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«Luzern mit Yakin kann YB und den FC Basel jederzeit schlagen»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 12.03.2010 2 Kommentare
Stichworte
Super League
20. Runde
| 11.02. | Lausanne - Basel | - : - |
| 11.02. | Thun - Luzern | 1 : 1 |
| 12.02. | Sion - Young Boys | 0 : 1 |
| 12.02. | Servette - Xamax | - : - |
| 12.02. | FC Zürich - Grasshoppers | 2 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 19 | 11 | 6 | 2 | 38:17 | 39 |
| 2. | Young Boys | 20 | 9 | 6 | 5 | 30:18 | 33 |
| 3. | Luzern | 20 | 9 | 6 | 5 | 27:17 | 33 |
| 4. | Thun | 20 | 7 | 6 | 7 | 23:22 | 27 |
| 5. | FC Zürich | 20 | 7 | 4 | 9 | 29:27 | 25 |
| 6. | Servette | 19 | 7 | 3 | 9 | 26:32 | 24 |
| 7. | Grasshoppers | 20 | 6 | 1 | 13 | 19:39 | 19 |
| 8. | Lausanne | 18 | 3 | 2 | 13 | 16:44 | 11 |
| 9. | Sion | 20 | 9 | 5 | 6 | 26:18 | -4 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
21. Runde
| 16.02. | Young Boys - Basel | - : - |
| 18.02. | Xamax - Sion | - : - |
| 18.02. | FC Zürich - Thun | - : - |
| 19.02. | Lausanne - Luzern | - : - |
| 19.02. | Servette - Grasshoppers | - : - |
Für den ehemaligen Captain und Torhüter der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft ist es ein Rätsel, weshalb sich der drittplatzierte FC Luzern im Titelrennen nicht besser positioniert hat. Das sei wohl im mentalen Bereich anzusiedeln. «Das Problem ist, dass weder Trainer Rolf Fringer noch die Spieler so richtig an eine echte Chance glauben oder geglaubt haben», vermutet Stiel. In der Innerschweiz freue man sich offensichtlich bereits daran, was man bisher erreicht habe. «Das hängt wohl damit zusammen, dass der Verein in der letzten Saison noch gegen den Abstieg gespielt hat», so Stiel, der heute im Schweizer Sportfernsehen den Fussball-Talk «kick it» moderiert.
Nach Stiels Einschätzung hat der FC Luzern das Potenzial, im Titelrennen mitzuspielen. «Dieses Team um Spielmacher Hakan Yakin kann sowohl YB wie auch Basel jederzeit schlagen», so Stiel. «In Luzern hätte man flexibel sein müssen und das erklärte Saisonziel Ligaerhalt längst revidieren und nach oben korrigieren sollen», sagt Stiel.
«Luzerner unterschätzen sich gewaltig»
«In Luzern hätten sie in der Winterpause zusammensitzen und es in die Köpfe eintrichtern sollen: Jetzt wollen wir unbedingt Meister werden, weil wir dazu auch fähig sind», so Stiel. Das hätte man niemals nach aussen, sondern nur intern kommunizieren dürfen. Doch den FCL-Verantworlichen habe zu einem so markanten Sinneswandel offensichtlich der Mut gefehlt. Es habe eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten gefehlt. «Sie haben sich schlicht und einfach unterschätzt», so Stiel. Für die Spannung der Meisterschaft sei es schade, dass Luzern von den Ausrutschern von YB (0:1 gegen Xamax) und Basel (1:2 gegen GC) nicht habe profitieren können, sagt Stiel. «Ein Dreikampf wäre noch das Salz in der Suppe gewesen», glaubt Stiel.
Yakin widerspricht Stiel
Luzerns Spielmacher Hakan Yakin kann die Gedankengänge Stiels nur bedingt nachvollziehen. «Wir müssen als Mannschaft noch reifen und gefestigter werden», sagt der Nationalspieler gegenüber baz.ch/Newsnet selbstkritisch. Es würden sich im Luzerner Spiel noch zu viele individuelle Fehler einschleichen, die vom Gegner bestraft würden. «Dieses Problem müssen wir auf ein Minimum reduzieren können», fordert Yakin. Zudem würden auch die Automatismen zurzeit noch nicht so funktionieren, wie sich das Trainer Rolf Fringer vorstelle. «Um ganz oben mitspielen zu können, fehlen uns noch 15 Prozent», rechnet Yakin. Die Mannschaft habe aber durchaus das Potenzial, die Intelligenz, den Willen und den Ehrgeiz, um sich stetig weiterzuentwickeln.
Yakin räumt ein, dass in den Köpfen der Spieler möglicherweise noch das Trauma aus der letzten Saison vorhanden sein könnte. «Da hat der FC Luzern noch gegen den Abstieg gespielt und sich erst in der Barrage gegen Lugano retten können», so Yakin. Und das müsse man zuerst auch einmal verarbeiten. «Auch das gehört zum Prozess, der uns in der Entwicklung nach ganz oben bringen soll», so Yakin.
«Ich fühle mich keineswegs als Sieger»
Am Sonntag empfängt Luzern im Exil von Emmenbrücke den FC Basel. In dieser Partie will Yakin erneut beweisen, dass er die WM in Südafrika keineswegs abgeschrieben hat. In den beiden letzten WM-Tests gegen Norwegen und Uruguay hat ihn Nationalcoach Ottmar Hitzfeld nicht mehr aufgeboten. Nach diesen Spielen, insbesondere nach dem schwachen Auftritt bei der 1:3-Niederlage gegen Uruguay, wurde Yakin in den Medien als der grosse Sieger ausgemacht.
«Das ist doch völlig überzogen», sagt Yakin, der im heiklen Thema Nationalmannschaft ganz Realist bleibt. «Es kann ja nicht sein, dass alles nur von der individuellen Klasse eines einzelnen Spielers abhängig sein soll», sagt der begnadete Linksfuss. «Es wäre absurd, wenn ich mich nach einer Niederlage der Nationalmannschaft auch noch als Sieger fühlen würde», gibt er zu bedenken. Ein Team könne nur im Kollektiv funktionieren. «Ich fühle mich nach wie vor als Nationalspieler und als Teil dieser Gruppe», versichert Yakin. «Damit ich auch dabei bleiben darf, muss ich Ottmar Hitzfeld mit kontinuierlichen Leistungen überzeugen.» Beim Nationaltrainer gelte nur das Leistungsprinzip.
Weitere Aussagen von Hakan Yakin und Mehr zur Begegnung zwischen dem FC Basel und Luzern in der Basler Zeitung von morgen Samstag.
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.03.2010, 15:51 Uhr
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2 Kommentare
Yakin sieht die Lage sicher realistischer als Stiel. Luzern hat zwar Qualitäten, ist aber zu inkonstant und auf einzelnen Positionen nicht optimal besetzt, sodass gegen Basel und YB ein speziell guter Tag erwischt werden muss um zu reüssieren. Stiel hätte wohl gerne einen Dreikampf an der Spitze wie viele, da sehe ich aber eher GC oder St.Gallen und wünsch mir einen SL-würdigeren Platz in Luzern. Antworten


Carlo Hirt
Stiel ist ein begnadeter Plauderi. Ausser seinem Kopfroller in Portugal hat er auch fussballerisch keine Geniestreiche gebracht. Und jetzt als Kommentator weiss er offenbar nicht von was er plaudert. Aber er verkauft sich gut, auch das ist "Können" nur am falschen Platz. Antworten