Sport
Abramowitsch will Chelsea an Scheichs verkaufen
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 21.01.2009
Genug gesehen: Roman Abramowitsch will gemäss englischen Medienberichten Chelsea verkaufen. (Bild: Keystone)
Bereits 15 Minuten vor dem Abpfiff der samstäglichen Premier-League-Partie zwischen seinem FC Chelsea und Aufsteiger Stoke City verliess Roman Abramowitsch beim Stand von 0:1 entnervt das Stadion. Dass Chelsea wenig später durch Juliano Belletti ausglich und Michael Ballack in der Nachspielzeit einen Verzweiflungsschuss Frank Lampards mit dem Rücken zum 2:1-Siegestreffer für die Londoner abfälschte, erfuhr der russische Milliardär erst auf dem Heimweg.
Es dürfte ihn ohnehin nur am Rande interessiert haben. Gemäss übereinstimmenden Berichten in der englischen Sonntagspresse hat der 42-jährige Abramowitsch in der letzten Woche eine Delegation nach Saudiarabien und Dubai entsandt, die einen Käufer für den FC Chelsea suchen soll. Seine Liebe zum teuren Hobby ist erloschen. Wäre Abramowitsch noch mit dem gleichen Feuer am Werk wie einst, hätte er den konzeptlosen brasilianischen Trainer Luiz Felipe Scolari längst entlassen.
Er will 1,18 Milliarden Dollar
Billig kommen die Kaufinteressenten dennoch nicht weg. Roman Abramowitsch hat 1,18 Milliarden Dollar in den Klub investiert, und dieses Geld will er zurück. Schliesslich verringerte sich sein Vermögen im Zuge der Finanzkrise von 22 auf 3 Milliarden Dollar.
Dass er die Berichte über den bevorstehenden Verkauf durch seinen Sprecher umgehend dementieren liess, überrascht nicht. Wenns ums grosse Geld geht, kommt die Wahrheit immer erst ganz zum Schluss ans Licht. (NEWS)
Erstellt: 21.01.2009, 15:19 Uhr

