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Jetzt spricht der von Hitzfeld nicht mehr erwünschte Goalie-Trainer

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 17.11.2011 37 Kommentare

Bei seinem Amtsantritt 2008 hatte Ottmar Hitzfeld seinen eigenen Goalietrainer präsentiert: Willi Weber. Jetzt ist auch für ihn die Zeit abgelaufen. Gegenüber baz.ch/Newsnet drückt er seine Gefühle aus.

1/6 Gehen getrennte Wege: Ottmar Hitzfeld und Goalie-Trainer Willi Weber.
Bild: Keystone

   

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Willi Weber sass im Testspiel in Luxemburg nach 35 Länderspielen letztmals neben Ottmar Hitzfeld auf der Schweizer Bank. Er wird durch Patrick Foletti ersetzt. Diese Rochade löste in der Branche Erstaunen aus. Wenn die Schweiz kein Problem hatte, dann auf der Torhüterposition. Diego Benaglio, Marco Wölfli und Johnny Leoni enttäuschten nie. Benaglio hatte in den beiden letzten Testspielen in Amsterdam gegen Vizeweltmeister Holland (0:0) und in Luxemburg beim 1:0-Sieg sogar je einen Shutout feiern können. Das war auch das Verdienst von Willi Weber, der in der Branche als ausgewiesener Fachmann und absoluter Profi gilt. «Ich hätte sehr gerne noch bis zur Weltmeisterschaft in Brasilien weitergemacht», sagt Weber mit Wehmut. Er müsse seine Absetzung akzeptieren, aber verstehen könne er sie trotzdem nicht. Es gebe aber Dinge im Leben, die müsse man akzeptieren, ohne sie zu verstehen.

«Es gab nie etwas zu beanstanden. Man war mit meiner Arbeit stets zufrieden. Die Zusammenarbeit mit meinen Torhütern war hervorragend», gibt Weber zu bedenken. Er habe zu allen ein fantastisches Verhältnis gehabt. «Wir haben sehr gut trainiert. Es sind alles tolle Menschen mit einem feinen Charakter», lobt Weber. Auch in der permanenten Konkurrenzsituation seien die Torhüter untereinander mit Respekt und Hochachtung umgegangen. «Als klar war, dass ich gehen muss, haben sie mich moralisch unterstützt.»

«Ich war stolz, für die Schweiz arbeiten zu können»

Weber sagt, dass das Goalieniveau in der Schweiz sehr gut sei. «Mit Diego Benaglio haben wir sogar einen Torhüter, den ich zur Weltklasse zähle», sagt Weber. Dahinter würden weitere starke und hoch talentierte Goalies kommen. «Ich war stolz, dass ich mit ihnen arbeiten durfte», sagt Weber. Willi Weber erklärt, wie das Ganze abgelaufen ist. «Zuerst hat es geheissen, der Vertrag werde verlängert. Dann hat man das wieder korrigiert und mit einer EM-Qualifikation verbunden», sagt er. Man habe ihm danach signalisiert, es könnte trotz der verpassten EM weitergehen. «Doch dann ist der Entscheid doch zu meinen Ungunsten gefallen», bedauert er.

«Ottmar hat mir den Entscheid persönlich mitgeteilt»

Weber ist enttäuscht, aber nicht nachtragend. Die Nichtverlängerung des Vertrages sei ihm absolut korrekt kommuniziert worden. Ottmar Hitzfeld habe ihm den Entscheid in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. «Er hat es so begründet, dass im Verband neue Strukturen geschaffen worden seien. Man wolle die Position des Torhüter- und Konditionstrainers intern besetzen.» Ab sofort will Willi Weber, der nur auf Mandats-Basis vom Verband angestellt war, positiv nach vorne schauen und sich um seine eigene Torhüterschule kümmern. «Ich bin gesund und habe eine fantastische Frau, die mich unterstützt, was will ich mehr», sagt er. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.11.2011, 12:49 Uhr

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37 Kommentare

ruedi lanz

17.11.2011, 13:01 Uhr
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Ach so, im Verband sollen neue Strukturen geschaffen werden? Dafür ist es auch höchste Zeit. Der wichtigste Schritt dafür wäre aber die Entlassung eines Coaches, der seit Jahren erfolglos an einer Mannschaft herumbastelt! Antworten


Rolf Iseli

17.11.2011, 13:08 Uhr
Melden 73 Empfehlung

Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Antworten



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