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«Seid euch nur nicht so sicher, dass ihr Hitzfeld auf Lebzeit habt»
Von Thomas Schifferle und Fredy Wettstein, Freiburg. Aktualisiert am 03.03.2010 2 Kommentare
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Joachim Löw, ist Ihnen bewusst, was Sie Ottmar Hitzfeld bei Ihrer Wahl zum deutschen Bundestrainer zu verdanken haben?
Löw: Ich habe schon registriert, dass Ottmar 2004 ein Kandidat, nein, der Kandidat für die Nationalmannschaft war und aus persönlichen Gründen die Stelle nicht annahm.
Ottmar Hitzfeld, haben Sie Ihren Entscheid von damals nie bereut?
Hitzfeld: Ich überlegte mir tausend Mal vorwärts und rückwärts, was ich machen soll. Ich war ausgebrannt nach sechs Jahren Bayern München. Sechs Jahre Bayern sind wie zwanzig Jahre bei einem anderen Klub. Franz (Beckenbauer) sagte: «Ist ja klar, dass Hitzfeld kaputt ist, es ist besser aufzuhören, Abnützungserscheinungen sind da.» Zwei Wochen später rief er an: «Du bist prädestiniert, Bundestrainer zu werden: Das kostet ja nicht viel Kraft, gehst mal nach England ein Spiel schauen, mal dahin.» Darauf sagte ich: «Lieber Franz, dann mach es doch du.» Und er: «Nein, da stürze ich mich lieber vom Balkon.»
Löw: (lacht nur)
Hitzfeld: So viel zu dem Thema. Ich habe meine Entscheidung nicht eine Sekunde bereut. Das Angebot kam einfach im falschen Moment. Wenn man erfolgreich sein will, muss man im Vollbesitz seiner Kräfte sein. Und wenn man das nicht ist, ruiniert man nur seine Gesundheit und hat auch keinen Erfolg.
Löw: Aber was nicht ist, kann noch werden. Seid euch da mal nur nicht so sicher, ihr Schweizer, dass ihr Ottmar Hitzfeld auf Lebzeit habt. Er wird wieder einmal ein Thema sein (lacht).
Hitzfeld: So, wie es ist, ist es optimal für mich. Und Jogi macht einen Superjob in Deutschland.
In Ihrem Fall kann man davon ausgehen, dass Sie nie mehr einen Verein übernehmen werden.
Hitzfeld: Davon gehe ich aus. 2004 wollte ich ja ganz aufhören und danach nie mehr Trainer sein, sondern nur noch fürs Fernsehen arbeiten. Dann kam halt kurzfristig der FC Bayern.
Und Sie liessen sich breitschlagen.
Hitzfeld: Das war ein Sekundenentscheid, als Uli Hoeness am 31. Januar 2007 anrief und fragte: «Willst du uns helfen?» Das war eine gute Formulierung. Ich dachte: Ja gut, für vier Monate geht das noch. Ich war so lange am Stück Trainer gewesen, von 1983 bis 2004, ich brauchte die zweieinhalb Jahre Pause, um mich davon zu erholen und um wieder Freude am Spiel zu empfinden. Das war die letzten Jahre bei Bayern, 2001 bis 2004, nicht mehr der Fall gewesen. Da versuchte ich nur noch zu überleben.
Wäre es für Sie vorstellbar, drei Jahre lang nur noch zu funktionieren?
Löw: Für mich ist das schwer vorstellbar. Wenn ich spüren würde, mir fehlt die Freude, dann . . . (bricht ab) Aber klar, man hat auch eine gewisse Verantwortung, und Ottmar war in der Verantwortung gegenüber Bayern.
Hitzfeld: Ich wollte schon 2001 aufhören, das bot ich dem Verein an. Uli sagte: «Das kommt überhaupt nicht in Frage, Vertrag ist Vertrag.» Sicher hätte ich darauf bestehen können, dass ich aufhöre. Aber es braucht auch Kraft, vielleicht sogar mehr, Nein statt Ja zu sagen.
Wie lange sind Sie noch Bundestrainer?
