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Jetzt spricht der Torjäger, den der FCZ ziehen liess

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 10.02.2016

Armando Sadiku will mit Vaduz die Liga erhalten und mit Albanien an die EM fahren. Dafür hat er das Angebot eines Bundesligaclubs ausgeschlagen.

1/7 Armando Sadiku freut sich nach seinem Wechsel vom FC Zürich über sein erstes Tor für den FC Vaduz.
Bild: Keystone

   

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Super League

9. Runde

24.09.FC Luzern - FC Lausanne-Sport1 : 3
24.09.FC St. Gallen - FC Basel 18931 : 3
25.09.Grasshopper Club - FC Vaduz2 : 1
25.09.FC Thun - FC Lugano2 : 2
25.09.FC Sion - BSC Young Boys0 : 0
Stand: 25.09.2016 17:51

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.FC Basel 1893990029:727
2.BSC Young Boys942317:1314
3.FC Lausanne-Sport942320:1814
4.FC Lugano942314:1314
5.FC Luzern941418:1813
6.Grasshopper Club940516:1612
7.FC Sion932411:1511
8.FC St. Gallen93069:149
9.FC Vaduz92259:198
10.FC Thun913511:216
Stand: 25.09.2016 17:52

10. Runde

01.10.FC Vaduz - FC Sion- : -
01.10.FC Basel 1893 - FC Thun- : -
02.10.FC Lausanne-Sport - FC Lugano- : -
02.10.BSC Young Boys - FC St. Gallen- : -
02.10.Grasshopper Club - FC Luzern- : -

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Zum Rückrundenstart hat Armando Sadiku schon mal eindrücklich seine Ambitionen angemeldet. Der Torjäger, mit dem der FCZ einen Konkurrenten auf Leihbasis im Abstiegskampf verstärkt, steuerte bei seinem Einstand für den FC Vaduz beim 5:2-Sieg in Lugano zwei Tore und zwei Assists bei. Er gab sogleich auch eine Empfehlung an Albaniens Nationalcoach Gianni De Biasi ab. Ironie der Geschichte: Sadiku, den der FCZ ziehen liess, schoss die Zürcher indirekt wieder ans Tabellenende.

«Das stimmt so nicht»

Sadiku ist allerdings weit davon entfernt, gegen den FCZ nachzutreten oder Schadenfreude an den Tag zu legen. Das entspricht auch nicht seinem Charakter. Nach dem Sieg mit dem FC Vaduz in Lugano am Samstag sass er am Sonntag im Letzigrund und litt bei der 0:1-Niederlage gegen Sion mit seinen ehemaligen Teamkollegen. «Es hat mir überhaupt nicht gefallen, dass der FCZ zu Hause verloren hat», sagt Sadiku. Er sei zuversichtlich, dass die Mannschaft schon am Sonntag in Luzern wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren werde.

Sadiku erklärt auch die Trennung vom Zürcher Stadtclub. Auf die Frage, weshalb ihn Trainer Sami Hyypiä partout nicht mehr gewollt habe, wie vielerorts kolportiert wurde, antwortete der Stürmer: «Das stimmt so nicht. Es ist nicht so, dass der Trainer mich nicht mehr wollte.» Es habe auch zu keinem Zeitpunkt Unstimmigkeiten gegeben, versichert er.

Keine Stammplatzgarantie von Hyypiä

Das Problem habe ganz auf seiner Seite gelegen. «Ich habe ein Ziel, das ich erreichen will. Und das heisst die Teilnahme mit Albanien an der EM in Frankreich.» Er habe dies Hyypiä gegenüber erklärt, und dieser habe sich auch sehr verständnisvoll gezeigt. «Er hat erkannt, dass ein Stürmer konstant auf dem Spielfeld stehen und zu Spielpraxis kommen muss, wenn er ein Aufgebot für die Nationalmannschaft erhalten will.» Doch diese Stammplatzgarantie mochte Hyypiä Sadiku offenbar nicht geben.

Sadiku gibt indes zu, dass es ihn schon geschmerzt habe, als er den angestammten Verein habe verlassen müssen, auch wenn es nur auf Leihbasis sei. «Aber ich sehe das realistisch und pragmatisch. Es sind ja nur vier Monate. Und wenn ich bei Vaduz einschlage und es mit der Nationalmannschaft klappt, komme ich ja nach der EM in Frankreich in einem Hoch zum FCZ zurück.» Vaduz habe auch keine Option auf eine definitive Übernahme. «Wenn nichts anderes passiert, dann bin ich ab dem 1. Juli wieder beim FCZ.»

Auch Bundesligist war im Rennen

Der Albaner bestätigt, dass sein Berater in der Winterpause mit einem Bundesligaclub Kontakt gehabt habe. baz.ch/Newsnet weiss, dass es sich dabei um Ingolstadt gehandelt hat. Sadiku erklärt, weshalb er sich dann trotzdem für Vaduz entschieden hat. «Am Ende ging es tatsächlich um die entscheidende Frage, an welchem Ort ich mehr Spielpraxis erhalten kann. Und die Chancen sind bei Vaduz einfach grösser», ist er sich sicher. Zudem habe er mit Vaduz-Trainer Giorgio Contini ein gutes und überzeugendes Gespräch geführt. Und dass ihn dieser auch unbedingt im Team haben wolle.

In Vaduz sei die Chance intakter, sich den EM-Wunsch zu erfüllen. «Es ist ein Traum, den jedes Kind, das an Fussball interessiert ist, in sich trägt», sagt Sadiku. Die EM sei eine wunderbare Gelegenheit, für sein Heimatland aufzulaufen und sich auf der Weltbühne zu zeigen. «Ich möchte mich dabei selbstverständlich so gut wie möglich verkaufen. Im Endeffekt wäre ich einfach nur glücklich und stolz, wenn ich an diesem Turnier teilnehmen und den albanischen Nationaldress tragen könnte.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.02.2016, 11:41 Uhr

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