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«Für den Schweizer Fussball ist das ein historischer Moment»
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- U-17-WM in Nigeria
- Presseschau zum Schweizer WM-Triumph
- Das Schweizer Herbstmärchen
- Die Schweizer U-17-Weltmeister
- Final der U-17-WM
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Sie erfüllten sich so einen verwegenen Traum. Verschiedene Schlüsselszenen und Kommentare zur WM-Feier des Abends.
Der Game-Plan von Dany Ryser hörte sich nach dem Weltmeisterstück ganz simpel an: «Ihr sollt es geniessen, freut euch über die wunderbare Stimmung in diesem Stadion.» Mit diesen Worten wollte Ryser seinen Spielern die Furcht vor der Zuschauermasse und den speziellen Umständen nehmen. Seine Botschaft ist angekommen.
Von einem «irrsinnig schönen Erfolg» sprach der Erfolgscoach hinterher. So ruhig wie er die Equipe zur beispiellosen Siegserie führte, so sachlich analysierte Ryser den grössten Coup der SFV-Geschichte. Dann deutete er doch noch an, welch grosse Emotionen ihn in diesem ausserordentlichen Moment bewegten: «Für den Schweizer Fussball ist das ein historischer Moment.»
«Wir sind die Besten der ganzen Welt»
Sicht- und hörbarer verschafften die neuen U-17-Weltmeister ihren Emotionen freien Lauf. «Wir sind die Besten der ganzen Welt», sangen sie im Chor. Alle trugen ihre Shirts umgekehrt. Nichts hätte in dieser historischen Stunde besser gepasst: Die Fussballwelt der Jugendlichen stand in der Tat kopf.
«Wir wussten, dass Nigeria nicht über 90 Minuten ein solches Tempo gehen kann», erklärte Haris Seferovic hinterher. Sie hätten nach den Startproblemen besser und besser ins Spiel gefunden. Auch der Schütze des goldenen Tors rang danach nach den richtigen Worten. «Ich bin mir noch gar nicht richtig bewusst, wie wichtig dieses Tor war.»
Ein Schweizer erzählte gleich mit doppeltem Goldschmuck vom Highlight seiner noch jungen Karriere: Benjamin Siegrist. Der Basler Keeper mit Vertrag in England (Aston Villa) stand gleich mehrfach im Brennpunkt. Am Anfang und in den letzten Minuten verhinderte er mit brillanten Paraden den Ausgleich.
«Heute gehen wir nicht früh ins Bett»
Nur über die heikelste Szene auf dem Weg zum WM-Titel wusste Siegrist nicht mehr Bescheid. Der Zusammenprall mit Emmanuel raubte ihm kurz das Bewusstsein. «Nein, ich habe davon nichts mitbekommen. Irgendwann hörte ich dann den Physio sprechen.» Bis zur Pause sei seine Sehschärfe eingeschränkt gewesen. «Ich war froh, irgendwie in die Halbzeit zu kommen. Danach fühlte ich mich wieder besser.»
Das WM-Gala-Dinner genossen die Weltmeister im internen Kreis, in der noblen Unterkunft Hilton. Die fünf Sterne der Herberge hatten sich die 21 neuen Schweizer Fussball-Stars verdient - und die rauschende, aber alkoholfreie Party ebenfalls. «Heute gehen wir nicht früh ins Bett, das steht fest», freute sich Seferovic. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.11.2009, 08:11 Uhr









