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«Gross hätte Stuttgart gerettet»
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 26.01.2011 1 Kommentar
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Der Bundesligist aus dem Schwabenland und Winfried «Winnie» Schäfer – das passt irgendwie nicht zusammen. Der Coach hat offenbar nicht vergessen, dass er im Sommer 1998 nur fünf Monate lang Trainer des VfB Stuttgart sein durfte, dann war seine Zeit beendet. Zu den schärfsten Kritikern zählte damals der vermeintliche Leistungsträger Fredi Bobic. «Zu statisch, ohne Feuer, ohne Spass – jeder spielt für sich. Wir sind keine Mannschaft. Mit diesem Trainer geht es nicht mehr», lautete damals das vernichtende Urteil vom launischen Offensivspieler Bobic über seinen Übungsleiter Schäfer.
Zwölf Jahre später kommt die Zeit der Abrechnung. In der TV-Sendung «Sport im Dritten» rechnet Schäfer mit Bobic und dem abstiegsbedrohten VfB ab. Dabei nimmt der 61-jährige Schäfer seinen Zürcher Branchenkollegen Gross in Schutz. «Christian Gross hat diesen Verein ja letztes Jahr gerettet und muss dann einem Newcomer wie Bobic erzählen, wie er aus dieser Situation kommt. Man muss sich das mal vorstellen: Ein neuer Manager, der von nichts eine Ahnung hat – und der Cheftrainer, der den Verein gerettet hat, soll ihm was erklären. Das kann er nicht, laut Bobic, und wird entlassen.»
Auch den Manager hinterfragen
Weltenbummler Schäfer legt in der TV-Sendung noch ein Brikett nach: «Dann holt er (Anm. d. Red.: Bobic) den Jens Keller. Der muss ihm das richtig erklärt haben, wird dann aber auch entlassen. Jetzt holen sie wieder einen Trainer (Bruno Labbadia). Nicht immer sei der Trainer das Problem, warum nicht auch mal den Manager hinterfragen? Der ist neu und hat schon den dritten Trainer innerhalb von sechs Monaten. Da kann der Verein nicht nach oben kommen.»
Gegenüber «Bild» erklärte der zurzeit arbeitslose Schäfer zudem: «Wie Bobic mit Gross umgegangen ist, das zeugt aus meiner Sicht von mangelndem Respekt. Gross hatte in Basel grosse Erfolge gefeiert – ich glaube nicht, dass ein Neuling wie Bobic das Geschäft besser kennt als Gross. Nicht immer ist der Trainer schuld, aber das hat ja in Stuttgart Tradition. Hätte der Verein an Gross festgehalten, wäre der VfB schon Zehnter.»
Keine Reaktion von Bobic
Bobic hat zu den Vorwürfen von Schäfer, der auch die Transferpolitik des Sportchefs bemängelt, noch keine Stellung genommen. Ein Sprecher des VfB sagt nur: «Es interessiert beim VfB Stuttgart niemanden, was Winfried Schäfer von sich gibt.» Bobic befindet sich ausserdem beim Asien-Cup in Doha (Qatar).
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.01.2011, 15:15 Uhr
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1 Kommentar
Und ob es beim VfB Stuttgart niemanden interessiert was andere zu ihren Leistungen sagen ist sicher nicht bewiesen.Es kann in diesem Verein,wenn man in kurzer Zeit so viele gute Trainer verschleisst,doch irgend etwas nicht stimmen.Der Vorstand muss nur aufpassen dass nicht plötzlich bei Fans die gleiche Situation entsteht wie beim Bahnhof-Neubau.Sich über den Manager zu äussern lohnt sich nicht. Antworten




