«Meine Reise ist noch nicht zu Ende»

Der Basler Innenverteidiger Timm Klose wird in Wolfsburg auch als Reservist hoch geschätzt. Den FC Basel hat der 26-Jährige aber immer im Hinterkopf.

Gegen Bremen durfte Wolfsburgs Timm Klose (l., gegen Vestergaard) wieder einmal 90 Minuten ran.

Gegen Bremen durfte Wolfsburgs Timm Klose (l., gegen Vestergaard) wieder einmal 90 Minuten ran. Bild: Keystone

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Timm Klose, beim spektakulären 5:3-Sieg in Bremen standen Sie eher überraschend wieder einmal in der Start­elf des VfL Wolfsburg. Warum?
Nach dem Europa-League-Spiel am Donnerstag in Lissabon hatte Trainer Hecking angedeutet, dass er Kräfte sparen und rotieren will. Da habe ich geahnt, dass es so weit sein könnte. Erfahren habe ich es dann aber erst am Matchtag.

Hatten Sie weiche Knie beim Anpfiff?
Nein, das nicht. Aber es brauchte gut zwanzig Minuten, bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. Der Wettkampf ist im Profifussball durch nichts zu ersetzen. Je länger der Match dauerte, desto sicherer wurde ich. Wir haben in der Abwehr immer weniger zugelassen. Es hat Riesenspass gemacht, zumal wir ja gewonnen haben.

Wie steht es mit Ihrer Kondition?
Die ist kein Problem. Ich trainiere oft für mich allein und schiebe Zusatzschichten mit einem Fitnesstrainer des Clubs. Mir behagt vor allem das Intervalltraining – Übungen, wo der Puls hochgeht, kurz, aber intensiv. Ich bin topfit.

Trotzdem drücken Sie vornehmlich die Ersatzbank, seit Sie 2013 von Nürnberg nach Wolfsburg transferiert worden sind. Das ist nicht einfach, oder?
Im ersten Halbjahr ist es mir tatsächlich nicht so gut gegangen, ich hatte mit meiner Rolle zu kämpfen. Und natürlich hatte ich mir andere Ziele gesteckt, aber der Fussball ist nun halt mal so – es läuft nicht immer alles wie geplant. Aber ich bin nicht der Typ, der in der Öffentlichkeit über sein Leid klagt oder die Medien einspannt. Ausserdem spü- re ich hier eine grosse Wertschätzung, auch wenn ich nicht regelmässig spiele.

Wie äussert sich diese Wertschätzung?
Ich hatte in dieser Winterpause Angebote vom VfB Stuttgart, von Hertha Berlin, von Leicester und Aston Villa aus England, dazu zeigten Bremen und Spartak Moskau grosses Interesse. Aber Wolfsburg hat klar zu verstehen gegeben, mich nicht ziehen zu lassen. Das war ein Zeichen, das mir ein Stück weit imponiert hat. Ich bin ein Bestandteil der Mannschaft.

Wolfsburg hat ein starkes Team und will in die Champions League, momentan ist man mit grossem Abstand Zweiter …
Es klingt vielleicht etwas doof, aber allein das Training mit diesen Spielern macht mich besser. Das Niveau ist hervorragend.

Die ganze Bundesliga schwärmt ja mittlerweile vom offensiven Fussball des VfL, bekommen Sie das auch mit?
Sehen Sie sich nur die Struktur der Mannschaft an. Kevin de Bruyne, André Schürrle, Bas Dost und wie sie alle heissen – es macht enorm viel Spass, mit diesen Fussballern zu arbeiten. Ich stehe jeden Morgen auf und freue mich aufs Training. Ich liebe den Fussball, auch wenn ich am Wochenende auf die Bank muss. Das Auf und Ab gehört zum Leben, es macht mich stärker.

Verbringen Sie daneben viel Freizeit mit Ihren Schweizer Teamkollegen Ricardo ­Rodriguez und Diego Benaglio?
Mit Diego eher weniger, er hat ja eine Familie mit kleinen Kindern. Dafür mit Ricardo, wir gehen oft zusammen essen und tauschen uns aus.

Hegen Sie keinen Groll auf Trainer Hecking, der Sie von Nürnberg nach Wolfsburgs lotste?
Nein, überhaupt nicht. Für ihn ist die Situation auch nicht einfach. Wir kennen uns nun schon vier Jahre, die Kommunikation ist einwandfrei. Und ich sehe es so: Die zwei Jahre, die ich in Wolfsburg etwas weniger spiele, ergeben dann zwei Jahre mehr, wenn ich wieder beim FC Basel bin (lacht).

Stichwort FCB. Haben Sie Kontakt mit den Verantwortlichen?
Ja, durchaus. Ich schätze es sehr, dass man mich nicht vergessen hat, obwohl ich 2009 gehen musste. Mir war immer klar, dass ich eines Tages die Farben Rot und Blau tragen will.

Sie sind mit dem FCB-Virus infiziert …
Das kann man sagen. Ich trage den Verein im Herzen, seit ich als Bub in der Muttenzerkurve stand. 2002 bin ich nach Valencia gereist und habe als Supporter den FCB in der Champions League unterstützt. Trotz der 2:6-Niederlage haben wir uns alle gefreut, dass Rotblau wieder in der Königsklasse spielt. Solche Erlebnisse prägen einen. Aber ich bin auch Realist.

Was meinen Sie damit?
Man kommt nicht einfach so zum FC Basel. Es geht um Leistung. Ich würde eines Tages gerne ins Joggeli zurückkehren, aber das heisst nicht, dass ich auch darf. Ausserdem ist meine Reise in Deutschland noch nicht zu Ende. Mein Vertrag läuft bis 2017. Wir werden sehen, ob und wann es tatsächlich klappt. Vorerst gilt meine Aufmerksamkeit voll und ganz dem VfL Wolfsburg. (Basler Zeitung)

(Erstellt: 03.03.2015, 13:36 Uhr)

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13. Runde

02.12.Mainz 05 - Bayern München1 : 3
03.12.Borussia Dortmund - M'gladbach4 : 1
03.12.Bayer Leverkusen - SC Freiburg1 : 1
03.12.VfL Wolfsburg - Hertha BSC2 : 3
03.12.Werder Bremen - Ingolstadt2 : 1
03.12.Hoffenheim - 1. FC Köln4 : 0
03.12.RasenBallsport Leipzig - Schalke 042 : 1
04.12.Darmstadt - Hamburger SV0 : 2
04.12.Augsburg - Eintracht Frankfurt1 : 1
Stand: 04.12.2016 19:19

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NameSpSUNG:EP
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5.Eintracht Frankfurt1374219:1125
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13.M'gladbach1334613:2213
14.Werder Bremen1332817:3211
15.VfL Wolfsburg1324712:1810
16.Darmstadt1322911:268
17.Hamburger SV1314810:277
18.Ingolstadt1313910:246
Stand: 04.12.2016 19:19

14. Runde

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10.12.Bayern München - VfL Wolfsburg- : -
10.12.1. FC Köln - Borussia Dortmund- : -
10.12.Hamburger SV - Augsburg- : -
10.12.Ingolstadt - RasenBallsport Leipzig- : -
10.12.SC Freiburg - Darmstadt- : -
10.12.Hertha BSC - Werder Bremen- : -
11.12.M'gladbach - Mainz 05- : -
11.12.Schalke 04 - Bayer Leverkusen- : -

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