Erfindung, 2004 hat er sie lanciert – zum 100-Jahr-Jubiläum des Weltverbandes. Zwölf Jahre später kämpft der Walliser den wohl aussichtslosen Kampf um seinen Ruf. Am Samstag erhielt er wie Michel Platini die Urteilsbegründung der Fifa-Ethikkommission, die ihn für acht Jahre suspendiert hat. Und schon gestern liess er durch seinen Anwalt verlauten, dass er diesen Entscheid nicht akzeptiert. «Natürlich werden wir Einspruch einlegen», sagte dieser.

  • Erster Award vergeben  

    Wir unterbrechen kurz den Messi-CR7-Neymar-Hype und vermelden: Der erste Preis des Abends ist bereits weg. Der Award für die «coolste Socke» geht an ... Aya Miyama! Herzliche Gratulation. Die Japanerin könnte heute ausserdem «Weltfussballerin» werden. Die Chancen stehen allerdings eher nicht so gut.

  • Pressekonferenz Ronaldo, Messi und Neymar  

    Frage an Messi: «Verspüren Sie keinen Druck, den Ballon d'Or jedes Jahr zu gewinnen?» Messi fährt sich mit seinem tätowierten Arm durchs Haar und antwortet: «Nein, das ist kein Druck. Ich fühle mich geschmeichelt und privilegiert, hier zu sein. Ich spüre keinen Druck, die Leistung aus dem Vorjahr zu bestätigen. Ich denke, meine Spieler machen mich jedes Jahr so gut. Ohne meine Mannschaft wäre ich nicht hier.»

  • Pressekonferenz Ronaldo, Messi und Neymar  

    Eine Frage an Neymar: «Betrachten Sie sich als besser als Messi und Ronaldo?» Neymar muss grübeln und antwortet: «Messi und Ronaldo sind meine Idole. Ich weiss nicht, ob ich besser bin. Für mich ist es einfach eine grosse Ehre, hier neben diesen beiden Superstars zu sitzen. Ich will eigentlich nicht die anderen übertreffen, ich will nur mich selber übertreffen.»

  • Pressekonferenz Ronaldo, Messi und Neymar  

    Eine Frage an Ronaldo: «Warum tragen Sie die Nummer 7?» Ronaldo muss lachen und antwortet: «Das hat bei Manchester United angefangen. Eigentlich wollte ich die Nummer 28, aber Sir Alex Ferguson hat mich fast gezwungen, die 7 zu tragen. Ich hatte zuerst Angst, weil ja David Beckham vor seinem Wechsel zu Real diese legendäre Nummer hatte. Aber nun kann ich sagen, dass mir die 7 Glück gebracht hat.»

  • Pressekonferenz Ronaldo, Messi und Neymar  

    Mit über einer halben Stunde Verspätung kommen die drei Superstars auf die Bühne im Mediencenter im Kongresshaus. Messi gibt sich bescheiden wie immer: «Es ist nicht so wichtig, wer den Ballon d'Or gewinnt. Wichtig ist nur, dass man hier vorne sitzen kann.» Für Ronaldo sind Hingabe und harte Arbeit der Schlüssel zum Erfolg. «Ich möchte Rekorde brechen, deshalb spiele ich Fussball», sagt Ronaldo, heute ganz in Schwarz gekleidet. Im Gegensatz zu Ronaldo konnte Messi vergangenes Jahr ganze fünf Titel gewinnen. «Es war ein fantastisches Jahr», sagt Messi, heute in grauer Hose und schwarzem Shirt. Neymar bildet den Kontrast mit seinem weissen Pullover.

  • Superstars in Kloten  

    Als Cristiano Ronaldo um 14.30 Uhr im VIP-Bereich in Kloten ankam, warteten im Seitenbereich des Flughafens Dutzende aufgeregter Fans auf den Superstar von Real Madrid. Entsprechend turbulent wurde es, als sich CR7 die Zeit nahm, Autogramme zu schreiben.



    Ein bisschen reservierter gab sich hingegen sein Rivale Lionel Messi


    Als sich die restlichen Real-Spieler, die wegen ihrer Nomination in die FIFPro-Weltauswahl nach Zürich eingeladen wurden, am Flughafen den Fans stellen, wird klar, wie sich ein Zoowärter während der Raubtierfütterung fühlen muss...



    Videos: Adrian Panholzer

  • Die Barça-Delegation ist gelandet  

    Es mag von innen fast wie ein handelsüblicher Billigflieger wirken. Aber es war der wahrscheinlich wertvollste Flug des Tages: Die Delegation des FC Barcelona mit Lionel Messi, Neymar Jr., Andres Iniesta und Dani Alves.


