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«In Kiew hätte ich mehr verdient»
Von David Wiederkehr. Aktualisiert am 12.01.2012 8 Kommentare
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Bundesliga
34. Runde
| 05.05. | Borussia Dortmund - SC Freiburg | 4 : 0 |
| 05.05. | Werder Bremen - Schalke 04 | 2 : 3 |
| 05.05. | Hannover 96 - Kaiserslautern | 2 : 1 |
| 05.05. | Mainz 05 - Borussia Gladbach | 0 : 3 |
| 05.05. | 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen | 1 : 4 |
| 05.05. | VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg | 3 : 2 |
| 05.05. | 1. FC Köln - Bayern München | 1 : 4 |
| 05.05. | Augsburg - Hamburger SV | 1 : 0 |
| 05.05. | Hertha BSC - Hoffenheim | 3 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 25 | 6 | 3 | 80:25 | 81 |
| 2. | Bayern München | 34 | 23 | 4 | 7 | 77:22 | 73 |
| 3. | Schalke 04 | 34 | 20 | 4 | 10 | 74:44 | 64 |
| 4. | Borussia Gladbach | 34 | 17 | 9 | 8 | 49:24 | 60 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 34 | 15 | 9 | 10 | 52:44 | 54 |
| 6. | VfB Stuttgart | 34 | 15 | 8 | 11 | 63:46 | 53 |
| 7. | Hannover 96 | 34 | 12 | 12 | 10 | 41:45 | 48 |
| 8. | VfL Wolfsburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:60 | 44 |
| 9. | Werder Bremen | 34 | 11 | 9 | 14 | 49:58 | 42 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 12 | 6 | 16 | 38:49 | 42 |
| 11. | Hoffenheim | 34 | 10 | 11 | 13 | 41:47 | 41 |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 10 | 14 | 45:61 | 40 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 9 | 12 | 13 | 47:51 | 39 |
| 14. | Augsburg | 34 | 8 | 14 | 12 | 36:49 | 38 |
| 15. | Hamburger SV | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:57 | 36 |
| 16. | Hertha BSC | 34 | 7 | 10 | 17 | 38:64 | 31 |
| 17. | 1. FC Köln | 34 | 8 | 6 | 20 | 39:75 | 30 |
| 18. | Kaiserslautern | 34 | 4 | 11 | 19 | 24:54 | 23 |
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Flug EK088 der Emirates Airlines brachte Ricardo Rodriguez gestern nach Dubai, kurz vor Mitternacht traf er in der Metropole ein. Und selbst wenn der 19-jährige Verteidiger bis zum Mittwoch noch keinen Vertrag unterzeichnet hat, ist klar: Rodriguez bestreitet die Vorbereitung auf die Rückrunde nicht mit dem FC Zürich, sondern mit seinem neuen Verein Wolfsburg am Persischen Golf. Heute absolviert er die medizinischen Tests, danach wird er bis 2016 unterschreiben. Und wohl gleich in einer ersten Einheit erfahren, warum Trainer Felix Magath «Quälix» genannt wird.
Ricardo Rodriguez, können Sie sich erinnern, wann Sie letztmals mit Medizinbällen trainiert haben?
Schon länger nicht mehr – unter Urs Fischer jedenfalls nie. Das gibt eine neue Erfahrung, aber das tut gar nichts zur Sache. Ich freue mich riesig auf das Training und auf meine neuen Mitspieler.
Auch auf Trainer Felix Magath?
Natürlich. Ich gehe stark davon aus, dass ich von ihm viel profitieren kann.
Was halten Sie von ihm?
Er ist ein grossartiger Trainer, der schon viel gewonnen hat. Ganz bestimmt wird er mir viel beibringen können. Ich muss mich taktisch und spielerisch verbessern. Und konditionell wird Magath wahrscheinlich auch noch etwas aus mir rausholen (lacht).
Glauben Sie, dass Sie gleich spielen können, wenn in acht Tagen die Rückrunde der Bundesliga beginnt?
Vielleicht, das kann ich nicht abschätzen. Wahrscheinlich werde ich mich erst einmal beweisen müssen. Ich werde aber alles geben und hart dafür arbeiten, damit ich so schnell wie möglich einen Stammplatz habe. Das ist mein erstes, grosses Ziel in Wolfsburg.