Löw: Ich habe im Moment keine Idee.
Die Planung hätte eigentlich anderes vorgesehen.
Löw: Ja, im Dezember war geplant, dass man eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre anstrebt. Das ist nicht zustande gekommen. Also haben wir gesagt: Okay, jetzt werden wir einmal die WM absolvieren, und dann werden wir sehen.
Wir, das sind Sie, Ihre Assistenten Hansi Flick und Andreas Köpke sowie Manager Oliver Bierhoff. Und Bierhoff sollte gleich für alle die Verhandlungen mit dem DFB führen. Weshalb?
Löw: Wir haben ein Trainerteam, das ich als Ganzes sehe, dazu gehören auch die Fitnesstrainer und Urs Siegenthaler (Chefscout). Deshalb haben wir gesagt, wir möchten unsere sportliche Linie gemeinsam festlegen. Oliver Bierhoff ist der Mann, der das ganze Jahr über unsere Stimme im Präsidium vertritt und dort die Dinge vorträgt, die für uns wichtig sind. Deshalb hatte er die Aufgabe, ein erstes Gespräch mit dem Verband zu führen und unsere Wünsche darzulegen.
Durch Indiskretionen wurden Verhandlungsinhalte bekannt. Kaum war das passiert, wurden die Gespräche abgebrochen und bis nach der WM verschoben. Was lief da schief?
Löw: Wir begingen in der Kommunikation untereinander klare Fehler. Die Aussendarstellung war extrem schlecht. Das haben wir intern erkannt, ohne zu werten, wer wo Fehler gemacht hat. Wir haben alle Fehler gemacht. Sie sind passiert und analysiert. Jetzt haben wir wieder den Weg gefunden, um uns auf die WM zu konzentrieren.
Beeinflusst das eine Mannschaft, ob ein Trainer bleibt oder geht?
Hitzfeld: Natürlich sind die Spieler interessiert, wer nach der WM ihr Trainer ist. Aber primär beschäftigt sie, ob sie spielen und wie sie bei der WM abschneiden.
Es fällt auf, dass sich Joachim Löw und seine Mitarbeiter sehr stark als Team verstehen und entsprechend auftreten - viel mehr als Sie, der allein vom Namen her eine unantastbare Position hat.
Hitzfeld: Für mich ist das Team auch das Wichtigste. Es ist ja nicht einer allein, der funktionieren muss.
Wenn aber die Schweiz ein Problem hat wie nach der Niederlage gegen Luxemburg, dann ist es Ottmar Hitzfeld, der gefordert ist, sich allein in eine Kammer zurückzieht und mit der Lösung wieder herauskommt.
Hitzfeld: Ich war es immer gewohnt, eine Entscheidung allein zu treffen. Seit den Zeiten bei Zug, Aarau, GC bin ich allein verantwortlich. In der Bundesliga geht es Schlag auf Schlag, da kann man nicht immer lange diskutieren, sondern muss Lösungen suchen. Das hilft schon in der Entscheidungsfindung, weil ja auch ich den Kopf hinhalten muss, wenn es nicht läuft. Ich werde als Erster entlassen. Trotzdem suche auch ich das Gespräch mit dem Team.
Löw: Selbstverständlich muss jeder Cheftrainer seine Entscheide treffen. Klar lasse ich mich beraten, der Ottmar wahrscheinlich auch. Dafür hat man ein Trainerteam. Aber danach ziehe ich mich zurück und überlege, was die richtige Lösung ist. Wenn ich entschieden habe, habe ich entschieden.
Hitzfeld: Ich bespreche mich zum Beispiel mit Willi Weber, wenn es um die Torhüter geht. Das hat auch mit Respekt vor seiner Arbeit und seinem Können zu tun. Aber ich kann ihm nicht sagen: Entscheide du, wer spielt. Ich kann die Verantwortung doch nicht abwälzen.
Ottmar Hitzfeld, was hätten Sie gerne, was Joachim Löw in Deutschland hat?
