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«Nach dem FCB hätte ich aufhören sollen»
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 15.08.2012 8 Kommentare
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- Der FCB verpasst die Gala
- Vaduz schenkt Aarau fünf Tore ein
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Challenge League
36. Runde
| 02.06. | Aarau - Wohlen | 3 : 3 |
| 02.06. | Biel - Chiasso | 5 : 2 |
| 02.06. | Locarno - Winterthur | 2 : 1 |
| 02.06. | Lugano - Bellinzona | 4 : 3 |
| 02.06. | FC Vaduz - Wil | 0 : 2 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Aarau | 36 | 24 | 6 | 6 | 76:40 | 78 |
| 2. | Bellinzona | 36 | 21 | 8 | 7 | 62:37 | 64 |
| 3. | Winterthur | 36 | 19 | 5 | 12 | 61:43 | 62 |
| 4. | Wil | 36 | 15 | 6 | 15 | 59:65 | 51 |
| 5. | Biel | 36 | 13 | 8 | 15 | 59:59 | 47 |
| 6. | Chiasso | 36 | 13 | 8 | 15 | 42:51 | 47 |
| 7. | Lugano | 36 | 11 | 11 | 14 | 52:50 | 44 |
| 8. | Wohlen | 36 | 9 | 12 | 15 | 39:58 | 39 |
| 9. | FC Vaduz | 36 | 10 | 7 | 19 | 41:52 | 37 |
| 10. | Locarno | 36 | 5 | 9 | 22 | 32:68 | 24 |
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Das Fussballgeschäft ist schnelllebig. Das musste auch Reto Zanni feststellen, als er vor dreieinhalb Wochen nach dem Spiel des FC Basel gegen Luzern der Basler Spielerkabine einen Besuch abstattete. «Es hat sich wirklich sehr viel verändert», stellte der 32-Jährige staunend fest. Mit den Spielern der aktuellen Mannschaft hat der Aussenverteidiger keinen Kontakt mehr: «Noch mit Massimo Colomba und Marco Walker, sonst nicht mehr gross.»
Im Winter 2011 verliess Zanni den FCB, weil er unter Trainer Thorsten Fink keine Perspektive mehr sah. Seine nächste Station beim FC Vaduz brachte dem gebürtigen Stanser aber kein Glück mehr. Nach nur eineinhalb Saisons in Liechtenstein löste Zanni den bis 2013 laufenden Vertrag auf. Auch im «Ländle» plante der Trainer nicht mehr mit dem gelernten Mittelfeldspieler, der von Christian Gross einst zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde. Nun kehrt der Nidwaldner zu seinen Wurzeln zurück: Er wechselt per sofort zu seinem Stammverein FC Buochs in die 2. Liga interregional. Das Leben als Fussballprofi ist vorbei. «Ich habe das noch nicht ganz realisiert. Aber ich bin mir bewusst, dass ich abschliessen und herausfinden muss, was ich in Zukunft tun werde», sagt Zanni. Erst einmal freut er sich aber auf private Höhepunkte, denn er bezieht mit seiner Familie ein Eigenheim und erwartet in zwei Wochen sein zweites Kind.
Sechs Titel und zweimal Champions League
Das plötzliche Ende der Karriere stürzt Zanni nicht in eine Depression. «Schon Ende letzter Saison wusste ich, dass es in Vaduz schwer werden würde. Aber ich habe noch einmal versucht, meine Laufbahn fortzusetzen», erklärt der Rechtsfüsser. Letztlich habe er sich mit den Liechtensteinern im Guten getrennt. Was bleibt, sind die Erinnerungen an eine erfolgreiche Karriere. Nach den Stationen Grasshoppers und Thun holte ihn Christian Gross im Januar 2005 zum FC Basel. Am Rheinknie erlebte Zanni seine beste Zeit: «Die fünfeinhalb Jahre beim FCB sind wunderbar aufgegangen. Eigentlich hätte ich nachher aufhören müssen.» Je drei Meistertitel und Cupsiege konnte Zanni in Basel feiern, zudem spielte er 2008 und 2010 zweimal in der Champions League, unter anderem zweimal gegen den grossen FC Barcelona.
In seiner Zeit beim FCB spaltete Zanni die Fans. Die einen beschimpften ihn, weil er unter Gross unbestrittener Stammspieler war, die Muttenzerkurve feierte ihn hingegen gegen Ende jeweils als «Fussballgott». Von nun an unterstützt Zanni seinen Lieblingsclub ebenfalls von der Tribüne aus. «Jetzt habe ich wieder Zeit dafür», freut sich der 32-Jährige, der die Leistungen des FCB in der letzten Saison «gewaltig» findet. Die Chancen auf einen neuerlichen Einzug in die Champions League stuft Zanni als gut ein. Den Gegner CFR Cluj kennt er aus eigener Erfahrung. Im November 2011 stand er auf dem Feld, als Basel den rumänischen Meister 1:0 bezwang. «Der FCB musste zwar einige gewichtige Abgänge hinnehmen, aber er wird mit jedem Spiel besser. Gegen Thun sah man wieder einen Fortschritt», analysiert der Familienvater. Und sollte diesen Herbst wieder die Champions-League-Hymne im «Joggeli» erklingen, würden seine Erinnerungen an die Spiele gegen Lionel Messi und Thierry Henry wieder aufkommen: «Ich erinnere mich immer wieder gern an jene Zeit zurück.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.08.2012, 08:27 Uhr
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