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Für 20 Euro zum eigenen Fussballstadion
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In den Fünfzigerjahren gehörte Westfalia Herne zur Elite des westdeutschen Fussballs, heute muss sich der Heimatverein des Filmregisseurs Sönke Wortmann in der fünftklassigen Nordrhein-Westfalen-Liga mit Gegnern wie dem SV Schermbeck und dauernden Finanzsorgen herumplagen. Manager Ingo Finkenstein will dies ändern – mit ungewöhnlichen Mitteln.
Der 42-Jährige hat die Aktion «Der Weg zum Schlossherrn» ins Leben gerufen, bei der die Namensrechte an Westfalias Heimstätte, dem Stadion am Schloss Strünkede, verlost werden. Ein Los für die Ziehung vom 24. Oktober kostet 20 Euro. Das Stadion wird danach bis zum Saisonende den Namen tragen, den sich der Gewinner wünscht. Einzig rassistische oder anstössige Bezeichnungen sowie die Namen anderer Fussballklubs sind nicht zugelassen.
Auf der Geschäftsstelle von Westfalia Herne sind bereits Anfragen aus Italien, den USA und der Schweiz eingegangen. Immerhin kann der künftige Schlossherr in einer ehrwürdigen Spielstätte mit 78-jähriger Geschichte und 32'000 Plätzen thronen – er bekommt nämlich auch eine Dauerkarte. «Zudem lassen wir ein Schild anfertigen, so dass der Name gross am Stadioneingang zu lesen ist», verspricht der Klubvorstand in der «Westdeutschen Allgemeinen». (ak)
Erstellt: 24.09.2010, 11:28 Uhr