Hitzfeld: Ich schaue nicht nach Deutschland und denke, es wäre schön, vom deutschen Spielermarkt auswählen zu können. Natürlich hat Deutschland mehr Potenzial als die Schweiz, bei 80 Millionen Einwohnern ist das normal. Ich konzentriere mich auf mein Land und bin zufrieden, dass ich eine sehr gute Auswahl an sehr guten Spielern habe, die auch in den europäischen Ligen vertreten sind. Ich kann aus 20, 30 Spielern wählen, die von ihrem Potenzial für die Nationalmannschaft in Frage kommen, Jogi eben aus 60.
Wenn Sie ihm einen Spieler wegnehmen könnten, wer wäre das?
Hitzfeld: Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen, das lesen meine Spieler ja auch (lacht).
Und Sie? Möchten Sie einen Schweizer?
Löw: Was mir grundsätzlich an der Schweiz imponiert: Bei vielen Vereinen und beim Verband gibt es eine einheitliche Ausbildungsphilosophie. Die Schweiz hat damit schon vor 15, 20 Jahren begonnen. Auch die deutschen Spieler beurteilen die Arbeit der Schweiz sehr respektvoll. Vor der WM 2006 spielten wir in Genf gegen eine A-Jugend-Mannschaft, danach sagten unsere Spieler, wie unglaublich gut organisiert die gewesen sei.
Einen konkreten Schweizer möchten Sie aber nicht?
Löw: Wenn ich über die Jahre verfolge, mit welchem Erfolg die Schweiz in der U-17, der U-18, der U-19 spielt, und wenn ich sehe, dass mittlerweile 30 Spieler im Ausland sind, 30!, nicht in Belgien, sondern auch in den vier, fünf Topligen - dann ist das ein unglaublicher Erfolg für die Ausbildung.
Ist es anders, mit Schweizer Spielern umzugehen als mit deutschen?
Hitzfeld: Ich gehe mit allen Spielern gleich um und spreche jeden Spieler gleich an. Ob in Zug, Aarau, Dortmund oder München, das sind alles erfolgshungrige Spieler, die gerne Fussball spielen. Das sind alles Spieler, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Das wird immer vergessen. Man meint ja immer: Ah, Ribéry, den muss man als Trainer mit Sie ansprechen und um Audienz fragen. Spieler wie Ribéry sind die einfachsten Typen, die sich freuen, wenn man sich mit ihnen unterhält, und die in der Gruppe ihren Spass haben. Darum sage ich, dass ich alle gleich behandle.
Einen Stefan Effenberg früher in München auch?
Hitzfeld: Natürlich.
Ja?
Hitzfeld: Natürlich. Man hat in der Öffentlichkeit ein ganz falsches Bild von ihm. Vielleicht wegen seiner Aussendarstellung, klar, daran arbeitet er ja auch (lacht). Trotzdem war er einfach zu führen, wenn man ihm Vertrauen schenkte. Jeder Spieler will die Wertschätzung im Team. Und die Beziehung zwischen Trainer und Captain, wie es Effenberg war, ist immer besonders. Die muss man pflegen. Deshalb habe ich die Erfahrung gemacht: Wenn man viel Vertrauen schenkt, erhält man viel Vertrauen und Leistung zurück. Leistung kann man nur bringen, wenn das Vertrauensverhältnis stimmt.
Wie ist Ihr Umgang mit Michael Ballack, nachdem er Sie einmal in einem Interview kritisiert hat?
Löw: Mich hat er in meiner Arbeit nicht kritisiert, er kritisierte nur generell, dass in den letzten sieben, acht Jahren mit altgedienten Spielern nicht respektvoll genug umgegangen worden sei. Grundsätzlich habe ich mit Michael Ballack ein hervorragendes Verhältnis. Wie Ottmar sehe ich auch keinen Unterschied in den Mechanismen, die in einer Mannschaft ablaufen. Ich habe Vereine trainiert wie Frauenfeld, den VfB Stuttgart mit Balakov und Elber, jetzt bin ich bei der Nationalmannschaft. Es läuft überall das Gleiche ab.
In der 1. Liga wie auf allerhöchstem internationalem Niveau?