  • Bonmot  

    «Tore schiessen war für mich immer der Sinn des Spiels gewesen.» Die Deutsche Celia Sasic schenkt uns dieses Bonmot. Die zurückgetretene deutsche Stürmerin kann ihre Karriere mit dem Titel der Weltfussballerin krönen.

  • Bayerns Absage  

    Nun wäre der Press Talk der Trainer des Jahres an der Reihe, dieser Anlass wurde jedoch gestrichen, weil gleich zwei der drei Nominierten mit Abwesenheit glänzen: Die Spanier Pep Guardiola und Luis Enrique hatten keine Zeit oder Lust für einen Ausflug nach Zürich.

    Bayern-Trainer Guardiola weilt mit seiner Mannschaft im Trainingslager in Katar und strich die Teilnahme an der Fifa-Gala auch jenen Spielern, die wegen der Wahl der FIFPro-Weltauswahl eine Einladung gehabt hätten. Manuel Neuer, David Alaba, Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Xabi Alonso, Thiago Alcantara, Arturo Vidal, Thomas Müller, Robert Lewandowski, Arjen Robben und Douglas Costa gehörten zu den 55 nominierten Spielern. Viel lieber als an der Fifa-Gala tritt Guardiola im hauseigenen Bayern-TV auf. Seine Botschaft an die Welt: «Es hat sich niemand verletzt. Das ist das Wichtigste.»

    Viele Freunde machen sich die Bayern mit dieser Absage nicht, zumal sie ganz grundsätzlich wegen ihres neuerlichen Ausflugs in die Wüste in der Kritik stehen (immerhin verzichteten sie im Gegensatz zum Vorjahr auf einen zusätzlichen Halt in Saudiarabien). «Die Bayern sollten kein Trainingslager in Katar aufschlagen. Sie legitimieren damit ein System der modernen Sklaverei», monierte Tim Noonan, Präsident des internationalen Gewerkschaftsbundes IGB. Auch bei eigenen Fans ist das Trainingslager in Katar umstritten; Guardiola ist bezahlter Botschafter für den Kleinstaat, der 2022 die WM ausrichten wird.

  • Brasilianische Fingerspiele  

    Ist Neymar Jr. wirklich so siegessicher, wie er sich auf dem Hinflug zeigt? Wenig wahrscheinlich. Aber auch er weiss: Raiders heisst jetzt Twix.


  • So fliegen Sieger  

    Gut, so circa 0,5 Prozent Wahrscheinlichkeit bestehen, dass heute Abend jemand anderes den Ballon d'Or gewinnt. Wir sagen trotzdem: So ist der Sieger nach Zürich geflogen. (Oder Zuric, wie das offenbar auf Katalanisch heisst – einen Schreibfehler wollen wir beim grossen FC Barcelona kategorisch ausschliessen.)

    Kurz: Lionel Messi samt Partnerin Antonella Roccuzzo.


  • Frauenfussball  

    Während bei den Männern eher die Meriten mit den Clubs zählen, fokussiert im Frauenfussball alles auf die grossen Turniere. Und die WM im vergangenen Jahr in Kanada war ein grosser Publikumserfolg. Wegen der erstmaligen Teilnahme des Schweizer Nationalteams nahm die Öffentlichkeit auch hierzulande erstmals richtig Kenntnis von dieser Endrunde. Und als die Schweizerinnen im zweiten Gruppenspiel gegen Ecuador 10:1 gewannen, war das mehr als nur ein Ausrufezeichen. Hier darum noch einmal die Höhepunkte dieser erinnerungswürdigen Partie:

  • Press Talk  

    Im Kongresshaus beginnt derweil die Interviewrunde mit den Nominierten. Zunächst ist die Kategorie Trainer/Trainerin im Frauenfussball an der Reihe. Nominiert sind US-Nationaltrainerin Jill Ellis, Englands Nationalcoach Mark Sampson sowie der Japaner Norio Sasaki. Ohne jemandem unrecht tun zu wollen: Dies ist wohl die Kategorie mit dem geringsten Publikumsinteresse. Immerhin sind im Gegensatz zur Wahl des Trainers des Jahres im Männerfussball hier alle Kandidaten vor Ort.

  • CR7  

    Er mag in der Weltfussballer-Wahl diesmal nur Aussenseiter sein, trotzdem zeigte sich Cristiano Ronaldo vor dem Abflug nach Zürich cool und locker.


  • Licht an  

    Im Medienzentrum des Kongresshauses sind alle Augen auf die Bühne gerichtet. Noch ist diese leer, bald aber werden hier die Kandidaten für die begehrten Preise Red und Antwort stehen.

