Sport

Klassiker endet in unglaublicher Massenschlägerei

Aktualisiert am 01.02.2016

Das Derby zwischen Estudiantes und Gimnasia in Argentinien artete in der Nachspielzeit in einen handfesten Skandal aus.

Ausser Kontrolle: Das Derby zwischen Estudiantes und Gimnasia endet in einer Massenschlägerei. Video: Olé


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Sommerpause in Argentinien, Zeit für die traditionellen Freundschaftsspiele – wobei das Wort «Freundschaft» öfters sehr deplatziert ist. Aus finanziellen Gründen testen die Erstligaclubs gerne gegen die grössten Rivalen. Vor einer Woche trafen sich Boca Juniors und River Plate zum heissen «Superclásico», der in einer Schlacht mit fünf Platzverweisen endete. Und weil es so schön spektakulär war, kam es am Samstag zur Neuauflage, diese verlief allerdings ohne schlimmere Zwischenfälle.

Zum handfesten Skandal kam es hingegen am Sonntag beim «Clásico de La Plata», dem Derby aus der Hauptstadt von der Provinz Buenos Aires zwischen Estudiantes und Gimnasia. Weil Gimnasia-Anhänger während der Halbzeit Estudiantes-Flaggen zerstörten, konnte die zweite Halbzeit erst mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen werden. Kurz darauf folgte der nächste Unterbruch, weil Uruguays Nationalspieler Alvaro Pereira seinen Gegner mit einem üblen Tritt gegen den Kopf ausser Gefecht setzte.

Der grosse Skandal ereignete sich in der Nachspielzeit. Nach einer Blutgrätsche und dem folgerichtigen Platzverweis kam es zur Rudelbildung, gefolgt von Schubsern und Faustschlägen – Estudiantes-Goalie Mariano Andujar wurde am Boden liegend sogar von mehreren Gimnasia-Spielern mit Fusstritten eingedeckt. Schiedsrichter Silvio Trucco blieb gar keine andere Wahl, als die Begegnung vorzeitig abzupfeifen.

Die argentinische Sportzeitung «Olé» bezeichnete die Vorfälle als «Skandal des Jahres», der «das Land auf der ganzen Welt in ein schlechtes Licht rücken wird.» Auch Estudiantes-Trainer Nelson Vivas rang um Fassung: «Ich habe die Spieler vor der Partie noch eindringlich gewarnt, auf ihre Emotionen aufzupassen. Aber man redet, redet und dann passiert so was. Es ist eine Schande.»

Nun geht das Derby in die Verlängerung. Es wird erwartet, dass die Disziplinarkommission empfindliche Strafen aussprechen wird. Zum Saisonstart von kommendem Wochenende dürften auf beiden Seiten einige Streithähne fehlen. (fas)

Erstellt: 01.02.2016, 17:30 Uhr

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