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«Das kann ein Vorteil für Molde sein»
Von Stefan Kreis, Molde. Aktualisiert am 31.07.2012 6 Kommentare
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Namen der Molde Spieler wollte Heiko Vogel an der Pressekonferenz keine nennen. Aber nicht weil er die Spieler des morgigen Gegners nicht kennt, sondern weil es despektierlich wäre, wie der 36-Jährige betont: «Die Mannschaft verfügt über ein gutes Kollektiv. Wenn ich nun einzelne Spieler rauspicken würde, wäre es nicht fair gegenüber den anderen, die ich nicht kenne.» Es sind Spieler wie Knut Olav Rindaröy, Magnus Wolff Eikrem und Magnus Stamnesrö, die wohl nur den grössten Fussballfachexperten ein Begriff sind. Insgesamt 16 Norweger hat der Landesmeister in seinen Reihen, aber kaum einer wird am 12. Oktober im Kader der Nationalmannschaft stehen und in der WM-Qualfikation gegen die Schweiz antreten.
Für Vogel ist das aber noch lange kein Grund den norwegischen Meister zu unterschätzen. «Glauben Sie, dass die Norweger jeden einzelnen Spieler unserer Mannschaft beim Namen nennen können?», fragt der 36-Jährige rhetorisch und unterstreicht einmal mehr, dass ihm nichts ferner liegt, als einen Gegner zu unterschätzen. «Die norwegische Liga bringt nicht umsonst viele Talente raus, die später in der Premier League landen», ergänzt der Pfälzer und fügt im selben Atemzug an, dass er mit einem Remis zufrieden wäre: «Ein Unentschieden mit Torerfolg wäre im Hinblick auf das Rückspiel sicherlich keine schlechte Ausgangslage.»
Streller fordert eine Steigerung
Ähnlich sieht dies sein Captain Marco Streller, zumal die Basler zuletzt nicht für Lobeshymnen verantwortlich waren und in der Meisterschaft sowohl gegen den FC Luzern als auch gegen GC Punkte liegen liess. «Wir müssen uns steigern», fordert Streller und ist überzeugt, dass dies auch gelingt: «Wir verfügen über das Selbstvertrauen eines Champions-League-Achtelfinalisten.»
Über das Selbstvertrauen eines Champions-Legaue-Siegers verfügt Ex-Manchester-United-Stürmer Ole Gunnar Solskjaer, der 1999 als Spieler in der Königsklasse triumphierte. Mit entsprechend breiter Brust trat der 39-Jährige vor die Medien und nannte mehrere Gründe, warum Molde morgen die Überraschung schaffen könnte. Neben der Heimstärke und dem Erfolgshunger war der Spielrhytmus eines seiner überzeugendsten Argumente: «Wir sind mittendrin in der Saison. Der FC Basel hat hingegen erst wenige Spiele absolviert. Das spricht für uns. Das Timing passt.» Dem wollten weder Streller («die sind voll im Saft») noch Vogel widersprechen. «Das kann ein Vorteil für Molde sein. Muss aber nicht», sagte Solskjaers Gegenüber und warnte vor einer zu grossen Erwartungshaltung: «Wir brauchen noch Zeit bis die Automatismen richtig greifen.» Man sei nach den Abgängen von Shaqiri, Xhaka, Abraham und Huggel noch im Umbruch und müsse sich damit abfinden, dass die beiden Neuzugänge Marcelo Diaz und Gaston Sauro erst sehr spät zur Mannschaft gestossen seien und noch nicht perfekt eingespielt wären.
Beim gestrigen Abschlusstraining in der schmucken Aker-Arena war davon allerdings nichts zu sehen. Die beiden spanischsprachigen Südamerikaner wirkten gut in der Mannschaft integriert und werden morgen aller Voraussicht nach von Anfang an auflaufen. Ebenso Valentin Stocker, der sich von seinen Muskelproblemen erholt hat, einen überzeugenden Eindruck hinterliess und heute 90 Minuten lang spielen dürfte.
Mögliche Aufstellung FCB: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; D. Degen, Yapi, Diaz; Stocker; A. Frei, Streller.
Mögliche Aufstellung Molde: Petersen; Linnes, Hovland, Forren, Rindaröy; Elkrem, Hoseth; Moström, Berget, Gatt; Angan. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.07.2012, 14:38 Uhr
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