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Noch keine Unruhe im Luxuskader
Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 27.02.2012 2 Kommentare
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Nassim Ben Khalifa war 2009 einer der besten Spieler der U-17-WM – und schoss die Schweiz zum Titel. Er zählt (oder besser: er zählte) zu den grössten Sturmtalenten des Weltfussballs.
Raphael Nuzzolo war in den letzten Jahren der beste, auffälligste Xamax-Akteur.
Freddy Mveng gilt als Begabung, YB liess sich seine Verpflichtung im letzten Sommer rund 800'000 Franken kosten.
Der Tscheche Jan Lecjaks spielte 2011 eine starke U-21-EM.
Und Mario Raimondi hat in bisher 224 Super-League-Partien 40 Tore geschossen.
Ben Khalifa, Nuzzolo, Mveng, Lecjaks und Raimondi wären bei den meisten Super-League-Teams Leistungsträger. Bei YB dagegen bildeten die fünf Fussballer am Samstag in Luzern das prominente (und teure) Tribünenpersonal. Es hatte für sie in der breit besetzten Berner Belegschaft nicht einmal Platz auf der Ersatzbank. Die Frage ist, ob es sich YB leisten kann, ein solches Luxuskader zu beschäftigten.
Zu grosser Druck?
Beim Gross-Umbruch der Young Boys richten die Verantwortlichen mit der grossen Kelle an. Und weil es derzeit keine verletzten Spieler zu beklagen gibt, müssen bei 24 guten Fussballern eben einige sogar auf die Tribüne. Stimmen die Resultate, wie zu Beginn der Rückrunde, hält sich zwar nicht die Unzufriedenheit, aber die Unruhe in Grenzen. Doch es wird spannend zu verfolgen sein, welche Auswirkungen die klägliche YB-Leistung bei der 0:2-Niederlage in Luzern auf das Betriebsklima haben wird.
Der Umbau des Teams jedenfalls dürfte weitergehen, und es würde nicht erstaunen, wenn im Sommer weitere langjährige Stammspieler die Young Boys verlassen müssten. Der mächtige Trainer Christian Gross wird in den nächsten Wochen genau beobachten, welche Fussballer bereit sind, seinen Weg mitzugehen. In Luzern erhielt man das Gefühl, einzelne Akteure würden zu stark unter Druck stehen. «Wir haben viel zu kompliziert gespielt», sagte Gross, «und deshalb verdient verloren.»
Es würde keineswegs überraschen, sollten die Young Boys im Hinblick auf nächste Saison einen modernen Innenverteidiger verpflichten, der einen gepflegten Spielaufbau einleiten kann. Und Michael Silberbauer, im zentralen Mittelfeld in einer Schlüsselrolle, muss sich deutlich steigern – sonst dürfte die Suche nach einem Nebenmann Alexander Farneruds intensiviert werden. Läuft es Farnerud nicht gut, harzt das gesamte YB-Spiel. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und sie hat sich nicht verändert, selbst wenn die Berner in der Winterpause ihre Offensive mit frischem Personal grosszügig aufgemotzt haben. Möglicherweise gibt der Trainer demnächst dem begabten Spielmacher Moreno Costanzo eine Chance im zentralen Mittelfeld, dann müsste Farnerud defensiver agieren. «Das wäre eine sehr mutige Aufstellung», sagt Christian Gross.
Taktische Meisterleistung
Der YB-Auftritt in Luzern war erschreckend, zwei völlig missratene Freistossvarianten standen als Sinnbild dafür. Die bemerkenswerte Vorwärtsstrategie der Young Boys erhielt gleichwohl nicht mehr als einen Dämpfer – aber auch nicht weniger.
Ausgerechnet Dario Lezcano, den die Luzerner im Winter von Thun für etwas mehr als 1 Million Franken verpflichtet hatten, erzielte gegen YB beide Tore. Eigentlich hatte der FCL Raùl Bobadilla kaufen wollen, doch der Argentinier nahm die bessere Offerte der Young Boys an. Der Paraguayer Lezcano, in neuer Rolle als Stürmer eingesetzt, verdreifachte am Samstag seine Saisontorausbeute. Er hatte zuvor in 18 Partien erst einmal getroffen, beim 2:0-Erfolg Thuns im August inBern. «Und wenn man gegen Luzern in Rückstand gerät, wird es schwierig», sagt Gross.
Luzerns Coach Murat Yakin hatte sein Team ausgezeichnet auf den Gegner eingestellt – und er gewann das Trainerduell gegen Lehrmeister Christian Gross, seinen langjährigen Vorgesetzten beim FC Basel. (Berner Zeitung)
Erstellt: 27.02.2012, 15:19 Uhr
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2 Kommentare
Gross wird in Bern scheitern, Er hat den Beweis, ein grosser Trainer zu sein, noch nicht geliefert. Statt hoffnungsvolle junge Spieler einzubauen, ist er auf dem Transfermarkt tätig. Bei seiner Zeit bei Basel bekam selbst ein Shaqiri keine Einsatzzeit. Für den Schweizer Fussball leistet Gross, anders als Favre, nicht viel. So gesehen, ist ein scheitern von Gross kein Unglück. Antworten
Nun ja, so lange wie Ch. Gross das sagen hat bei YB wird es dort auch nicht weiter vorwärts gehen, den Fussball den er spielen lässt ist seit Jahren vorbei, und in Gladbach reiben sie sich immer noch die Hände dass sie den gescheiterten "Weltklasse" Ladenhüter Bobadilla doch noch so gut verkaufen konnten...... Antworten

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