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Napoli jubelt dank Lavezzi, Cavani und Inler
Napoli |
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Chelsea |
38. Lavezzi 1:1
45+2. Cavani 2:1
65. Lavezzi 3:1
27. Mata 0:1
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Wenn die Musik der Champions League erklingt, verwandelt sich die SSC Napoli. Im Stile einer grossen Mannschaft können sich die Süditaliener in den wichtigen Spielen gegen prominente Widersacher steigern. So war es im Herbst, als Napoli den englischen Leader Manchester City ausschaltete. Und so war es auch gegen Chelsea.
Nach problematischen Wochen in der Meisterschaft liess der Sechste der Serie A mit einer Mischung aus emotionalisiertem Sturmlauf, italienischer Effizienz und etwas Glück in den entscheidenden Szenen Stadion, Stadt und Menschen am Fusse des Vesuvs erzittern und ins Delirium fallen.
Glück hatte Napoli vor allem vor der Pause, als es gelang, in einer kritischen Phase zum doppelten Gegenschlag auszuholen. Nach dem unglücklichen Gegentor von Mata (28.), verursacht durch einen stümperhaften Fehler von Abwehrchef Paolo Cannavaro, war der Schwung der Anfangsminuten bei Napoli weg. Doch als die insgesamt enttäuschenden Engländer die Partie unter Kontrolle hatten, schlugen Ezequiel Lavezzi (38.) und Edinson Cavani (45.) zu. Der Argentinier düpierte Chelseas Goalie Peter Cech mit einem Schlenzer aus 20 Metern, der Uruguayer traf akrobatisch mit der Brust nach einer Flanke von Gökhan Inler. Das 3:1, wieder durch Lavezzi, fiel nach einem Patzer von David Luiz (65.).
Das Zuspiel zum zweiten Tor Napolis war Inlers wertvollste Aktion. Der Schweizer Nati-Captain zeigte über die gesamten 90 Minuten eine tadellose Partie. Er, der wochenlang massiv kritisiert worden war, spielte im Mittelfeld eine dominante Rolle. Inler war ballsicher und zweikampfstark, aber auch offensiv immer wieder präsent. Schon nach zehn Minuten lancierte er Edinson Cavani mit einem feinen Steilpass, kurz vor der Pause flog ein Schuss Inlers nur knapp über das Tor. Wie das gesamte Team befreite sich Inler im bisher wichtigsten Spiel des neuen Jahres aus dem Formtief.
Im Gegensatz zu Napoli konnte Chelsea nicht verbergen, dass es sich seit längerem im Championat auf schlingerndem Kurs befindet. Dass John Terry kurz vor dem Spiel Forfait erklären musste und wohl schon am Mittwoch am Knie operiert wird, kann nicht allein als Entschuldigung hinhalten. Die Abwehr offenbarte in neuer Zusammensetzung mit dem von Bolton verpflichteten Innenverteidiger Gary Cahill zwar tatsächlich einige Mängel, doch bei Chelsea stimmte es auch weiter vorne nicht. Dass Didier Drogba in der Nachspielzeit zu seinem einzigen gefährlichen Abschluss kam, ist Dokument für die enttäuschende Darbietung in Mittelfeld und Angriff.
Die beste Phase hatten die Engländer in der Viertelstunde nach der Pause. Die Schlagzahl erhöhten die Stars aus der Premier League vor allem, weil der Franzose Florent Malouda auf der linken Seite viel Druck erzeugte und einige gefährliche Flanken schlug. Nach dieser Leistung wird die Kritik an Trainer Villas-Boas noch lauter werden. Aus den letzten sieben Pflichtspielen holte Chelsea nur einen Sieg.
Zumindest die zuletzt oft und vor allem teamintern diskutierten Personalentscheide des Portugiesen sorgten in Neapel nach dem Spiel nicht mehr für Kopfschütteln. Der von Villas-Boas angestrebte Generationenwechsel tut not. Die im Verlaufe des Spiels eingetretenen Routiniers Michael Essien und Frank Lampard lieferten bei ihren Teileinsätzen keine Argumente für künftige Plätze in der Startformation. Sie waren nicht imstande, das Ruder an sich - geschweige denn, herumzureissen. (si) -
Napoli - Chelsea 3:1 (2:1)
San Paolo, 60'240 Zuschauer (ausverkauft). - SR Velasco Carballo (Sp). - Tore: 27. Mata 0:1. 38. Lavezzi 1:1. 45. Cavani 2:1. 65. Lavezzi 3:1.
