Sport
«In der Krise häufen sich die Frustfouls»
Von Sebastian Rieder. Aktualisiert am 21.12.2011 4 Kommentare
Axpo Fair Play Trophy 2011/12
1. FC Basel 33 gelbe/1 gelb-rote/0 rote Karten/25,75 Fair-Play-Punkte
2. Young Boys 37/1/0/29
3. FC Thun 44/0/0/30.75
4. Lausanne-Sport 44/1/0/35.25
5. FC Luzern 44/2/0/36.75
6. FC Sion 49/0/1/44
7. Grasshopper-Club 36/3/3/47.75
8. FC Zürich 48/1/2/48
9. Servette FC 54/2/1/56.5
10. NE Xamax 52/5/0/59.5
Quelle: Football.ch
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Die Fairplay-Tabelle der Super League widerspiegelt eine erstaunliche Tatsache. Der FC Basel ist nicht nur der aktuelle Wintermeister, sondern hält die Tabellenspitze auch als fairstes Team der Schweiz inne. Nur gerade mal 33 gelbe Karten hat sich der FCB in der Vorrunde zuschulden kommen lassen (siehe Box). Im Vergleich zu Servette und Xamax, die jeweils über 50 gelbe Karten kassiert haben, stehen die Basler als wahre Musterschüler da. Kommt hinzu, dass der Meister ausser einer gelb/roten Karte von Beni Huggel keinen einzigen direkten Platzverweis auf dem Konto hat.
Der FC Basel ist aber kein Einzelfall, überall in Europa ist das Phänomen zu beobachten: Der FC Barcelona hat am vergangenen Wochenende die Klub-WM mit dem fairsten Fussball gewonnen. Und auch in der Primera Divison steht Barça in der Rangliste der wenigsten Kartensammler an der Spitze. Bilanz: 30 gelbe Karte und als einziges Team in Spanien ohne Platzverweis. «Die Statistik ist eigentlich ganz logisch. Fussballerisch und spielerisch starke Teams sind häufig mehr am Ball und müssen von den schwächeren Mannschaften irgendwie gestoppt werden», sagt Rolf Fringer, der als Trainer von Aarau und GC Schweizer Meister wurde.
«Das ist der Charakter des FCZ»
Für den früheren Schweizer Nationaltrainer sind «unfaire Aktionen» aus Sicht der schwächeren Teams teilweise sogar zwingend. «Es braucht eine Prise Aggressivität. Wenn du als Underdog nach dem Spiel auf dem Matchblatt nicht drei bis vier Verwarnungen hast, stehst du oft ohne Punkte da», so Fringer, der letzte Saison nach einer Krise mit dem FC Luzern seinen Trainerstuhl räumen musste und seither auf Jobsuche ist. Eine ähnliche Krise wie der FCL im Frühling durchläuft derzeit der FC Zürich. Entsprechend umfangreich ist das Strafenkonto: 48 gelbe, eine gelb/rot und zwei rote Karten – Platz acht in der Fairplay-Tabelle. «Das ist im Moment der Charakter des FCZ. In der Krise häufen sich die Frustfouls. Sie haben mit dieser Mannschaft ja schon bewiesen, dass sie vorne mitspielen können, aber wenns nicht läuft, kommen plötzlich andere Mittel zum Zug.»
Auffällig ist auch die Statistik in Deutschland: Die besten vier Teams der Bundesliga spielen gleichzeitig den fairsten Fussball. Einsamer Spitzenreiter ist Dortmund mit lediglich 18 gelben Karten. «Der BVB spielt einen schnellen, frischen Fussball. Damit sind viele Teams in der Bundesliga überfordert», so Fringer. Auch die Bayern halten sich mit 25 gelben Karten relativ schadlos, Mönchengladbach wurde 28-mal verwarnt und Schalke machte mit 32 gelben Karten auf sich aufmerksam.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.12.2011, 15:15 Uhr
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4 Kommentare
Man könnte auch sagen, bei den grossen Team wie Basel wird auch gerne mal ein Foul vom Schiri nicht gesehen. Ausserdem: wenn eine Mannschaft viele gelbe Karten bekommt, sind nach je 4 Karten (Stamm-Spieler) gesperrt, was die Mannschaft schwächt und sie daraufhin Punkte verliert und in der Tabelle abrutscht. Die Beziehungen sind also einerseits so wie im Artikel erwähnt, aber nicht nur. Antworten



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