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«Es braucht im Moment sehr viel, um uns aus der Bahn zu werfen»
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 03.12.2011 1 Kommentar
Das Ziel ist in Sichtweite
Vor der Partie gegen die Young Boys vor zwei Wochen gab der FC Basel das Ziel bekannt, in den letzten drei Heimspielen des Jahres 2011 total 100'000 Zuschauer in den St.-Jakob-Park zu locken. Weil die Begegnung gegen Manchester United restlos ausverkauft ist, fehlen gegen Luzern noch 32'000 Zuschauer, um das Ziel zu erreichen. Im Vorverkauf für das Spiel vom Samstag gegen Luzern wurden bis heute Freitagmittag 29'600 Tickets abgesetzt. 2400 Kurzentschlossene würden also dem FCB zu der bemerkenswerten Marke verhelfen. ker
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Er ist der Aufsteiger des Jahres des FC Basel – vielleicht sogar der ganzen Schweiz. In der Kategorie «Newcomer des Jahres» nominiert, hofft Fabian Frei am 11. Dezember mit einem Sports Award ausgezeichnet zu werden. Nach dem Abstieg mit dem FC St. Gallen im Frühjahr, dem Finalvorstoss mit der U21-Nationalmannschaft im Sommer, dem Aufstieg zum Nationalspieler im Spätsommer und dem märchenhaften Herbst als Stammspieler und regelmässiger Torschütze in Meisterschaft und Champions League mit dem FC Basel wäre dies für den 22-Jährigen das Sahnehäubchen auf ein denkwürdiges 2011.
Doch trotz aller Lobeshymnen, die ihm in den letzten Wochen und Monaten gewidmet wurden, denkt Frei nur an das nächste Spiel: «Die Luzerner sind unsere engsten Verfolger. Wir wollen sie wie YB distanzieren.» Diese professionelle Einstellung ist charakteristisch für den Frauenfelder. Dank seines besonnenen Wesens ist Frei auch mit 22 Jahren schon ein Vorbild für die Jungen. Er war sich auch nicht zu schade, am letzten Wochenende in Wil seine Knochen hinzuhalten, obwohl ihm nach dem Champions-League-Spiel gegen Galati seine Fussprellung wieder zu schaffen gemacht hatte. Prompt konnte sich der Mittelfeldspieler auch im Cup-Spektakel in der Ostschweiz als Torschütze auszeichnen. Bei der Erinnerung an jene in extremis gewonnene Partie warnt Frei vor Übermut: «Wir haben gegen Wil gesehen, dass es nicht reicht, ein paar Prozent weniger zu geben.»
Ohne Huggel – mit Stocker?
Das sieht auch Heiko Vogel so. «Es ist natürlich einfacher, sich für einen Spitzenkampf gegen Luzern zu motivieren, als für ein Cup-Spiel gegen Wil», meint der FCB-Trainer. Dennoch lobt er noch einmal die Moral seines Teams. «Wenn man in der 111. Minute in Rückstand gerät und dann das Spiel in Unterzahl noch dreht und das nach einer Reise nach Bukarest, dann verdient das Riesenrespekt», betont Vogel und verweist auf die letzten Auftritte von Bayern München (2:3 gegen Mainz) und Manchester United (1:2 n.V. gegen Crystal Palace), die beide als haushohe Favoriten verloren. «Es braucht im Moment sehr viel, um uns aus der Bahn zu werfen», meint Fabian Frei.
Vor dem FC Luzern hat Vogel grossen Respekt. Murat Yakin leiste «hervorragende Arbeit», und das Duell mit den Zentralschweizern sei der standesgemässe Auftakt in die letzte Woche eines ereignisreichen Fussballjahres. Dennoch wirft der Champions-League-Knüller gegen Manchester United bereits seine Schatten voraus. Benjamin Huggel wird nach seiner Wadenzerrung, die er sich in Bukarest zugezogen hat, für den nächsten Mittwoch geschont. «Das Risiko wäre zu gross», erklärt Vogel. Ebenso steht Yann Sommer nicht zur Verfügung. Der Stammtorhüter ist nach seinem Platzverweis in Wil gesperrt und wird von Massimo Colomba vertreten. Wieder dabei sein könnte hingegen ein Langzeitverletzter. «Valentin Stocker könnte auf der Bank sitzen», räumt der 36-Jährige ein, um aber gleich darauf hinzuweisen, dass es nach sechsmonatiger Verletzungspause das Risiko gut abzuwägen gelte.
Eine offene Rechnung
Ziemlich sicher dabei sein wird aber Fabian Frei. Gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner wie Luzern braucht der FCB durchschlagskräftige Angreifer. Anzunehmen ist, dass Frei zusammen mit Xherdan Shaqiri die Flügelzange bildet, die den Luzerner Abwerriegel knacken soll. «Unser Spiel ist darauf ausgerichtet, gegen tief stehende Mannschaften zum Erfolg zu kommen», sagt Vogel. Allerdings werde man Geduld benötigen. An der Motivation seiner Spieler wird es sicher nicht scheitern. «Wir mussen zu Hause gewinnen. Alles andere zählt für uns nicht», sagt Shaqiri entschlossen und Fabian Frei ergänzt in Anspielung auf die 1:3-Niederlage im Hinspiel: «Wir haben mit Luzern noch eine offene Rechnung.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.12.2011, 14:22 Uhr
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