Sport
«Jetzt ist es Zeit für Geisterspiele»
Von Martin Huber und Daniel Schneebeli. Aktualisiert am 03.10.2011 354 Kommentare
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Das Spiel GC–FCZ wurde wegen des Petardenwurfs eines FCZ-Fans abgebrochen. Sollen beide Klubs mit null Punkten bestraft werden?
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Nein, nur der FCZ
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Der Stadtzürcher Sportminister Gerold Lauber (CVP, nicht am Match) reagierte mit völligem Unverständnis auf die Fankrawalle und sprach gegenüber dem TA von «Idioten». «Sie machen sich mit solchen Aktionen selber alles kaputt und verspielen den Goodwill in der Bevölkerung», sagte Lauber auch mit Blick auf den geplanten Stadionneubau.
Marc Caprez, Sprecher des städtischen Sportamtes, das den Letzigrund vermietet und betreibt, war am Match: «Das Sicherheitskonzept ist von der Liga abgenommen. Es kann nicht sein, dass wir das Stadion jedes Mal in einen Hochsicherheitstrakt verwandeln und für jeden Fan zwei Sicherheitsleute bereitstellen müssen.»
Alfred Heer, SVP-Präsident (FCZ-Fan, nicht am Match): «Jetzt ist es Zeit für Geisterspiele. Es ist die Höchststrafe für die Klubs, wenn sie an den Spieltagen keine Einnahmen haben. Und im Stadion braucht es gute Videokameras, damit man die Gewalttäter finden kann. Die Sicherheitskräfte müssen Vermummte rigoros herausnehmen. Es ist dummes Zeug, wenn sie davon reden, das sei unverhältnismässig. Wir haben ein Vermummungsverbot. Ich glaube auch, dass die Polizei ins Stadion gehört. Das ist kein rechtsfreier Raum.»
Martin Naef, SP-Kantonsrat (FCZ-Fan, nicht am Match): «Solche Leute sind die Totengräber des Fussballs. Die Klubs und vor allem der Fussballverband müssten endlich kooperativer werden. In englischen Stadien geht es heute auch ohne Gewalt, warum gelingt das in Zürich nicht? Unter Umständen muss die Polizei künftig im Stadion sein. Aber wir dürfen die Verantwortung nicht einfach auf die Polizei abschieben.»
Gian von Planta, Fraktionschef der Grünliberalen im Zürcher Stadtparlament (ehemaliger GC-Junior, nicht am Match): «Unsere Familie war auf einer Wanderung. Wir hatten uns als Alternative den Besuch des Derbys überlegt. Doch das wäre eine schlechte Idee gewesen. Ich glaube, es braucht nun vor allem zwei Dinge. Erstens muss man gegen diese Leute ein Stadionverbot verhängen und durchsetzen. Zweitens muss der neue Hardturm so gebaut werden, dass die Fans nicht so leicht aufeinander losgehen können.»
Esther Guyer, Fraktionschefin der Grünen im Kantonsrat (FCZ-Fan, nicht am Match): «Ich wäre gerne zum Spiel gegangen, musste aber den ganzen Tag für die Partei arbeiten. Wenn ich jetzt höre, was im Letzigrund gelaufen ist, muss ich sagen, der Spielabbruch war das einzig Richtige.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 03.10.2011, 06:39 Uhr
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354 Kommentare
Unsere Politiker mit der Kuscheljustiz schauen seit Jahren der Gewalt im öffentlichem Raum zu. Es gibt einige Jugendliche, welche die Gewalt gegen Menschen und Sachen suchen. Egal ob 1. Mai, Parties, Fussball-, Eishockeyspiele, hauptsache Gewalt und Sachbeschädigung. Nur mit unbedingten Gefängnisstrafen sofort ausgesprochen und solidarischer Haftung für alle Schäden wird es wieder besser werden. Antworten


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