Sport
Polizei nimmt nach Krawallen vier Personen fest
Aktualisiert am 02.10.2011 100 Kommentare
Löste die Krawalle aus: Petarde im Fansektor. (Video: SF)
GC - FCZ, Abbruch beim Stand von 2:1 in der 77. Minute
Tore: 12. Mustafi 1:0, 42. Philippe Koch 1:1, 74. Feltscher (Handspenalty)
GC: Bürki; Menezes, Smiljanic, Vallori, Pavlovic; Lang, Toko (27. Brahimi); Freuler, Zuber, Feltscher; Mustafi (61. Adili)
FCZ: Leoni; Philippe Koch, Raphael Koch, Teixeira, Rodriguez; Schönbächler (63. Buff), Aegerter, Zouaghi (77. Chikhaoui), Nikci; Mehmedi, Chermiti
Bemerkungen: GC ohne Abrashi, Cabanas, Calla, De Ridder, Hajrovic, La Rocca und Simijonovic (alle verletzt). FCZ ohne Alphonse, Margairaz (beide gesperrt), Beda, Djuric, Kukuruzovic (alle verletzt), Brecher und Gajic (beide nicht im Aufgebot). 52. Freistoss von Pavlovic an den Pfosten. Verwarnungen: 19. Lang (Foul), 25. Mustafi (Foul), 39. Zouaghi (Foul), 72. Teixeira (Foul)
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Der 2. Oktober 2011 wird als schwarzer Tag in die Geschichte des Zürcher Fussballs eingehen. Kurz nach dem 2:1 für die Grasshoppers musste Schiedsrichter Sascha Kever die Partie erst unter- und dann ganz abbrechen. Auf den Rängen kam es zu Schlägereien und Panik, es flog sogar eine 1000 Grad heisse Petarde in den Block der GC-Anhänger. «Die Sicherheit für Spieler und Zuschauer war nicht mehr gewährleistet», begründete Kever seinen Entscheid. Es war nicht mehr möglich, weiter zu spielen.» Sechs Personen wurden verletzt, die Polizei nahm vier Personen fest.
«Ich hatte Angst um das Publikum», sagte FCZ-Manager Fredy Bickel am Teleclub-Mikrofon. «Ich hatte gehofft, so etwas in einem Schweizer Stadion nie sehen zu müssen.» Die Vorgänge seien eine Schande für den Schweizer Fussball, vor allem für den Fussball in Zürich. GC-Präsident Roland Leutwiler erklärte, die Tumulte seien der Stadt Zürich und dem Letzigrund unwürdig: «Dass so wenige Elemente eine solche Macht ausüben und solchen Schaden anrichten, ist ein Drama.» Er sei machtlos, frustriert und konsterniert, so Leutwiler weiter.
FCZ-Hooligans stürmen nach Provokationen den GC-Block
GC-Fans hatten die gegnerischen Anhänger vor dem Petardenwurf provoziert, indem sie verschmierte FCZ-Fahnen in die Höhe hielten und anzündeten. Darauf stürmten rund 50 vermummte FCZ-Anhänger aus der Südkurve in den Sektor der Grasshoppers. Die Petarde, die von der Osttribüne hinüber geworfen wurde, verschlimmerte die Situation weiter. FCZ-Manager Bickel sagte, die Gewaltbereitschaft der Krawallmacher sei kaum zu glauben. Leider sei es unmöglich, solche Auswüchse zu verhindern.
Napoli-Star Gökhan Inler, der mit dem FCZ zweimal Meister geworden war, sah sich das Spiel im Stadion bis zur 75. Minute an und verliess danach den Letzigrund. Dass etwas Schlimmes passiert war, realisierte er erst, als er verängstigte Familien und weinende Kinder sah. «So etwas gehört nicht zum Fussball», sagte Inler im «Sportpanorama» des Schweizer Fernsehens.
Die Stadtpolizei Zürich konnte Zusammenstösse ausserhalb des Stadions dank konsequenter Trennung der Fangruppen verhindern, wie sie am späteren Sonntagabend selber mitteilte. Im Verlauf des Abends hätten nämlich rund hundert Risikofans des FCZ im Kreis 5 noch einmal die Konfrontation mit gegnerischen Fangruppen gesucht. Nach 20.45 Uhr habe sich die Lage beruhigt.
GC auf dem Rasen dominant
Auf dem Rasen war es sportlich fair zugegangen, wie Referee Kever betonte. Der Abbruch ist vor allem für die starken Grasshoppers bitter. Sie hatten sich das 2:1 durch Treffer von Mustafi (12.) und Feltscher (74./Penalty) redlich verdient. Der FCZ blieb über weite Strecken blass. Das zwischenzeitliche 1:1 erzielte Philippe Koch. Obwohl Chermiti im Abseits gestanden hatte, gab der Schiedsrichter den Treffer. Der Tunesier habe GC-Goalie Bürki nicht irritiert und daher nicht ins Spiel eingegriffen.
Wie die Partie gewertet wird, ist offen. Möglich ist eine Wiederholung der Partie, ein zu Ende spielen der restlichen 13 Minuten, aber auch eine Forfait-Niederlage für eines der beiden Teams. Den Entscheid trifft die Disziplinarkommission der Super League. (ak/si)
Erstellt: 02.10.2011, 13:00 Uhr
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100 Kommentare
Solche Typen sind schlicht widerlich! - Da gibt's nur eine Antwort: Stoppen wir den Bau des neuen Stadions und im Letzigrund ist den beiden Fussballvereinen zu kündigen - sollen die doch auf einer Weise auf dem Glärnisch spielen, möglichst an einem Ort, der nur zu Fuss erreichbar ist, damit die Fans schon müde sind, wenn der Matsch beginnt. Antworten

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