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Pfiffe gegen Frei waren eine Frechheit
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 13.10.2010 317 Kommentare
Sportredaktor Sascha Rhyner.
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Alex Frei ist ein Egoist. Ja. Er ist eine kleine Ich AG. Mag sein. Aber Alex Frei ist auch eine Torfabrik. Der Rekordnationaltorschütze. 81 Länderspiele. 40 Tore. Das ist ein Leistungsausweis auch auf hoher Stufe.
Am Dienstagabend gegen Wales wurde er, nicht zum ersten Mal, im Dress der Schweizer Nationalmannschaft ausgepfiffen. Ausgepfiffen, obwohl die Schweiz gut spielte und letztlich 4:1 gewann. Es waren Pfiffe für den Mann, der sich auf dem Feld zerreisst. Und deshalb ist jeder Pfiff auch ein Stich in sein Kämpferherz.
Gewiss darf man Alex Frei kritisieren. Für schlechte Leistungen. Wenn er seine Verantwortung als Captain nicht im vollen Umfang wahrnimmt – wie an der WM. Man kann ihm seinen vielleicht eher schwierigen Charakter ankreiden. Vielleicht seine zuweilen arg giftigen Antworten, wenn er hinter der Frage eine Falle oder einen Angriff vermutet.
Eines darf man bei aller Kritik aber nie vergessen: Alex Frei ist ein Fussballer mit Leib und Seele. Kein Talent, ein Arbeiter. Alex Frei weiss das. Deshalb wirkt er manchmal verbissen. Vielleicht auch verkrampft. Dass er seit dem 9. September 2009 nicht mehr getroffen hat, schmerzt ihn am meisten. Weil er ein Egoist ist, weil er ein Fussballer ist, weil er vor allem auch den Erfolg will.
Dass er von seinem Publikum in seinem Stadion Pfiffe hören muss, ist eine Frechheit. Und es ist peinlich für den Schweizer Fussball, dass sogar der Schiedsrichter fragt, ob dies hierzulande normal sei, dass der Star ausgepfiffen werde. Es ist für die Schweiz zu hoffen, dass der 12. Oktober 2010 nicht den letzten Auftritt von Alex Frei im Dress des SFV bedeutet. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.10.2010, 02:22 Uhr
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317 Kommentare
@Alex besetzt: Sie gehören vom ganzen Forum hier ausgepfiffen! Das Team gewinnt gemeinsam, so wie gestern - MIT Alex Frei (ob er nun trifft oder nicht). Wenn das Publikum nach schlechter Leistung dem GANZEN Team den Applaus verweigert oder pfeift - kein Problem. Aber einzelne Spieler, egal welcher, auszupfeifen: peinlich, spiessig, beschämend! Antworten
Ich glaube das Pfeifen ist nicht so sehr persönlich gemeint, vielmehr um die Frustration los zu werden wegen der Tatsache,dass wir im Fussball gerne gut sein wollen, aber es eigentlich nicht sind. Und dann richtet sich die Wut halt immer auf das schwächste Glied in der Kette...und dies ist leider Gottes eben oft Alex Frei ...das Steckenpferd von Hitzfeld. Antworten