Sie waren Magaths Wunschtransfer, insgesamt beträgt die Ablösesumme über zehn Millionen Franken. Spüren Sie deswegen Druck?
Nicht wegen des Geldes, nein, Druck gab es auch beim FCZ. Sowieso sagt mir diese Transfersumme wenig. Klar habe ich auch von zehn Millionen gehört, und wenn diese Summe stimmt, macht mich das stolz. Aber mir persönlich ist Geld nicht besonders wichtig – und mir persönlich bringt das Geld ja auch gar nichts. Es gehört dem FCZ.
Was sollte der FCZ damit tun?
Das muss der Klub wissen. Ich würde es in die Nachwuchsabteilung investieren.
Warum Wolfsburg – und nicht Vereine wie Paris St-Germain oder Dynamo Kiew, die ebenfalls interessiert waren und erst noch mehr hätten bezahlen können?
Das Interesse von Wolfsburg war klar am grössten. Magath hat sich intensiv um mich bemüht, und wenn der Trainer dich unbedingt will, ist das ein gutes Zeichen. Ausserdem spielt Wolfsburg in der Bundesliga, das ist ein enormer Reiz.
Ist die deutsche Ihre Lieblingsliga?
Von der Bundesliga habe ich schon immer geträumt. Ich wollte einmal dort spielen. Die Stadien sind immer voll, der Rummel ist enorm, Fussball ist in Deutschland ein grosses Thema.
Ihr Teamkollege Admir Mehmedi ist einen anderen Weg gegangen, zu Dynamo Kiew in die Ukraine. Kam das für Sie nicht infrage?
Nein.
Warum nicht?
In Kiew hätte ich kein Wort verstanden und hätte am Anfang sicher sehr grosse Schwierigkeiten gehabt. In Wolfsburg verstehe ich die Menschen.
Dafür hätten Sie in Kiew mehr verdient.
So ist es.
Mit welchen Gefühlen verlassen Sie Zürich und den FCZ?
Der Abschied fällt mir sehr schwer. Ich werde Zürich vermissen und ganz besonders meine Mitspieler beim FCZ. Der Klub hat viel für mich getan, ich habe mich sehr wohlgefühlt. Es war aber schon lange ein Ziel von mir, Zürich einmal zu verlassen, um im Ausland zu spielen. Nun ist es so weit, und ich muss eine solche Chance ganz einfach packen – so oft kommt sie nicht. Für meine Karriere ist es wichtig, jetzt den nächsten Schritt zu machen.
Hätten Sie vor einem halben Jahr gedacht, dass dieser nächste Schritt so schnell kommt?
(Überlegt) Eigentlich nicht, nein.
Also sind Sie von sich überrascht?
Das auch nicht (lacht). Ich habe immer gehofft, dass die Chance einmal kommt. Vielleicht ist etwas überraschend, wie schnell es jetzt gegangen ist.
Haben Sie sich Gedanken gemacht, ob Sie nicht – wie andere U-17-Weltmeister – vielleicht doch zu früh ins Ausland wechseln?
Meine Eltern und mein Berater haben mich früh überzeugt, bloss ja nicht zu schnell ins Ausland zu gehen. Ich wollte Stammspieler beim FCZ werden, dann wollte ich warten, bis ich Nationalspieler bin. Beides habe ich geschafft, darum wage ich den Schritt. Ich fühle mich reif für den Auslandwechsel. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.01.2012, 10:29 Uhr
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8 Kommentare
da spricht ein gut geerdeter junge, der weiss was auf ihn zu kommt. ich hoffe er bekommt unter magath eine faire chance, dann wird er sie packen. der umstand, dass er im interview die sprache, das geld und den umstand erwähnt, dass der trainer ihn unbedingt wollte, spricht für die intelligenz von richie! viel glück! Antworten
Obwohl ich es äusserst bedaure, dass ein Spieler wie Ricardo Rodriguez den FCZ verlässt, wünsche ich Ihm alles Gute, beste Gesundheit und viel Glück auf seinem weiteren Weg. Es hat einfach Spass gemacht Ihm beim spielen zu zuschauen. Danke! Antworten


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