Löw: Ja. Es gibt immer Spieler, die in einer Gruppe zu den Führungsspielern gehören, es gibt Leute, die sich einordnen, es gibt Egoisten, mit denen man umgehen muss. Die Mechanismen sind immer die gleichen. Das Wichtigste ist: Wie kommuniziert man als Trainer mit den Spielern? Wie setzt man seine Strategie um? Wie transparent macht man sie? In diesem Punkt habe ich sehr viel von Ottmar gelernt.
Was denn?
Löw: Er hat die Spieler immer erreicht, er hat aus allen das Maximum herausgeholt. Ottmar hat nie ein Problem mit einem Star gehabt. Er hat Konflikte erkannt und gelöst, das hat er immer hervorragend gemacht.
Wie viele Egoisten erträgt es in einer Mannschaft?
Löw: Gerade vor Turnieren ist es wichtig, die Spieler aufgrund ihrer Charaktereigenschaften einzuteilen, aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Werte, die sie mitbringen. Dann muss man sich fragen: Wie viele Führungspersönlichkeiten braucht es in einer Mannschaft? Wie viele gibt es im Moment? Brauchen wir die eine oder andere mehr? Einer allein kann keine ganze Gruppe positiv beeinflussen und führen. Dafür braucht es immer mehrere. Und es braucht Leute, die ihre Position respektieren.
Diese Spieler haben Sie schon als Indianer bezeichnet.
Löw: Klar, ja. Und es gibt Egoisten. Ein Egoist kann für eine Mannschaft enorm wichtig sein, kann aber in einer Hierarchie auch einiges kaputt machen.
Hitzfeld: Egoisten können auch Führungsspieler sein.
Haben Sie ein Beispiel?
Hitzfeld: Nein, habe ich jetzt nicht. Es geht immer um die richtige Mischung, sie macht es innerhalb eines Teams aus. Wenn man ein Kader für eine WM oder EM benennt, ist es wichtig, dass nicht immer die 23 Besten dabei sind. Man muss nach Leistung entscheiden, aber auch so, dass die Mannschaft funktioniert. Wenn ich nur Spieler habe, die Egoisten sind, die nur an sich denken und nichts zur Stimmung im Team beitragen - das geht ja nicht, das kann nicht funktionieren. Es braucht auch Spieler, die damit umgehen können, dass sie nur im zweiten Glied stehen. Die Egoisten können sehr wertvoll sein, die braucht jeder Trainer im Team. Gerade die schwierigen Spieler sind auf dem Platz für den Gegner schwierig und unangenehm. Dafür habe ich immer ein Faible gehabt - für besonders schwierige Spieler.
Wieso?
Hitzfeld: Weil sie auf dem Platz mein Vertrauen erfüllt haben. Spieler, die einfach zu führen sind, geben oft auch im Spiel nach, sie sind nicht so widerstandsfähig.
Wie viele schwierige Spieler haben Sie momentan?
Hitzfeld: Ich sehe keinen absolut schwierigen Spieler. Einen Effenberg könnte die Mannschaft noch gut gebrauchen (lacht).
Und Sie, Herr Löw?
Löw: Ich habe keinen einzigen schwierigen im Team, keinen einzigen.
Ist das nicht langweilig?
Löw: Michael Ballack hat in den letzten ein, zwei Jahren einen wirklichen Reifeprozess gemacht. Weil er im Ausland spielt, weil er noch mehr Verantwortung übernimmt, weil er jetzt während des Spiels noch besser erkennt, wenn etwas aus dem Ruder läuft, weil er auch in der Lage ist, nicht nur auf die eigene Leistung, sondern auf jene der Mitspieler zu schauen. Das kann man von einem 25-Jährigen nicht immer verlangen.
Ist Alex Frei Ihr Ballack?
Hitzfeld: Jeder Kapitän hat einen hohen Stellenwert, ist ja klar. Alex Frei ist mein Kapitän, der eine grosse Verantwortung übernimmt. Er haut die Standards rein, die Elfmeter wie damals mit Dortmund gegen Schalke in der 90. Minute, drei Tage nach unserer Niederlage gegen Luxemburg. Da sieht man schon, dass einer druckresistent ist. Alex ist auch ein Antreiber, er ist nicht nur der Torjäger, sondern er verfügt auch über die grossartige Charakterstärke, dass er sein Team antreibt.