  • Die Trophäen  

    Sie wollten schon immer wissen, wie Trophäen reisen? Die Fifa zeigt es uns.


  • Geduldsprobe  

    Seit Stunden schon harren vor dem Hotel Hyatt unweit des Kongresshauses Hunderte von Fans im Regen aus. Hinter Abschrankungen entlang der Beethovenstrasse sehen die mehrheitlich jugendlichen Kiebitze zu, wie die Fussballprominenz in Limousinen vorgefahren wird, meist können sie bis auf einen Wink ins Publikum aber nichts erhaschen. Trotzdem haben viele Leibchen ihres Lieblingsclubs sowie die Hoffnung mitgebracht, der eine oder andere berühmte Fussballer möge darauf unterschreiben. Mit Handys und Selfiestangen versuchen sie, scharfe Bilder ihrer Idole zu schiessen.

    1/37 Alle Augen auf den Sieger. Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or. Eine Überraschung ist das nicht, dafür hoch verdient.
    Reuters

       

  • Tagesprogramm  

    Der Fussballtag bei baz.ch/Newsnet bietet folgendes Programm:

    14 bis 16 Uhr: Interviews mit Nominierten im Kongresshaus
    17 Uhr: Eröffnung roter Teppich beim Kongresshaus (mit Fanbereich)
    18.30: Uhr: Beginn der Preisverleihung
    20 Uhr: Ende der Preisverleihung

  • Vorschau  

    Wie jedes Jahr Anfang Januar steht Zürich im Fokus des Weltfussballs: Im Kongresshaus werden die besten Kicker von 2015 gekürt. Höhepunkt der Gala, die ab 18.30 Uhr live auf SRF 2 übertragen wird, ist die Wahl des Weltfussballers. Die Wahl zwischen Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar.

    Und sie war sicher schon spannender als dieses Mal. Kann denn jemand anderes als Lionel Messi Weltfussballer werden, wenn der mit Barcelona im vergangenen Jahr schon wieder fünf Titel gewann und damit ziemlich genau fünf mehr als Cristiano Ronaldo?

    Nein: Eine echte Wahl war es kaum für die Captains und Nationaltrainer der 209 Mitgliederverbände sowie ausgewählte Journalisten. Das dürfte auch der Hauptgrund sein, warum sich nur noch 79 Prozent beteiligten.

    Ein anderer ist wohl die Eintönigkeit, die diese Wahl beherrscht. Seit 2008 teilen sich Messi und Ronaldo die Titel auf, wobei der Argentinier noch 4:3 führt. Und betrachtet man das Alter der beiden Ausnahmekönner (Messi ist 28, Ronaldo wird 31), dürfte diese Dominanz noch etwas anhalten. Denn: Wer sonst käme in Frage? Manuel Neuer war als Herausforderer trotz starker WM 2014 so chancenlos, wie es Neymar in diesem Jahr ist.

  • Kandidaten  

    Weltfussballer des Jahres
    Cristiano Ronaldo (Por), Real Madrid
    Lionel Messi (Arg), FC Barcelona
    Neymar Jr. (Br), FC Barcelona

    Weltfussballerin des Jahres
    Carli Lloyd (USA), Houston Dash
    Aya Miyama (Jap), Okayama
    Celia Sasic (De) 1. FFC Frankfurt

    Trainer des Jahres im Männerfussball
    Josep Guardiola (Sp), Bayern München
    Luis Enrique (Sp), FC Barcelona
    Jorge Sampaoli (Arg), Nationalteam Chile

    Trainer/Trainerin des Jahres im Frauenfussball
    Jill Ellis (USA), Nationalteam USA
    Mark Sampson (Wales), Nationalteam England
    Norio Sasaki (Jap), Nationalteam Japan

    Puskas Award für das schönste Tor
    Alessandro Florenzi (It), AS Roma
    Wendell Lira (Br), Gioanésia (Br)
    Lionell Messi (Arg), FC Barcelona

    Weitere Awards:
    Fairplay-Auszeichnung, FIFPro-Weltauswahl

Erstellt: 11.01.2016, 13:12 Uhr

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6 Kommentare

Jonas Brod

11.01.2016, 17:31 Uhr
Melden 50 Empfehlung 3

Ist es nicht unlogisch, in einem Mannschaftssport wie Fussball, einen Preis
an einen Einzelnen zu übergeben? Diese Wahl fördert einen Starkult, der in den
vergangenen Jahren abwegige Züge angenommen hat .
Antworten


Peter Meier

11.01.2016, 22:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Wow! Das ist ja fast so spannend, wie einer frisch gestrichenen Wand beim Trocknen zuzusehen! Antworten