Sport
Maradona flüchtet aus dem Cyberspace
Aktualisiert am 09.12.2008 1 Kommentar
In Argentinien tobt derzeit ein Rechtsstreit gegen die Suchmaschinen von Google und Yahoo. Zahlreiche Prominente fürchten, dass ihr Name im Zusammenhang mit Pornoseiten auftauchen könnten und lassen deshalb die Suche nach ihrem Namen richterlich verbieten. Es wird jedoch auch gemunkelt, dass die Promis unsaubere Flecken in der Vergangenheit so reinwaschen wollen.
Rund 70 (mehr oder weniger) prominente Argentinier haben inzwischen bei der Richterin Maria Servini ein Verbot erwirkt, dass mit ihrem Namen bei Yahoo oder Google das Internet durchsucht werden kann. Wer über die argentinische Seite von Yahoo nach Maradona sucht, erhält null Resultate und den Hinweis: «Aus Gründen einer richterlichen Anordnung, die von privater Seite angestrengt wurde, sehen wir uns gezwungen, zeitweise alle oder einige der Ergebnisse nicht anzuzeigen, die mit dieser Suche zu tun haben.»
Im Falle von Maradona dürfte der Wunsch nach dem Internet-Suchverbot im Zusammenhang mit seiner Ernennung zum Nationalcoach stehen. Damit sind die Geschichten Maradonas allerdings noch nicht aus dem Web verbannt, und die Argentinier können diese im Internet auch noch immer finden. Über die internationalen Suchmaschinen sind noch immer Millionen Geschichte und Artikel über seine sehr gut dokumentierte Vergangenheit mit Wein, Frauen und Kokain zu finden. (son)
Erstellt: 09.12.2008, 14:56 Uhr