Napoli: De Sanctis; Campagnaro, Cannavaro, Aronica; Maggio, Gargano, Inler, Zuniga; Lavezzi (74. Dzemaili), Hamsik (82. Pandev); Cavani.
Chelsea: Cech; Ivanovic, Cahill, David Luiz, Bosingwa (12. Ashley Cole); Ramires, Raul Meireles (70. Essien), Malouda (70. Lampard); Sturridge, Drogba, Mata.
Bemerkungen: Chelsea ohne Terry (verletzt). Verwarnungen: 39. Cavani (Unsportlichkeit). 41. Raul Meireles (Foul/im Rückspiel gesperrt). 56. Cahill (Foul). -
Abpfiff
Da ist der Schlusspfiff. Napoli mit den Schweizern Inler und Dzemaili gewinnt gegen Chelsea nach 0:1-Rückstand verdient mit 3:1 und besitzt eine gute Ausgangslage für das Rückspiel.
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90+3'
Lampard kommt noch einmal zu einer Schusschance, kein Problem für Napolis Keeper De Sanctis.
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90+1'
Die dreiminütige Nachspielzeit hat begonnen.
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89'
Chelsea versucht immer wieder, Drogba zu lancieren. Der ist aber zu gut bewacht.
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82'
Wechsel
Pandev kommt bei Napoli für Hamsik.
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82'
Cole rettet auf der Linie. Napoli schrammt um Zentimeter am 4:1 vorbei.
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80'
Durcheinander im Napoli-Strafraum. Cavani schlägt den Ball schliesslich aus der Gefahrenzone.
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79'
Nach einem Foul an Dzemaili kommt Inler aus guter Position zu einem Freistoss. Die Ausführung ist leider mangelhaft.
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74'
Wechsel
Napoli wechselt. Für Lavezzi kommt der Schweizer Dzemaili.
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65'
3:1
Statt 2:2 heisst es 3:1 für Napoli! Lavezzi ist zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich. Die Vorarbeit geht auf das Konto von Cavani.
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60'
Um ein Haar hätte Drogba von einem neuerlichen Missverständnis in der Napoli-Abwer profitiert. Es bleibt aber beim 2:1.
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56'
Gelbe Karte
Chelseas Cahill holt Lavezzi von den Beinen und hat Glück, dass er dafür nur Gelb sieht.
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55'
Cavani spielt schön zu Lavezzi, der läuft in den Strafraum, schiesst aber am Chelsea-Tor vorbei. Napoli war dem 3:1 ganz nah.
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50'
Nach einem Corner David Luiz zum Kopfball, Aronica klärt vor der Linie. Eine gute Szene von Chelsea.
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Anpfiff
Es geht weiter.
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Abpfiff
Das war es mit der ersten Halbzeit. Napoli führt verdient mit 2:1 und hat auf den Schock des 0:1 glänzend reagiert.
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45+2'
Tor!
2:1
In der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit geht Napoli 2:1 in Führung. Cavani drückt den Ball nach einem sehr guten Pass von Inler mit der Brust über die Linie.
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41'
Gelbe Karte
Chelseas Raul Meireles wird wegen eines Handspiels verwarnt und fehlt damit im Rückspiel.
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40'
Ramires kommt frei zum Schuss, befördert den Ball aber weit über das Napoli-Tor.
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39'
Gelbe Karte
Napolis Cavani sieht Gelb.
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38'
Tor!
1:1
Lavezzi gleicht mit einem Sonntagsschuss für Napoli aus! Chech fliegt in die richtige Ecke, doch der Ball ist zu gut platziert.
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36'
Chelsea kommt zu einem Konter, Sturridge holt einen Corner heraus.
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35'
Napoli hat nicht lange, um den Schock zu verdauen und greift gleich wieder an.
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27'
Tor!
0:1
Napoli hat in den ersten 25 Minuten deutlich mehr vom Spiel als Chelsea. Ein Fehler von Captain Cannavaro kommt die Italiener aber teuer zu stehen. Bei der flachen Hereingabe von Sturridge kann er den Ball nicht kontrollieren, Mata trifft zum 1:0 für Chelsea.
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19'
Die zweite ganz dicke Chance für Napoli. Diesmal ist es Maggio, der vergibt. Er scheitert aus spitzem Winkel an Cech, dem bislang klar besten Londoner.
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18'
Nach einem weiten Auskick von Cech gerät Napoli-Keeper De Sanctis in Not. Campagnaro rettet ihn nach dem Missverständnis aber vor weiteren Konsequenzen.
