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Gemeinderat von Emmen lässt GC zappeln

Rund zwei Wochen bevor GC die Unterlagen für die Lizenz abgeben muss, weiss der Rekordmeister noch immer nicht, wo er künftig seine Heimspiele austragen wird.

Wird das Stadion Gersag die neue Heimat der Grasshoppers?

Wird das Stadion Gersag die neue Heimat der Grasshoppers?
Bild: Keystone

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Der Gemeinderat von Emmen im Kanton Luzern erklärte am Mittwochabend nach seiner Sitzung, es fehlten noch wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Übername der Spiele von GC im Stadion Gersag in Emmenbrücke. Man habe deshalb noch keinen abschliessenden Entscheid fällen können. Der offiziellen Anfrage von GC stünden die Grundbedingungen der Gemeinde Emmen gegenüber, hielt der Gemeinderat fest. Sobald die Stellungnahmen von GC und der Kantonspolizei Luzern zur Sicherheit vorliegen, will der Gemeinderat Emmen seinen Entscheid fällen.

Die Politiker zweifeln daran, dass die notwendigen baurechtlichen Verfahren bis zum 10. März abgeschlossen werden können. Für die als Provisorium aufgestellte Tribüne im Stadion Gersagbraucht es eine Verlängerung der Baubewilligung. Gegen diese wären Einsprachen möglich.

Gespräche mit dem FC Aarau im Gang

Der zweite Notnagel für GC - das Stadion Brügglifeld, in dem der FC Aarau spielt - ist ebenfalls noch im Gespräch. Zwar haben sich der Gemeinderat von Suhr, wo das Stadion steht, und der Aarauer Stadtrat ablehnend geäussert, die Platzgenossenschaft, der das Stadion im Baurecht gehört, hat den Grasshoppers jedoch gemeinsam mit dem FC Aarau ein Angebot gemacht.

Beide seien wirtschaftlich daran interessiert, dass GC seine Heimspiele im Brügglifeld austrage, sagte Robert Kamer von der Geschäftsleitung des FC Aarau. Baurechtliche Fragen wie die Erhöhung der Ausnutzungsziffer für das Brügglifeld sind ungeklärt und von den Verhandlungen ausgeklammert.

Grasshoppers geben sich wortkarg

«Mit beiden Standorten laufen Gespräche», sagte GC-Mediensprecher Eugen Desiderato. Er machte keine Angaben, ob als letzte Möglichkeit doch wieder der Einzug in das Zürcher Stadion Letzigrund zu alten Konditionen in Frage käme.

Derzeit werden in Zürich Unterschriften für eine Petition an die Stadtbehörden gesammelt. Gefordert wird, dass ein Stadionneubau im Hardturm vorangetrieben wird. Bis zu dessen Fertigstellung sollen die Miet- und Sicherheitskosten für das Stadion Letzigrund um die Hälfte reduziert werden.

Dass die Stadt Zürich den Mietzins senkt, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Am 11. Februar hatte der Stadtrat die von GC beantragte Kosteneinsparung von rund einer Million Franken abgelehnt. (sda)

Erstellt: 23.02.2011, 18:55 Uhr

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