Sport

Insider belastet Sepp Blatter

Aktualisiert am 26.02.2016

Im Fifa-Skandal hat ein Zeuge der Bundesanwaltschaft «fallrelevante Informationen» gegeben. Diese hätten die Ermittlungen markant weitergebracht.

1/19 «Fallrelevante und interessante Informationen»: Solche hat die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben rund um die Korruptionsvorwürfe gegen den suspendierten Fifa-Präsidenten Sepp Blatter erhalten. (21. Dezember 2015)
Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone

   

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Ein Insider aus Kreisen des Fussball-Weltverbandes soll im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen gegen den gesperrten FIFA-Präsidenten Sepp Blatter den Behörden belastende Erkenntnisse geliefert haben. Dies liess die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) verlauten.

«Ein Zeuge, ein Whistleblower, wie es gemeinhin genannt wird, hat uns fallrelevante und interessante Informationen gegeben, die uns bei der Aufbereitung der Strafuntersuchung markant weitergebracht haben», sagte BA-Sprecher André Marty gegenüber dem ARD-Morgenmagazin.

Noch unklar, ob Beweismaterial reicht

Bis Ende 2016 oder Anfang 2017 werde es klar sein, «ob es genügend Beweismittel gibt, um Anklage gegen Blatter zu erheben», sagte Marty der Sendung des deutschen TV-Senders weiter.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen Blatter wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Veruntreuung eingeleitet. Dem früheren FIFA-Boss drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Vorwurf: TV-Deals gesperrtem Vize Warner

Blatter wird vorgeworfen, TV-Deals mit dem im Korruptionsskandal lebenslang gesperrten einstigen Vizepräsidenten Jack Warner abgeschlossen zu haben. Warner soll TV-Rechte an Weltmeisterschaften für Dumping-Preise erhalten und für Millionen-Summen weiterverkauft haben.

Zudem wird Blatter eine treuwidrige Zahlung von 2 Millionen Franken im Februar 2011 an UEFA-Präsident Michel Platini zu Lasten der Fifa vorgeworfen. Blatter bestreitet die Vorwürfe. (kko/sda)

Erstellt: 28.01.2016, 14:48 Uhr

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