Sport
Eine grandiose Leistung
Von Marcel Rohr. Aktualisiert am 08.12.2011 38 Kommentare
Der Autor: BaZ-Sportchef Marcel Rohr.
Artikel zum Thema
Stichworte
Was für eine Affiche, was für ein Spiel und was für ein Happy End zugunsten des FC Basel! Der Schweizer Meister bodigt den englischen Rekordchampion Manchester United mit 2:1. Zwei zu eins! Als erster Schweizer Club zieht er in die Achtelfinals der europäischen Königsklasse ein. Das ist eine grandiose Leistung und ein historischer Moment, von dem man noch in fünfzig Jahren schwärmen wird.
Mittendrin im grössten Jubel steht Heiko Vogel. Aus dem Nichts wurde er Mitte Oktober Cheftrainer – und verblüfft seither landauf, landab die Experten. Mit seiner intelligenten und smarten Art berührt Vogel die Herzen seiner Spieler und der Fans. Und seine Alphatiere in der Mannschaft – Streller, Alex Frei, Huggel, Abraham und wie sie alle heissen?– danken es mit Leistung und Toren.
Rolle perfekt interpretiert
Doch wer einen Moment innehält und scharf nachdenkt, findet noch einen weiteren Königsmacher in Rotblau: Bernhard Heusler. Der designierte Präsident lieferte im Oktober mit seiner Vorstands-Crew ein Meisterstück ab, als es galt, Thorsten Fink zu ersetzen. Heusler bewahrte kühles Blut und zauberte die Lösung mit Vogel aus dem Hut. Gerade in diesem wilden Fussball-Herbst demonstrieren einige Club-Bosse in der Schweiz, wie es nicht geht. Tschagajew in Neuenburg, Constantin in Sion, auch Canepa in Zürich: Sie verstehen ihre Rollen nicht, wenn sie in der Kabine rumpoltern (Constantin), Leute verängstigen (Tschagajew), eine juristische Lawine lostreten (Constantin) oder mit populistischen Aussagen die Fankurven aufwiegeln (Canepa).
Heusler passieren solche Fauxpas nicht, weil er seine Rolle beim FCB perfekt interpretiert – seine Worte sind wohlgewählt, sein Handeln durchdacht. Er betreibt keinen Personenkult und koppelt die Glückseligkeit eines Clubs nicht einfach an die Launen eines Trainers. Gestern hatte Heusler seine «Night to Remember». Er ist momentan noch wichtiger für den FCB als Vogel, der bald zum Cheftrainer gekürt wird. Wahnsinn! (Basler Zeitung)
Erstellt: 08.12.2011, 09:36 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
38 Kommentare
die zwei grossen unterschiede heusslers zu den herren constatin und canepa sind:
1. es geht ihm nur um den fc basel und nicht um sich selber
2. er hat einfach stil und typisches baslerisches understatement
was herr heussler in den letzten jahren geleistet hat kann man nicht mit worten beschreiben. vielen dank fuer alles und ich freue mich auf die zukunft mit ihm als praesidenten!
Antworten
Dass alle an diesem Erfolg beteiligt sind, ist unbestritten, die Mannschaft, der abesprungene Fink, jezt Heiko Vogel, und auch der designierte neue FCB Präsident Heusler . Es zeugt von wenig Respekt und Dankbarkeit, wenn Gigi Oeri als mindestens ebenso so grosse Baumeisterin schon gar nicht mehr erwähnt wird. Ohne sie wäre gestern wohl rein gar nichts gewesen. . Antworten

Bitte warten