Sport
Eine Frage des Systems beim FCB
Dragovic: «Das war eine klare Rote Karte»
Für FCB-Innenverteidiger Aleksandar Dragovic steht fest, dass der Platzverweis gegen Molde-Stürmer Angar in der 27. Minute gerechtfertigt war: «Er trifft mich im Gesicht. Das war eine klare Rote Karte.» In der Folge wurde der Basler bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen, was den Österreicher aber nicht sonderlich beeinflusste: «Ich habe mich auf meine eigene Leistung konzentriert. Es ist normal, dass die Leute pfeifen, denn schliesslich wollen sie ihr Team nur unterstützen.» skr
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Super League
33. Runde
| 16.05. | Basel - Lausanne | 2 : 0 |
| 16.05. | Sion - Grasshoppers | 0 : 4 |
| 17.05. | Thun - St.Gallen | 3 : 0 |
| 18.05. | Servette - Young Boys | 0 : 1 |
| 18.05. | FC Zürich - Luzern | 4 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Sion | 32 | 12 | 9 | 11 | 36:45 | 45 |
| 6. | Thun | 33 | 12 | 8 | 13 | 41:42 | 44 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 33 | 8 | 12 | 13 | 35:46 | 36 |
| 9. | Lausanne | 33 | 6 | 9 | 18 | 25:47 | 27 |
| 10. | Servette | 32 | 5 | 8 | 19 | 24:51 | 23 |
34. Runde
| 25.05. | Lausanne - Luzern | - : - |
| 25.05. | Sion - Thun | - : - |
| 26.05. | St.Gallen - Servette | - : - |
| 26.05. | Young Boys - FC Zürich | - : - |
| 26.05. | Grasshoppers - Basel | - : - |
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«Ein bisschen überrascht» sei er schon gewesen, sagte Jacques Zoua kurz vor dem Rückflug nach Basel. Überrascht deshalb, weil der 20-Jährige zu Beginn des Spiels gegen Molde (1:0) nur auf der Bank sass. Und das, obwohl Stammstürmer Alex Frei wegen einer schmerzhaften Rückenprellung passen musste und Zoua im Normalfall dessen Part übernimmt. «Jacques darf ruhig überrascht darüber sein», antwortete FCB-Coach Heiko Vogel und fügte an: «Solange er den entscheidenden Treffer erzielt, ist das optimal.»
Der 36-jährige Pfälzer sprach die Szene in der 78. Minute an, als Zoua 18 Minuten nach seiner Einwechslung den Siegtreffer erzielte und dafür sorgte, dass der Schweizer Meister mit einer hervorragenden Ausgangslage in das Rückspiel vom nächsten Mittwoch geht. Als Hauptverantwortlicher für den Sieg sieht sich der Kameruner aber nicht: «Eigentlich gehört dieses Tor Valentin Stocker.» In der Tat musste Zoua den Ball nach hervorragender Vorarbeit seines Mitspielers nur noch über die Torlinie bugsieren. Aber allein der Fakt, dass Zoua an vorderster Front anzutreffen war, dokumentiert seine offensive Grundgesinnung. «Natürlich spiele ich lieber als Stürmer, aber ich stelle mich immer in den Dienst der Mannschaft», sagt Zoua und hofft wohl insgeheim trotzdem, dass er am kommenden Samstag gegen den FC Sion von Beginn an spielen wird.
Frei mehr als fraglich
Ob es so weit kommen wird, hängt vor allem davon ab, ob Alex Frei wieder fit sein wird. Zurzeit sieht es nicht danach aus: «Ich habe Schmerzen und nehme Medikamente dagegen», sagt der Schweizer Rekordtorschütze kurz nach der Landung am Basler Flughafen und setzt ein dickes Fragezeichen hinter einen Einsatz. «Es macht keinen Sinn, dass ich einem Mitspieler den Platz wegnehme, wenn ich nicht fit bin.» Aus diesem Grund habe er gegen Molde freiwillig verzichtet: «Stellt euch vor, ich wäre aufgelaufen und hätte nach zehn Minuten ausgewechselt werden müssen. Dann hätten doch wieder alle gerufen, dass ich zu ehrgeizig bin.»
Stattdessen verzichtete Frei und war massgeblich daran beteiligt, dass sein Trainer Vogel zum ersten Mal einen Systemwechsel vollzog und mit Marco Streller nur einen Stürmer aufs Feld schickte. Leidtragender war Zoua, der zu Beginn mit der Reservistenrolle vorliebnehmen musste, nach seiner Einwechslung auf dem rechten Flügel zum Einsatz kam und das Spiel entschied. Hat sich Zoua mit diesem Treffer für einen Stammplatz im Spiel gegen den FC Sion empfohlen? Wird der Kameruner neben Streller im Sturm beginnen? «Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht», antwortet Vogel und wird sich Fragen stellen. Setzt er gegen die bislang überzeugenden Walliser ebenfalls auf ein eher defensiveres Systemmit nur einer Spitze oder lässt er wie meist im klassischen 4-4-2 agieren?
Zouas Lob an Vogel
Für Zouas Einsatzchancen wäre die zweite Variante wohl die bessere, obwohl er die Taktik seines Trainers lobend erwähnt: «Es war richtig, dass wir gegen Molde mit nur einem Stürmer begonnen haben, denn wir wollten auswärts keinen Treffer kassieren, was uns gelungen ist. Der Trainer hat alles richtig gemacht.»
Ähnlich sieht es Alex Frei, der die taktischen Überlegungen des Coaches ebenfalls anerkennend erwähnte und seinen Sturmpartner Marco Streller lobte. «Er hat das super gespielt, den Ball gut abgeschirmt und weitergeleitet. Er war zwar weniger gefährlich im Abschluss, aber das ist aufgrund seiner Position normal.» Umso gefährlicher waren dafür die Aussenläufer, wie Siegtorschütze Zoua bewies, der vom rechten Flügel aus in den gegnerischen Strafraum preschte und traf. (Basler Zeitung)
Erstellt: 03.08.2012, 13:37 Uhr
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