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Polizei musste Wasserwerfer und Reizgas einsetzen

Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 03.03.2011 15 Kommentare

Nach 120 intensiven Minuten auf dem Rasen, ging der Kampf nach dem Spiel zwischen YB und dem FCZ zuerst neben dem Rasen und dann ausserhalb des Stadions weiter. Beteiligt waren vor allem aufgebrachte YB-«Fans» und die Kantonspolizei Bern.

1/6 Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und versprühte Reizgas.
Bild: Jürg Spori

   

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Der Frust war nach dem unglücklichen Ausscheiden gegen den FC Zürich bei den YB-Fans gross. Die meisten zogen mit hängenden Köpfen davon oder beschwerten sich lautstark. Vor allem die Leistung von Schiedsrichter Massimo Busacca sorgte bei den Anhängern des Heimteams für rote Köpfe.

Dass der Tessiner in der Verlängerung keine einzige Sekunde nachspielen liess und YB einen Corner nicht mehr ausführen durfte, brachte bei einigen Anhängern das Fass zum überlaufen. Erstes Opfer der Wut wurde die «Mayonnaise-Tube», durch die die Spieler jeweils das Spielfeld betreten. Mehreren «Fans» gelang es zudem, das Spielfeld zu betreten. Die Sicherheitskräfte im Stadion reagierten mit Pfefferspray und konnten die Situation schliesslich beruhigen.

Laut geworden ist es offenbar auch in den Katakomben des Stadions. Dort sollen YB-Materialwart Heinz Minder und FCZ-Präsident Ancillo Canepa verbale Nettigkeiten ausgetauscht haben.

Angeheizte Stimmung

Ein paar Unverbesserliche Spielbesucher konnten ihren Frust auch ausserhalb des Stade de Suisse nicht mehr im Zaum halten und legten sich mit den Einsatzkräften der Polizei an. Gemäss einem Zeugen kam es auch zu Konflikten zwischen den beiden Fangruppen, der Abmarsch der FCZ-Sympathisanten sei aber mehrheitlich ruhig verlaufen.

Die Stimmung war gemäss der Kantonspolizei Bern bereits während des Spiels angeheizt. Es sei zu heftigen Provokationen gekommen und in den Fansektoren seien massiv Pyrotechnika gezündet worden. Vor dem Stadion sei ein bereits vor dem Spiel ein Ticketing-Schalter beschädigt worden. Ein Unbeteiligter wurde von den Scherben verletzt.

Der Abmarsch der Gästefans über die Sempachstrasse sei zunächst friedlich verlaufen. Als YB-Fans jedoch über die Winkelriedstrasse den Weg zur Sempachstrasse und die Konfrontation mit den gegnerischen Fans suchten, sah sich die Kantonspolizei Bern angesichts der hohen Gewaltbereitschaft gezwungen, den Wasserwerfer einzusetzen.

Mehrere Fans angehalten

Anschliessend kam es im Bereich des S-Bahnhofs Wankdorf zu Ausschreitungen zwischen den Fan-Gruppierungen. Die Kantonspolizei Bern setzte Reizstoff und Gummischrot ein, um die Fans zu trennen. Nachdem die Anhänger des FC Zürichs den Extrazug bestiegen hatten und der Zug den Bahnhof verliess, bewarfen die YB-Fans die Kantonspolizei Bern mit Steinen. Die Situation habe erneut nur mit Mitteleinsatz beruhigt werden können.

Die Polizei hält fest, dass dank des neuen Sicherheitszauns sowie dem grossen Polizeiaufgebot grössere Konfrontationen zwischen den Fan-Gruppierungen verhindert werden konnten. Unter anderem auf Grund von Videoaufnahmen seien elf YB-Fans angehalten, befragt und anschliessend wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Sie werden mit Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Hinderung einer Amtshandlung oder Gewalt und Drohung gegen Beamte rechnen müssen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.03.2011, 13:59 Uhr

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15 Kommentare

Christian Herren

03.03.2011, 15:05 Uhr
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Nun bei allem Frust und ohne Schuldzuweisung..Beleuchten wir trotzdem mal die Qualität und die Qualitätssicherung der Schiedsrichter und stellen fest, es fehlt an einem effektiven Mass für die Güte der Leistung. In andern Ländern und andern Sportarten ist dies übliche Praxis, so lässt sich ermitteln, wer eine akzeptable Leistung bringt und wer nicht. Will man im CH-Fussball so etwas einfach nicht? Antworten


Herbert Berger

03.03.2011, 14:50 Uhr
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Wie die Spieler, so die Fans. Wer gesehen hat, wie schlecht agressiv einige der YB-Spieler sowohl auf Gegenspieler als auch auch Schieds- und Linienrichter losgingen, wundert sich nicht, dass die Fans danach ebenso rabiat reagierten. Das sollte der Fussballverband einschreiten. So geht es nicht! YB hat sich (wieder einmal) als sehr schlechter Verlierer präsentiert. Antworten



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