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Hier residieren Hitzfeld, Frei & Co.

Von Sven Schoch (Si, Text, Bilder), Vanderbijlpark. Aktualisiert am 06.12.2009

Am Tag nach der WM-Auslosung regelte eine SFV-Delegation mit dem Hotel-Management des «Emerald Resort & Casino» die letzten vertraglichen Details.

1/12 Die Unterkunft der Schweizer Nationalmannschaft an der WM 2010 in Südafrika, das «Emerald Casino & Resort» in Vanderbijlpark, in der Nähe von Johannesburg.
Sven Schoch

   

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Hier wohnt die Nati

Im Juni 2010 wird das Schweizer Team die herrliche Unterkunft in Vanderbijlpark beziehen. Rund eine Autostunde entfernt von der lauten Metropole Johannesburg, umgeben von einer wunderbar grünen Wald- und Wiesenlandschaft liegt die weiträumige Anlage.

Von der hektischen afrikanischen Aussenwelt werden die Schweizer Fussballer abgeschottet sein. Innerhalb des gegen 28 Quadrat- Kilometer grossen «Resorts» wird ihnen aber einiges geboten. Eine Schlaufe des «Vaal Rivers» grenzt an den Park. Mehrere geheizte Schwimmbäder stehen zur Verfügung, ein Pool exklusiv.

Palmen, Gräser, perfekt gepflegte Rasenflächen, wilde Bäume, Geräusche wie im Dschungel - Idylle pur. Den Garten bewohnen diverse Vogelarten. In Gehdistanz vom verwinkelten Hotel-Komplex leben Raubtiere; allerdings hinter Gittern in einem hoteleigenen Minizoo. Im Casino können Alex Frei und Co. ihre Prämien der WM- Qualifikation aufs Spiel setzen.

Planung früh eingeleitet

Mit der Wahl der Unterkunft hat sich der Schweizer Verband früh beschäftigt. Am 9. Mai fand ein erstes Treffen vor Ort statt. Im Sommer nahm Coach Hitzfeld einen Augenschein und befand das Quartier für perfekt. Via Johannesburg sind sämtliche Spielorte (Durban, Port Elizabeth und Bloemfontein) innerhalb von eineinhalb Flugstunden zu erreichen.

24 Stunden nach der Ziehung der WM-Kugeln verhandelte die Delegation mit Team-Manager Philipp Ebneter, Medien-Chef Marco von Ah und Spitzenkoch Emil Bolli über die letzten infrastrukturellen Details. Das vierwöchige Arrangement wird gemäss der Emerald- Geschäftsführerin rund eine halbe Million Dollar kosten. Kein Problem für den SFV: Die Fifa entschädigt jeden WM-Teilnehmer mit mindestens neun Millionen.

Anreise-Termin noch offen

Ab welchem Tag die Schweizer ihre afrikanische Ruhe-Oase beziehen werden, ist noch nicht fixiert. Denkbar ist dem Vernehmen nach, dass das Vorbereitungs-Camp in Crans-Montana (ab 23. oder 24. Mai) bis zu zwei Wochen dauern wird. Der WM-Auftakt in Durban gegen Spanien ist erst am 16. Juni.

Gebucht ist die Herberge während vier Wochen bis Ende Juni. 77 Zimmer stehen den Schweizern exklusiv zur Verfügung. Andere Gäste haben im Haupt-Gebäude keinen Zutritt. Die Privatsphäre der Spieler wird geschützt. Der Tross wird grösstenteils ungestört sein.

Strenge Kontrollen

Die Eingangskontrollen werden während der WM scharf sein. Schon jetzt wird der gesamte Hotelpark von 43 Sicherheitsleuten bewacht. Im kommenden Sommer beschäftigt die Fifa zusätzliche Security- Angestellte, und die südafrikanische Polizei schirmt die VIPs mit zusätzlichen Einheiten ab. Sogar auf dem «Vaal River» wird eine Patrouille eingesetzt.

Rund zehn Fahrminuten von ihrer WM-Basis entfernt werden die Schweizer während der Endrunde in Südafrika trainieren. Auf der grosszügigen Uni-Anlage von Vaal finden sie ideale Bedingungen vor.

Training im Stadion von Jomo Cosmos

Eine SFV-Delegation inspizierte das Kleinstadion «Isak Steyl», wo der Drittligist Jomo Cosmos seine Heimspiele austrägt, zusammen mit dem technischen Stab des Uni-Sport-Zentrums. Die Tribüne bietet 2500 Zuschauern Platz. Geplant sind im nächsten Sommer offene Trainingseinheiten.

Das weiträumige, mit Palmen und Bäumen begrünte Gelände kann je nach Schweizer Wünschen aber auch abgesperrt werden. Die Backstein-Garderobe bauen die Veranstalter noch um. Ab Februar wird der Rasen komplett erneuert und regelmässig bewässert, da im Frühjahr und Sommer kaum Regen fällt.

Der lokale Greenkeeper Hannes Harttung versprach Team-Manager Philipp Ebneter perfekte Bedingungen: «Wir werden hier alle Wünsche der Schweizer erfüllen. Im neuen Jahr säen wir neu an.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.12.2009, 17:42 Uhr

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