Sport
Fink schont Frei gegen Debrecen
Aktualisiert am 04.08.2010 3 Kommentare
FC Basel - Debrecen (19.45 Uhr)
SR Besborodow (Russ). Mögliche Startformationen:
Basel: Costanzo; Inkoom, Abraham, Cagdas, Safari; Shaqiri, Huggel, Yapi, Stocker; Zoua, Almerares.
Debrecen: Verpecz; Bernath, Komlos, Mijadinoski, Lasczko; Kiss; Yannick, Varga, Czvitkovics; Coulibaly.
Bemerkungen: FCB ohne Streller (verletzt).
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Basel dürfte nichts mehr anbrennen lassen In seiner aktuellen Verfassung wird sich der Schweizer Double-Gewinner heute Abend im St.-Jakob-Park vom ungarischen Aussenseiter Debrecen nicht mehr bedrängen lassen. «Ich werde im Rückspiel erneut ein Team aufstellen, das Debrecen schlagen kann», stellte Thorsten Fink eine halbe Stunde nach dem Ende der Partie in Budapest klar. Für die Ungarn ist das keine erfreuliche Nachricht. In der Wunschformation ist der verlustpunktlose FCB derzeit kaum zu stoppen.
Ottmar Hitzfeld verzichtet am 11. August im Test gegen Österreich zwar auf Alex Frei. Zum Kader des FCB wird der Schweizer Topskorer heute Mittwochabend trotzdem gehören. Wegen Beschwerden im Sprunggelenk sitzt der Stürmer aber nur auf der Bank. Wenn sich die komfortable Lage der Gastgeber im Verlauf des Spiels nicht dramatisch verändert, wird Fink seinen besten Torschützen kaum einsetzen.
Almerares für Frei
Die Nummer 2 im Sturm, Marco Streller, wird ebenso fehlen. Der Nationalspieler verpasste wegen seiner Probleme in der Oberschenkelmuskulatur bereits das erste Rendezvous in Budapest. Gemäss FCB-Informationen arbeitet er intensiv am Comeback. Eine weitere Operation bleibt ihm wohl erspart. Frei wird von Federico Almerares ersetzt, Jacques Zoua ist angesichts der Ausfälle seit geraumer Zeit gesetzt.
Die Hoffnung, in Basel eine Überraschung schaffen zu können, besteht im ungarischen Lager nach wie vor: «Wenn wir das 1:0 schiessen, könnte es ein heisser Match werden. Ein 2:0 ist ein gefährliches Resultat», erklärte Mirsad Mijadinoski nach der Landung in der Schweiz. Wir hatten schon im Hinspiel mehrere Chancen, die man auf diesem Niveau aber natürlich verwerten muss.» Die Motivation sei gross, es «besser zu machen». Am vergangenen Wochenende startete der ungarische Champion erfolgreich zur Saison. Beim 2:0 gegen Papa setzte der Trainer aber nur ein B-Team ein. Heute Mittwoch ist erneut eine 4-1-4-1-Formation zu erwarten - neu mit dem linken Offensiv-Verteidiger Zsolt Laczko, der seine Grippe kuriert hat.
Den ungarischen Serienmeister nicht unterschätzen
Über 7 Millionen Euro schüttet der europäische Verband für den Vorstoss in die Champions League aus. Unnötige Risiken sind mit Fernblick auf die fetten Prämien deshalb schon in der vorletzten Qualifikations-Runde zu vermeiden. Und auf Pokerspiele ist Fink im lukrativsten Geschäft der aktuellen Saison ohnehin nicht angewiesen. Da er gegen St. Gallen (3:0) diverse Titulare schonte, steht ihm – mit oben genannten Ausnahmen – eine ausgeruhte Stamm-Equipe zur Verfügung.
Fink weiss aus eigener Erfahrung als Spieler, wie hoch der Preis im Europacup für eine mangelhafte Einstellung sein kann. Im Dezember vor 14 Jahren erlitt er mit dem Karlsruher SC im UEFA-Cup-Achtelfinal gegen Bröndby Kopenhagen ein 0:5-Debakel - das Hinspiel in Dänemark hatte der KSC 3:1 gewonnen. An diese eher unangenehme Episode seiner Karriere erinnerte sich der FCB-Trainer nach dem 2:0 gegen Debrecen nicht ganz zufällig in der Runde der Journalisten. Unterschätzen wird der Schweizer Branchen-Leader den ungarischen Serienmeister jedenfalls nicht. Das war den Voten der Beteiligten zu entnehmen. Und es würde auch nicht zu einer Mannschaft passen, die auf den Schlüsselpositionen von sehr erfahrenen Spielern lebt.
Positive Basler Bilanz
Wie unwahrscheinlich ein Coup der limitierten Gäste ist, belegen übrigens allein die eindrücklichen europäischen Kennzahlen der Basler: In den letzten sechs Jahren hat sich der FCB ausnahmslos für die Gruppenphase eines Europacup-Wettbewerbs qualifiziert. Eine solch positive Bilanz haben nur wenige Equipen vorzuweisen. Die Gewissheit, erneut über ein Team zu verfügen, das auf nationaler und europäischer Bühne positive Schlagzeilen produzieren kann, ist in Basel gross. Das erhöhte Zuschaueraufkommen ist einer der Belege dafür. In der Tabelle der Axpo Super League vermag nur der FC Luzern (noch) einigermassen Schritt zu halten; die Konkurrenz aus Bern und Zürich hat der perfekt gestartete FCB einstweilen abgeschüttelt.
20 von 27 Spielern wurden bereits eingesetzt. Fink rotiert auf hohem Niveau, weil er «nicht nur nachdenkt, sondern auch vordenkt». Der frühere Bayern-Professional kennt die Tücken qualitativ breit besetzter Kader. Entsprechend plant und managt er. Sollten die Bebbi auch die Playoffs (mögliche Gegner: u.a. Belgrad, Zagreb, Rosenborg) überstehen, will Fink einen Leistungsabfall im heimischen Championat auf jeden Fall verhindern. Der Grund ist klar: Der nächste Titelhalter ist mit höchster Wahrscheinlichkeit für einen Startplatz in der Champions League gesetzt. (jg/si)
Erstellt: 04.08.2010, 08:59 Uhr
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3 Kommentare
Wem es nicht der Wert ist 20.- für einen Eintritt zu bezahlen ist selber Schuld wenn er den match nicht schauen kann. Ich verstehe auch nicht, dass plötzlich so wenig Zuschauer kommen, immerhin geht es um die CL. naja, vielen ist der FCB wohl doch nicht so wichtig. Das nennt man dann Eventfans und hat nichts mit Lieber zum Verein zu tun. Schämt euch! Antworten

