Sport

Hooligans droht Internet-Pranger

Die Fotos der Hooligans, die beim Match FCB-FCZ gewütet haben, werden veröffentlicht, wenn sie sich nicht bis Ende Monat stellen.

Weil noch mehrere Dutzend gewalttätige Hooligans nicht identifiziert sind, werden deren Fotos «in nächster Zeit» ins Internet gestellt, wenn sie sich nicht melden.

Weil noch mehrere Dutzend gewalttätige Hooligans nicht identifiziert sind, werden deren Fotos «in nächster Zeit» ins Internet gestellt, wenn sie sich nicht melden.
Bild: Keystone

Bei der Randale beim Cup-Achtelfinal vom 20. November 2009 wurden mehrere Personen verletzt, zwei spitalreif; die Sachschäden werden auf 100'000 Franken beziffert. Gegen Identifizierte laufen nun Verfahren wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs, Gewalt und Drohung gegen Beamte und Sachbeschädigung, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Trotz intensiven Ermittlungen sei es noch nicht gelungen, mehrere Dutzend weitere gewalttätige Hooligans zu identifizieren. Darum würden deren Fotos «in nächster Zeit» ins Internet gestellt. Darauf könne «im Einzelfall» verzichtet werden, falls die Betreffenden sich selber «in den nächsten Tagen» den Behörden stellen.

«Chance» Publikation abzuwenden

Dies sei keine Drohung, sagte ein Staatsanwaltschafts-Sprecher auf Anfrage, sondern eine «Chance» für Betreffende, die Publikation abzuwenden. Ob die Publikation unter Hooligans einen Negativ-Ruhm fördere, interessiere die Behörde nicht: Sie müsse die Straftäter ermitteln. Im Auge habe man nur Personen, für deren Delikte Beweise vorlägen.

Die Basler Strafverfolger hatten zuvor erst einmal Täterbilder zu Fahndungszwecken ins Internet gestellt. Damals ging es um ein Video eines brutalen Angriffs in einem Tram. Allerdings wurden dabei Datenschutz-Vorschriften verletzt, was Kritik auslöste. Die Staatsanwaltschaft habe daraus gelernt, heisst es dazu heute.

Für die baselstädtischen Strafverfolger ist dies die erste (angekündigte) Internet-Fahndung nach Fussball-Hooligans. Vorausgegangen waren St. Gallen, Zürich und Bern. Das Internet bietet sich nicht nur wegen der breiten Zugänglichkeit an; gemäss dem Sprecher würde wohl auch keine Zeitung Dutzende Fahndungsbilder abdrucken. (sda)

Erstellt: 17.06.2010, 10:16 Uhr

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7 Kommentare

rene huber

20.06.2010, 11:34 Uhr
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"mehrere Personen verletzt, zwei spitalreif; die Sachschäden werden auf 100'000 Franken beziffert." Auf was, bitte schön, warten sie mit der Veröffentlichung. Was da geschehen ist, das wollen wir alle nicht. Auch dafür bezahlen, möchte wohl niemand. Solche Bilder gehören meines Erachtens sofort ins Netz gestellt. Hier geht es NICHT um DATENSCHUTZ! Antworten


Stefan Parpan

18.06.2010, 02:56 Uhr
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@G.Graf Ich verstehe nicht, was an St. Gallen beispielhaft sein soll. In SG gibt es mehr Ausschreitungen als sonstwo in der Schweiz. Eben wegen den "beispielhaften" Massnahmen! Und über die Kosten dieser Massnahmen denkt plötzlich niemand mehr nach. Gelöst wird auf diese Art und Weise gar nichts. Ganz im Gegenteil... Antworten


Guido Graf

17.06.2010, 16:55 Uhr
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Endlich hat auch das rot-grüne Basel mit seinen Kopfstreichlern, Verharmlosern und Schönrednern gemerkt, dass man nur mit hartem Durchgreifen und raschem Verurteilen die Krawaller am Wickel packen kann. Auch das geltende Vermummungsverbot ist endlich durchzusetzen. Nur diese Sprache verstehen die Chaoten. St. Gallen macht es beispielhaft und erfolgreich vor und die Steuerzahlenden sind begeistert! Antworten


michael basler

17.06.2010, 15:25 Uhr
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na ihr demokraten. ein krimieller hat seine rechte verspielt? kinderschänder? autorowdys? zudem weiss die polizei ganz genau wer gewalttätig ist und wer nicht!! wenn man nach dem zerstören des catering bereiches im joggeli mit 600 polizisten es nicht schafft mehr als drei personen festzusetzen, der ist einfach unfähig. genau so die untersuchung gegen shakiri. lächerlich - wie wärs mit einem VERBOT Antworten


Fritz Hurni

17.06.2010, 14:53 Uhr
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Ein Krimineller hat m.E. sein Recht auf Datenschutz selber verspielt und die Veröffentlichung der Bilder dient dem Schutz und Wohl der Allgemeinheit. Antworten


Hans Zuberbühler

17.06.2010, 13:28 Uhr
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Schickt doch den Datenschützer endlich in die Wüste. Wir Unschuldigen müssen mit unseren Steuern immer alles bezahlen. Stellt diese Chaoten ins Netz damit wir sie erkennen und sie zur Kasse bitten können. Antworten


hanspeter ziltener

17.06.2010, 12:06 Uhr
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ich kann nur sagen. sehr gut lieber gruss h.p.ziltener Antworten



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