Sport
Heftige Krawalle vor dem Cup-Knaller FCB gegen FCZ
Von Markus Prazeller. Aktualisiert am 22.11.2009
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Die verletzten Sicherheitsleute waren im Gästesektor des St. Jakob-Park postiert. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas gegen die rund 200 gewaltbereiten Zürcher Fussballfans ein. Der Basler Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass sprach am späten Abend von einem «aussergewöhnlich grossen Aggressionspotenzial» der Chaoten. Die Polizei verhaftete zwei Zürcher Fans.
Wegen der Gewaltbereitschaft griffen Polizei und die Stadionbetreiberin Basel United am Abend zu eher ungewöhnlichen Massnahmen. Sie entschieden sich zunächst gegen eine Öffnung des Gästesektors. Einige Fans versuchten jedoch, sich gewaltsam Eintritt ins Stadion zu verschaffen, was ihnen nach dem Aufbrechen der Eingangstüren auch gelang. Auch als das Spiel schon fast zwanzig Minuten lief, warteten die Zürcher Fans noch vor dem Stadion – und lieferten sich dort teils wüste Auseinandersetzungen mit der Polizei.
«Erheblicher Sachschaden» im Gästesektor
Die Stimmung beruhigte sich auch nicht, als die Fans nach zwanzig Minuten doch noch ins Stadion durften. Sie demolierten grosse Teile des Gästesektors, warfen Stühle und sogar einen Grill eines Verpflegungsstandes aus den Fenstern des Stadions. Dabei enstand gemäss Aussagen eines Polizeisprechers «erheblicher Sachschaden». Aus Sicherheitsgründen blieben der Sektor B – mit Ausnahme des Gästesektors – während des ganzen Spiels leer. Über den Stadion-Lautsprecher wurden Fans mit Sitzplätzen in den betroffenen Sektoren gebeten, sich auf andere Sektoren im Stadion zu verteilen.
In der zweiten Halbzeit entspannte sich die Situation unter den Zürcher Fans. Nach dem Match, den der FC Basel mit 4:2 für sich entschied, wurden die Polizeikräfte vor allem von Anhänger des FC Basel gefordert: Mehrere Chaoten hatten es auf auswärtige Matchbesucher und Ordnungskräfte abgesehen. Es kam zu kleineren Scharmützeln. Auch der Extrazug nach Zürich wurde angegriffen. Die Polizei konnte die Lage allerdings unter Kontrolle halten, wie ein Polizeisprecher sagte. (Basler Zeitung)
Erstellt: 22.11.2009, 19:13 Uhr