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14'
Lavezzi lanciert Cavani steil, der steht aber im Offside. Chelsea ist schwer unter Druck.
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12'
Wechsel
Bosingwa geht verletzt vom Platz, Cole ersetzt ihn bei Chelsea.
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10'
Inler spielt herrlich auf Cavani, dessen Schuss wehrt Cech mit dem Fuss ab. Eine grossartige Aktion von Napoli, nur ganz wenig hat zum 1:0 gefehlt.
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7'
Campagnaro blutet nach einem Zusammenstoss mit Drogba. Er muss sich wegen der Platzwunde behandeln lassen, kann aber weitermachen.
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5'
Ein langer Ball in den Strafraum bringt Chelsea in Bedrängnis. Cech kann gerade noch gegen Lavezzi klären.
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3'
Cannavaro verhindert mit einer aufmerksamen Intervention einen Konter von Chelsea. Das hätte heiss werden können.
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Anpfiff
Der Ball rollt! Napoli geht gleich in die Offensive.
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Das Stadion ist mit 60'074 Zuschauern ausverkauft, die Stimmung trotz der Laufbahn zwischen dem Feld und den Rängen ausgezeichnet. Bei der Mannschaftsaufstellung von Chelsea gibt es Pfiffe.
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Willkommen zum Champions-League-Ticker. Um 20.45 Uhr geht es los mit Napoli - Chelsea.
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John Terry vom FC Chelsea steht vor einer Knie-Operation und damit einer Zwangspause von sechs bis acht Wochen. Der Captain klagte vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League der Londoner bei Napoli über erneute Schmerzen. Der 31-Jährige muss damit auch für das Freundschaftsspiel Englands gegen Holland am 29. Februar passen. Terry hat seit Ende Januar für Chelsea keine Partie mehr absolviert und wurde nach einem Rassismus-Vorwurf zuletzt als Captain der Engländer abgesetzt. Er soll bereits am Mittwoch in London operiert werden.
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Die Aufstellungen
Napoli: De Sanctis - Campagnaro, Cannavaro, Aronica - Maggio, Inler, Gargano, Hamsik, Zuniga - Cavani, Lavezzi.
Chelsea: Cech - Ivanovic, Cahill, David Luiz, Bosingwa - Ramires, Raul Meireles, Malouda - Sturridge, Drogba, Mata. -
Chelsea steht im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League unter Druck. Ein weiterer Ausrutscher in Neapel könnte die Entmachtung von Trainer André Villas-Boas beschleunigen.
Seitdem sich Chelseas Besitzer Roman Abramowitsch regelmässig auf dem Klubgelände in Cobham ausserhalb Londons blicken lässt, brodelt in England die Gerüchteküche. Die Anwesenheit des schwerreichen Russen wird als Zeichen für die mögliche Absetzung des Trainers gesehen. Villas-Boas kann, so glauben die Beobachter, bei einem Ausscheiden gegen Napoli seine Entlassung kaum mehr verhindern. Der 34-Jährige, im Juni 2011 als Nachfolger von Carlo Ancelotti aus Porto freigekauft, sieht sich im achten Monat seiner Amtszeit mit Problemen auf mehreren Ebenen konfrontiert.
Die sportlichen Leistungen Chelseas in dieser Saison stimmen nicht. In der Premier League laufen die Londoner als Fünfter mit 17 Punkten Rückstand auf Leader Manchester City der Musik hinterher. Von den letzten zehn Spielen gewannen sie gerade mal zwei. Im FA-Cup müssen sie nach dem 1:1 gegen Zweitligist Birmingham City in die Zusatzrunde und im Ligacup bedeuteten im November die Viertelfinals gegen Liverpool Endstation. Nach dem mageren Remis gegen Birmingham waren in der Stamford Bridge Sprechchöre für José Mourinho zu hören. Unter Villa Boas' portugiesischem Landsmann und Mentor hatte Chelsea zwischen ab 2005 bis 2007 sechs Pokale, unter anderem zwei Meistertitel, gewonnen.
Hartnäckig erzählt man sich in London, die älteren Teamleader wie Captain John Terry, Frank Lampard oder Didier Drogba würden Villas-Boas jegliche Kompetenz absprechen und sich stattdessen rege mit Mourinho austauschen. «Sie müssen meine Arbeit nicht unterstützen. Es ist der Eigentümer, der dies tut», kommentierte Villas-Boas den schwelenden Konflikt. Es sei normal, dass nicht alle Spieler hinter ihm stehen. (si)
Erstellt: 21.02.2012, 17:22 Uhr