Was ist eigentlich schwieriger? Mit der Schweiz die Achtelfinals zu erreichen oder mit Deutschland Weltmeister zu werden?
Hitzfeld: Das ist keine faire Frage. Aber wenn ich jetzt eine Antwort geben muss, würde ich sagen: das Achtelfinale mit der Schweiz (lacht). Natürlich gehört Deutschland mit zu den Favoriten und hofft mit seiner Tradition immer auf den Titel. Deutschland braucht sich auch nicht zu verstecken. Aber ich glaube, Spanien und Brasilien werden die Topfavoriten sein. Dahinter kommt Deutschland zusammen mit England, Italien, Frankreich, Holland, Argentinien. Und die Schweiz kann Favoritenschreck sein. Achtelfinale ist ein grosser Erfolg. Und wenn man da ist, möchte man das Viertelfinale erreichen . . .
Und für Sie, Herr Löw, ist nur der Gewinn der WM ein grosser Erfolg?
Hitzfeld: (platzt dazwischen) Nein.
Löw: (lacht) Also, eines ist klar: Ich sehe Deutschland nicht unter den absoluten Topfavoriten. Spanien spielt seit drei, vier Jahren auf einem unglaublich hohen Niveau, Brasilien und auch Argentinien besitzen eine unglaubliche Qualität. Den Erfolg messe ich aber nicht unbedingt an einem Titel, daran messe ich ihn überhaupt nicht mehr.
Das geht doch nicht in Deutschland.
Löw: Klar strebt man bei einem Turnier an, es auch zu gewinnen. Aber für mich als Trainer sind auch andere Dinge wichtig. Das beste Beispiel dafür ist die WM 2006. Da verloren wir als Gastgeber im Halbfinale gegen Italien. Und fünf Tage später empfing uns eine Million Menschen in Berlin. Der Grund war, dass die Mannschaft positiv aufgetreten war. Jetzt gehen wir ins Ausland, nach Südafrika, dieses Land ist sehr sensibel, die Menschen haben einen grossen Stolz. Da gilt es für uns: positiv aufzutreten, den Leuten Respekt zu zeigen, hart zu arbeiten, klar, aber auch einen gewissen Spass, eine gewisse Leichtigkeit zu vermitteln. Das ist ein ganz hohes Ziel von der Mannschaft und von mir.
Hitzfeld: Generell ist für mich immer wichtig: Wie tritt meine Mannschaft auf? Es ist angenehm zu hören, dass Jogi diese Ziele auch hat. Aber wir leben in einer Leistungsgesellschaft und werden entsprechend beurteilt. Das Resultat steht immer im Vordergrund. Wir sind nicht an der WM, um einfach da zu sein.
Löw: Es ist klar, dass wir erfolgreich sein wollen. Aber ich hasse es, ich hasse es!, wenn wir sagen: Wir spielen einen unmöglichen Fussball, wenigstens gewinnen wir 1:0. Ich möchte einen Fussball sehen, der offensiv ist, einen Fussball mit Freude und Leidenschaft.
Ottmar Hitzfeld hat seinen Erfolgsmantel. Haben Sie auch einen?
Löw: Den hellen Trenchcoat? Den hebe ich mir für schwierige Zeiten auf (lacht). (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 03.03.2010, 10:03 Uhr
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2 Kommentare
Von solchen Aussagen sind wir in der Schweiz noch Lichtjahre entfernt, sie waren echt gut und zeigten, wie im Business miteinander umgegangen wird. Die meisten Schweizer sind derart verkrampft, dass sie damit kaum klar kommen, was extrem traurig ist. Wie das unsere Spieler, die im Ausland tätig sind, ins Team einbringen, ist die Aufgabe von Otti, was deutlich schwieriger ist als jene von Jogi Löw. Antworten



