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«Ich stelle mich als Sänger zur Verfügung»
Von Stefan Kreis, Neuenburg. Aktualisiert am 12.12.2011 7 Kommentare
Ein gut gelaunter Markus Steinhöfer letzte Woche nach dem Spiel gegen Manchester.
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Am Mittwoch machte sich FCB-Spieler Markus Steinhöfer beim historischen 2:1-Triumph gegen Manchester United unsterblich, als er eine Flanke an die eigene Querlatte donnerte, vier Tage später sorgte der Mann aus Deutschland erneut für Furore. Gegen Neuenburg Xamax bereitete der Aussenverteidiger den Führungstreffer vor, war aber beim Ausgleich defensiv nicht über alle Zweifel erhaben. Kurz vor dem Ende des Spiels wurde der 25-Jährige zudem zur personifizierten Weissglut, lieferte sich ein hitziges Duell mit Schiedsrichter Nikolaj Hänni und bezeichnete seinen Gegenspieler Paito als «unfair».
Hinterher stellte sich der Verteidiger mit sichtlich tieferem Blutdruck den Fragen, sprach über seinen Status in Basel und verriet, warum er zum Sänger werden könnte. Ausserdem erzählte der Deutsche, wie er zu Beginn des Spiels eine feuchte Überraschung erlebte.
BaZ: Markus Steinhöfer, vor dem Anpfiff wurde die gesamte Mannschaft vom Rasensprenger kalt geduscht.
Markus Steinhöfer: So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir wurden leider ein bisschen nass, aber das ist alles halb so wild. Immerhin waren wir von Beginn an wach und konzentriert.
Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Umstellung nach dem Sieg vom Mittwoch gegen Manchester United dürfte gross gewesen sein.
Natürlich ist es etwas anderes, wenn du vor nur 5000 Zuschauern spielst, aber wir sind Profi genug, um damit klarzukommen. Unsere Fans haben uns zudem auch hier in Neuenburg grossartig unterstützt.
Seit ihrem Lattenschuss gegen ManUtd am Mittwoch sind Sie in Basel auf dem Weg zu einer Kultfigur. Wie nehmen Sie den Hype wahr?
Es ist unglaublich, was nach dem Spiel alles abgelaufen ist und wie die Anhänger auf diese Szene reagierten. Es freut mich natürlich, dass ich durch dieses Missgeschick eine kleine
Legende geworden bin.
«Dr Steini isch e Glatte, er schiesst dr Ball an dLatte» wurde zum Ohrwurm und hat Hit-Potenzial. Werden Sie nun eine CD veröffentlichen?
Die Anhänger haben einen sehr guten Humor. Sollten sie etwas in dieser Richtung planen, dann stelle ich mich als Sänger zur Verfügung. Mit den Fans als Chor im Rücken.
Neben ihrem Gesangstalent schätzen die Fans auch Ihre Qualitäten in der Offensive. Gegen Xamax buchten Sie ihren siebten Assist.
Es freut mich natürlich, dass ich die Stürmer mit Vorlagen füttern kann. Aber letzten Endes geht es darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist – und nicht, wer wie viele Skorerpunkte auf dem Konto hat.
Sie sind statistisch gesehen der mit Abstand gefährlichste Aussenverteidiger der Liga. Hatten Sie diesen Offensivdrang schon immer?
Ja, auch bei meinen früheren Clubs Salzburg, Frankfurt und Kaiserslautern hatte ich Ende der Saison jeweils die eine oder andere Torvorlage auf dem Konto. Hier in Basel spielen wir einen sehr offensiven Fussball, was mir zugutekommt, denn ich hatte schon immer Stärken im Angriff. Ein m oderner Aussenverteidiger muss sowohl offensiv als auch defensiv präsent sein, wenn er überzeugen will.
In der Defensive offenbaren Sie jedoch ab und an Schwächen. Der Gegentreffer gegen Xamax kam beispielsweise über Ihre rechte Seite. Wie haben Sie das Gegentor erlebt?
Es war ein unglückliches Tor, das uns nicht passieren hätte dürfen. Wir spielten in Überzahl und hatten das Spiel zu diesem Zeitpunkt absolut im Griff. Aber Xamax hat eine gute Mannschaft und sich den Punkt verdient.
Am Mittwoch spielten Sie noch gegen Manchesters Sturm-Ikone Wayne Rooney, nun mussten Sie gegen Xamax-Spieler Tréand verteidigen. Ein sehr grosser Unterschied für Sie?
Es spielt keine Rolle, wie der Gegner heisst. Ich verhalte mich in Eins-zu- Eins-Situationen nicht anders, nur weil ein grosser Name vor mir steht. Auch Tréand hat Qualitäten, die er gegen uns unter Beweis gestellt hat.
Wie beurteilen Sie den Platzverweis von Besle gegen Xamax?
Eine absolut richtige Entscheidung, in diesem Moment Gelb-Rot zu zeigen.
Kurz vor dem Abpfiff haben Sie sich Schiedsrichter Hänni zur Brust genommen. Was war der Grund für den emotionalen Ausbruch?
Paito riss mir die Beine weg. Eine unfaire Aktion. Zwar gibt es im Fussball ab und an Reibereien, aber dann muss der Schiedsrichter auch mal härter durchgreifen.
Trotz dem Punkteverlust in Neuenburg konnte der FC Basel die Spitzenposition sogar ausbauen.
Es ist unfassbar, was die Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat. Wir sind eine verschworene Einheit, stehen in der Champions League im Achtelfinal und sind mit nun sieben Punkten Vorsprung Wintermeister. Unser Trainer Heiko Vogel hat massgeblichen Anteil an diesem Erfolg und darum freue ich mich sehr, dass er nun offiziell zum Cheftrainer befördert wird. (Basler Zeitung)
Erstellt: 12.12.2011, 08:07 Uhr
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7 Kommentare
Schon lustig... so schnell wird aus dem "Buhmann" ein gefeierter Held. Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, dass er für die 7 Assists hunderte von Flanken schlagen musste. Persönlich sicherlich ein ganz feiner Mensch. Seine Defensivarbeit, und dafür wird er ja vom FCB fürstlich bezahlt, ist aber meistens mangelhaft bis ärgerlich. Antworten

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