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Netzer warnt deutsche WM-Stars vor Wechsel zu Real
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 19.07.2010
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Mourinho will die deutschen WM-Stars Sami Khedira (Stuttgart), Mesut Özil (Bremen) und Mario Gomez (Bayern) verpflichten. Khedira, der Schützling von Christian Gross in Stuttgart, spielte eine hervorragende Weltmeisterschaft und gehörte mit Özil zu den besten Spielern. Weil Reals Sturmlegende Raul offenbar mit Schalke 04 einig ist, will Mourinho auch Gomez als Ersatz aus München holen. Laut der spanischen Zeitung «Marca» bietet Real neben einer Ablösesumme auch noch den Holländer Rafael van der Vaart im Tausch an.
Madrid hat nach Informationen der Zeitung «As» auch die «Operation Özil» intensiviert. Die Firma «Eurofinanzas Sport» soll den Özil-Transfer zu Real organisieren. In der vergangenen Woche sollen sich drei Agentur-Mitarbeiter mit Reals Generaldirektor Jorge Valdano und Sportdirektor Miguel Pardes getroffen haben. Bremen fordert offenbar 16 Millionen Euro für den torgefährlichen Spieler.
Alleinherrscher Mourinho
Günter Netzer, weltweit anerkannter Fussballexperte, spielte einst bei Real Madrid. Ein Wechsel zu Real berge grosse Chancen, aber eben auch grosse Gefahren. Als Chance bezeichnet er den neuen Trainer José Mourinho, der in der letzten Saison mit Inter Mailand das Triple (Meisterschaft, Pokal, Champions League) gewonnen hatte. «Er wird in Madrid alle Freiheiten haben», prophezeit Netzer. Keiner werde ihm in die sportlichen Belange dreinreden. Morurinho sei der Alleinherrscher bei Real.
«Wenn Mourinho einen Spieler wirklich haben will, dann ist das für denjenigen eine sehr gute Ausgangslage, weil er davon ausgehen kann, dass Mourinho ihn stützt, dass er zu ihm steht», urteilt Netzer. Ansonsten habe Real Madrid viel an Reiz verloren. Es sei ein Klub voller Probleme geworden. «Die vergangene Saison hat wieder einmal gezeigt, dass Tradition keine Titel gewinnt», so Netzer.
Das sportliche Wohlbefinden muss oberste Priorität haben
«Es gab und gibt viele teure, aber unglückliche Spieler», weiss er. Dessen sollten sich die deutschen Nationalspieler bewusst sein. «Bei einem Wechsel sollte das sportliche Wohlbefinden oberste Priorität haben», so Netzer. Die Bundesliga könne zwar bei der Bezahlung der Stars mit den ganz grossen europäischen Vereinen noch immer nicht mithalten. «Aber ein Wechsel aus rein finanziellen Gründen lohnt sich in den meisten Fällen nicht mehr», ist er überzeugt. In Deutschland könnten die Spieler ebenfalls erstklassig verdienen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.07.2010, 12:52 Uhr




