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Konkurrenzkampf auf den Aussenbahnen
Von Stefan Kreis. Aktualisiert am 18.01.2012 10 Kommentare
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Das Wort Konkurrenz stammt aus dem Lateinischen «concurrere» und hat ursprünglich zwei Bedeutungen: «zusammenlaufen» beziehungsweise «zusammenstossen». Für Philipp Degen und Markus Steinhöfer trifft zurzeit Letzteres zu. Im Trainingslager liessen die beiden eine gesunde Aggressivität erkennen, stiessen in den Zweikämpfen ab und an zusammen und stellten ihren Anspruch an die Startelf unter Beweis. Wer den Ehrgeiz von Philipp Degen kennt, der weiss, dass er sich nie mit der Reservistenrolle begnügen würde. Auch Steinhöfer wird seinen angestammten Platz nicht ohne Kampf räumen. Beim 0:0 im Freundschaftsspiel gegen den holländischen Vertreter NEC Nijmegen spielte Steinhöfer in der ersten Halbzeit, Degen übernahm zur Pause. Beide konnten überzeugen, beide bringen Heiko Vogel in die Zwickmühle.
Für den FCB-Trainer stellt sich im Hinblick auf den Rückrundenstart vom 5. Februar gegen Sion die Frage, auf welchen rechten Aussenverteidiger er setzen wird. Landsmann Steinhöfer, der seit seinem Lattentreffer im Spiel gegen Manchester United auf dem Weg zur Kultfigur ist? Oder der Ur-Basler Degen, der Lampenberger, der im Jahre 1995 zum FCB kam und in der Stadt hohes Ansehen geniesst?
Talent vs. Kondition
Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung relativ klar zu sein. Degen ist seinem Konkurrenten puncto Antrittsschnelligkeit, Technik und auch Körpersprache überlegen. Er gehört vom Talent her zu den besten Spielern der Liga und hat nicht umsonst für den FC Liverpool und Borussia Dortmund gespielt. Bleibt er verletzungsfrei, hat er die besseren Argumente als Steinhöfer. Zudem bewies der 28-Jährige in der Vorrunde, dass er seinen um drei Jahre jüngeren Konkurrenten ersetzen kann, als Degen im Cup-Achtelfinal gegen Wil für Steinhöfer eingewechselt wurde und den 2:2-Ausgleich erzielte.
Der Deutsche wiederum hat für den FCB zwar noch nie getroffen, aber ist mit seinen sieben Assists der statistisch gefährlichste Aussenverteidiger der Liga. Der 25-Jährige ist seit rund einem Jahr in Basel gesetzt und kam in der Vorrunde auf 17 Einsätze in der Super League. Er ist zudem konditionell auf einem höheren Level und läuferisch besser als Degen.
Park steht für Stabilität
Was ebenfalls für Steinhöfer spricht: Er ist polyvalent einsetzbar. Beim 3:3 im Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam vom Samstag spielte der Deutsche auf der linken Abwehrseite. Degen kam über rechts. Die Variante der Zukunft? «Ich habe mir meine Überlegungen gemacht, sonst hätte ich ja nicht so aufgestellt», antwortet Vogel und lobt seine beiden Spieler für eine gute Leistung: «Ich bin zufrieden.»
Leidtragender war der Südkoreaner Joo Ho Park, der 90 Minuten auf der Ersatzbank sass und seinen Stammplatz in der Rückrunde einbüssen könnte. Mit Betonung auf «könnte», denn Park spielt im System von Vogel eine wichtige Rolle und steht für defensive Stabilität. Eine Philosophie, die ihm sein Coach vor Beginn der Saison eingetrichtert hat. «Damit die Balance innerhalb der Mannschaft stimmt», begründet Park und fügt an: «Die rechte Seite ist offensiv, da kann ich nicht auch noch jedes Mal nach vorne stürmen.» In der Tat schalten sich sowohl Steinhöfer als auch Degen nicht selten im Angriffsspiel der Basler ein und offenbaren ab und an gewisse Schwächen in der Verteidigung. Nicht umsonst kassierte der FC Basel gegen Feyenoord drei Treffer. Nicht umsonst erzielte der Schweizer Meister deren drei. Nicht umsonst bereitete Steinhöfer zwei Tore vor, war aber hinten nicht immer zur Stelle. Nicht umsonst verfehlte Degen kurz nach der Pause das Gehäuse nur knapp, hatte aber bei Kontern des Öfteren Mühe, an seinen angestammten Platz zurückzukehren.
Lautsprecher gegen Leisetreter
Für Vogel gilt es aus diesem Grund abzuschätzen, was ihm wichtiger ist. Ein Mann wie Park, auf den er sich in der Verteidigung verlassen kann? Oder zwei Spieler wie Degen und Steinhöfer, die offensiv unbestritten ihre Klasse haben, aber in der Defensive bisweilen undiszipliniert agieren?
Ein nicht zu unterschätzender Punkt in den Überlegungen des 36-jährigen Deutschen dürfte die Stimmung innerhalb der Mannschaft sein. Diese ist zurzeit hervorragend und mit ein Grund, warum der FCB unter Vogel nur einmal verloren hat. Lässt der Trainer Park auf der Ersatzbank, wird der wortkarge Südkoreaner kaum eine lautstarke Revolution beginnen, doch seine neue Rolle professionell interpretieren. Park ist die personifizierte Freundlichkeit, hat kein allzu grosses Standing innerhalb der Mannschaft und würde wohl selbst dann noch strahlen, wenn er in die U21 abgeschoben würde.
Die früheren Bundesligaspieler Degen und Steinhöfer sind hingegen beide ambitioniert, würden die Rolle als Reservist nur zu Beginn tatenlos akzeptieren und Ansprüche an die Startformation stellen. Vogel wird sich aus diesen Gründen wohl zweimal überlegen, ob er Degen und Steinhöfer zu Konkurrenten macht. Getreu dem Motto: Was ist für den FC Basel besser? Wenn die beiden in der Rückrunde zusammenlaufen oder wenn sie zusammenstossen? (Basler Zeitung)
Erstellt: 18.01.2012, 16:33 Uhr
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10 Kommentare
Wieso sollte Park, notabene einer der Leistungsträger und grundlegend mit den jüngsten Erfolgen des FCB's, dem Failhöfer Platz machen ? Das kann nicht sein. Steini's Leistungen waren selten nur genügend, der Koreaner verrichtet Fleissarbeit auf höchstem Niveau. Eine klare Sache wer da spielen darf ! Antworten
Park ist meiner Meinung nach der bessere Verteidiger als Steinhöfer. Im Manu Match grätscht er ein Schuss von Nani 2 Meter vor Sommer sensationell weg, der sonst wahrscheinlich im Tor gewesen war. Steini haut ihn fast selbst rein..Allgemein sind asiatische Spieler extrem lauffreudig und kampfstark, was einer Mannschaft enorm hilft. Degen der offensive, Park der defensive und Steini als Ergänzung! Antworten

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